Der historische Ortskern Schützingens ist durch seine klare Struktur als Straßendorf mit wenigen Seitenästen geprägt.
Hier stehen die Gehöfte und Hofanlagen an beiden Seiten dicht nebeneinander, das Wohnhaus an der Straße, dahinter eine Scheune und / oder Stall und dann der Garten. Auffällig ist in Schützingen, dass die Wohnhäuser meist in Firststellung stehen und dabei die Giebelwand schräg zur Straße gebaut wurden. Dadurch kann man bei fast allen Fachwerkhäusern vom Haus aus zum Fenster hinaus aus die Straße entlang sehen.
Um die dichte Bauweise mit einem fast nahtlosen Scheunengürtel zu unterbrechen entstanden Verbindungswege.
In Schützingen gibt es mehrere dieser historischen Verbindungswege, die vom Ortskern zum südlichen Etterweg (Kirchweg / Hinter dem Dorf) bzw. zu den Weinbergen führen. Diese Wege wurden früher genutzt, um schnell zu den Äckern, Gärten und in den Wengert zu gelangen oder um Zugang zur Metter und damit zum Wasser zu erhalten. Auch im Falle eines Brandes konnte schneller zwei Seiten gelöscht werden.