Eine kleine Puzzlerunde quer durch die Zeit in Bad Neustadt a. d. Saale.
An den angegebenen Koordinaten findet ihr jeweils nur das Gebäude, das hier beschrieben ist. Wo die Dose ist, erfahrt ihr nach dem Puzzle. :-)
Die Runde führt über geteerte Wege.
Für all die vielen Infos und die wunderschönen Fotos möchte ich mich an der Stelle recht herzlich bei der Stadt Bad Neustadt und dem Stadtarchiv bedanken, ohne die diese Serie nicht möglich gewesen wäre.
Neues Amtshaus, Karmeliten-Klosterkirche und Rathaus
Bereits seit 1473 ist hier das Rathaus bezeugt. Jedoch war dort vermutlich schon früher ein wichtiger Mittelpunkt des Stadtregiments, eventuell auch ein Gildenhaus.
Bis 1907 war hier auch die königliche Präbandenschule untergebracht. Dies war eine Lehrer-Bildungsanstalt.
Auf der linken Seite des Rathausplatzes befindet sich das ehemalige fürstbischöfliche Amtshaus, der sogenannte Greising Bau. Es wurde zwischen 1717 und 1722 nach den Plänen von Josef Greising gebaut. Die Bauzeit fiel in die Regierungszeit von gleich zwei fürstlichen Bischöfen, nämlich Johann Philipp von Greiffenclau und Johann Philipp Franz von Schönborn, deren Wappen heute noch das Säulenportal bekrönen.
In diesem Gebäude waren die Fürstbischöfe jeweils während ihrer Aufenthalte in der Amtsstadt untergebracht.
Erst 1966 wurde es seinem heutigen Zweck angepasst, nämlich den Sitzungssaal des Kreistags und Teile der Kreisverwaltung aufzunehmen. Im gleichen Jahr wurde auch das neue Landratsamt fertiggestellt, das sich hinter dem historischen Bau anschließt.
Seit 1972 ist hier auch die Verwaltung des etwa 85.000 Einwohner zählenden Landkreises Rhön-Grabfeld.
Die Karmeliten-Klosterkirche, die sich relativ unscheinbar zwischen den beiden Gebäuden befindet, gehört zu den kunsthistorischen Kostbarkeiten Frankens.
1352, als die Pest in Neustadt wütete, stifteten die Bürger ein Grundstück, sowie einen "reichlichen Beitrag" für die Gründung eines Klosters der beschuhten Karmeliten aus Würzburg. Im Laufe der Zeit gewannen die Karmeliten die Herzen der Bürger und dadurch natürlich auch erhebliche Stiftungen und Zuwendungen. Ihre Kirche wurde ein beliebter Begräbnisort (ja, IN der Kirche!) nicht nur für den Adel aus der Umgebung, sondern auch für die örtlichen Bewohner.
Das künstlerisch anspruchsvollste Einzelstück in der Kirche bzw eine der besten Barockkanzeln Bayerns befindet sich ebenfalls hier. Vermutlich der Bildschnitzer Johann Josef Kessler aus Bad Königshofen hat sie 1748 bis 50 erschaffen. Auch der Beichtstuhl ist hier etwas Besonderes und zählt zu den originellsten im fränkischen Barock. Die Kirche selbst gehört seit 1857 der Stadt Bad Neustadt.
Das Kloster wurde 1803 aufgelöst. Das rückwärtige Gebäude der Kirche kam dadurch erst an den Franziskanerorden. Von 1838 bis 1857 diente es dann dem Districts-Pfründner-Spital.
1857 erwarb der bayerische Staat den Konventbau zurück.
Das Bezirksgericht zog ein. In diesem Zuge wurden auch die Zugänge zur Kirche, zu Orgel, Kanzel, Sakristei und Anna Kapelle verschlossen. Noch heute sind Justizverwaltung und Amtsgericht hier untergebracht.
Heute finden in der Klosterkirche sowohl noch Gottesdienste statt, als auch Orgelkonzerte
(Quellen: "Stadtchronik" und "Stadtführer")
Das obere Foto auf dem Puzzle stammt aus dem Stadtarchiv Bad Neustadt
Das untere Foto haben wir selbst gemacht. :-)
So, genug gelesen. :-) Hier nun der Link zum Puzzle
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