Hinweis zu diesem EarthCache:
Ihr findet hier keine Hinweistafel - wenn ihr euch vor Ort ein wenig umseht, sollten alle Fragen leicht zu beantworten sein. Bitte seid vorsichtig und zerstört nichts, ihr befindet euch in einem geschützten Landschaftsbestandteil!
Obere Süßwassermolasse
Bei dem Aufschluss hier in Ingstetten handelt es sich um eine alte Sandgrube. Die hellgelbe bis bräunliche Schicht aus Fein- und Quarzsand der Oberen Süßwassermolasse zeigt deutliche Schrägschichten mit Tongeröllen und kleinen runden Calciumcarbonatknoten (kohlensaurer Kalk) sowie längliche bis runde Kalksandsteine, die aus der Grubenböschung heraus wittern. Durch Erosion wurde die feine Sandschicht abgetragen und das schwerere Molassegestein kam zum Vorschein.
Hier zu sehen sind:

• Konkretionen

Molassegestein
Bei den Molassegesteinen handelt es sich um verfestigte Sedimente aus dem Abtragungsschutt der Alpen wie Tone, Schluffe und Mergelgesteine (sedimentäres Festgestein mit Calzit, Ton und Sand) und glimmerhaltige Sandsteine. Im Aufschluss sind Ton-Schluffgemenge mit Sand- und Kalkgehalt zu sehen. Es handelt sich um ein grobkörniges Sedimentgestein aus Geröllen, und groben Sandsteinen, die im feinen Sand der Süßwassermolasse eingebettet liegen.
Entstehung
Vor 23 bis 5 Millionen Jahren gelangten Sand und Feinsedimente aus den Alpen über die Überschwemmungsflächen der Flüsse hierher und prägten die für die Gegend typischen „Sandhügel“. Dieses Zeitalter wird Miozän genannt und ist eine erdgeschichtliche Epoche des Neogens. Das Miozän gilt als Zeitalter der Gebirgsbildungen, ausgelöst durch den Zusammenschluss verschiedener Kontinentalplatten. Nachdem sich die Alpen gebildet haben, sank die Erdkruste unter der Last des Gebirges ab. Im Alpenvorland entstand eine Senke, die sich mit Ablagerungsschutt auffüllte. Diese Ablagerungen aus mineralischen und organischen Bestandteilen wurden von Flüssen aus den Alpen nach Norden transportiert. So konnte ein „Molassebecken“ entstehen, in dem sich durch ein- und abfließendes Wasser Sand und Geröll ablagerte. Wenn die Sedimentschichten dick und schwer genug waren, haben sie sich zu einem neuen Gestein verfestigt. Mit der Zeit wurden die Gesteinschichten schräg gestellt und in einzelne Platten zerlegt. Das aus den Schichtfugen fliesende Wasser löste Kalk beiderseits der Fugen. Es entwickelten sich zackige Verzahnungen mit den darunterliegenden Schichten.
In Zeiten mit wenigeren Überschwemmungen lagerten sich durch Erosionstätigkeit Schichten mit feinen Sandkörner ab.
Die Sedimentstrukturen entstanden als kleinere Sandkörner und Schwebstoffe, die weit in das Molassebecken hinausbefördert wurden und sich dort mit tonigen Gesteinsteilen oder mergeligen Kalkpartikeln zusammenschlossen. Häufig enthalten die Molassesedimente auch Reste von Pflanzen und andere organische Stoffen.
Im Inneren der Ablagerungen bildeten die sich zersetzenden organischen Substanzen Hohlräume. In diese Zwischenräume konnte das Wasser der Flüssen während den Überflutungsphasen einfließen und einsickern und Kalzit auslösen. In den darauf folgenden Tockenphasen wurden die abgelagerten Sedimente mit diesem „Kalzitzement“ verfestigt und die kalkhaltigen, harten, kompakten und rundlichen Konkretionen entstanden.
Die Aufgabe
Um diesen Cache zu loggen, begebt euch zu den angegebenen Koordinaten und beantwortet die folgenden Fragen.
Bitte schickt mir die Antworten über mein Profil per Mail oder Messenger.
Anschließend könnt ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich. Postet bitte noch ein Foto von euch als Beweis für eure Anwesenheit am Standort zu eurem Log. Wenn ihr selbst nicht auf dem Foto erscheinen wollt, reicht natürlich auch ein persönlicher Gegenstand auf dem Foto als Beweis eurer Anwesenheit.
Fragen
- Welche Art von Gesteinsformation überwiegt bei den angegebenen Koordinaten?
- Welche Form und Oberfläche haben die Konkretionen? (Unterhalb des Aufschlusses befinden sich heruntergefallene Steine, es muss nicht geklettert werden!)
- Beschreibe am Beispiel der Lokalität, wie sich die Erosion auswirkt.
- Foto am Standort
Wünsche Euch viel Spaß 😃
Quellenverzeichnis:
- Bayerisches Landesamt für Umwelt (Umweltatlas)
- TUM (Bernhard Lempe)
- Das geowissenschaftliche Portal (LGRB-Bodenkunde)
- Geologische Museum München
- Wikipedia