Als ich neulich durch die Gassen Unterliederbachs schlenderte, kam ich auch am Viergoetterstein vorbei.
Diesmal versuchte ich, den Hahn zu entdecken. Just in dem Augenblick kam mein ehemaliger Schulkamerad Alex auf mich zu.
Ich fand ihn schon immer etwas sonderbar, vielleicht weil er der Klassenbeste in Mathe war.
Ohne ein Wort des Grusses, begann er:
Dieser Stein soll schon 200 v. Chr. vom roemischen Soldat Cajus Junius II hier aufgestellt worden sein.
Vielen duerfte auch bekannt sein, dass die Bundesautobahn A66 in weiten Teilen einer alten Heerstraße der Roemer zwischen dem heutigen Heddernheim und Mainz-Kastell folgt.
Als ich mich gelangweilt abwenden wollte, zog er einen Zettel aus seiner Tasche und hielt ihn mir unter die Nase.
DCVI MDCLXVI MCLXVI MDCLXV MDCLXVI MCLXVI MDLXI MDCLVI MDCLI MDLXI MDC MDCLXVI MCLXVI DC MDCLVI DC MDCLI MDCLVI MDCLXV MDC MDCLXV MDCLXVI DCVI MDCLXV MDC MDCLVI MDCLVI DCVI MCLXVI MCLVI MCLXVI MDLXI MCLVI DCVI DCVI MDCLXV MDCLXVI MDC DC MDCLVI DC MDCLI DCVI MDCLXV MCLVI MDCLXVI MCLVI MDCLVI DCVI MCLXVI MDCLVI DC MCLVI MDC MCLXVI MCLXVI MDLXI MDCLXVI MDCLI DCVI DCVI MCLXVI MDLXI MCLXVI DCVI MDCLVI MDC MDCLXVI DC DCVI MDCLXVI DC MCLXVI
Er behauptete, die Jupitersaeule, die auf dem Viergoetterstein stand, gefunden zu haben. Sie sei aus 7 Segmenten gewesen und die Zahlenkolonne auf seinem Zettel, die Inschrift.
Ich vermutete eine Art Wegweiser. Dies brachte mir nur ein spoettisches Laecheln von Alex ein. Er war sich sicher, dass es eine geheime Botschaft sei. Er habe sie mit der wenig bekannten Augustus-Chiffre entschluesseln koennen.
Er laechelte triumphierend, brummte etwas von 5402250 sei 1234 und verschwand grusslos, so ploetzlich wie er aufgetaucht war.
Verwundert ging ich meiner Wege. Hatte er wirklich etwas gefunden?
Hier kann die Lösung überprüft werden.