Gleich hier nebenan befindet sich das Ziel der alten Bobbahn. Eine der ältesten deutschen Bob- und Rennschlittenbahnen ist die Spießbergbahn in Friedrichroda. Sie gehört zu zu den wenigen Natureisbahnen Europas, die auch heute noch für Rennrodel-Wettkämpfe genutzt werden. Das erste Bobrennen fand dann am Roten Weg im Winter 1901/1902 mit zehn Bobs statt. 1905 wurde der Wintersportverein (WSV) Friedrichrodal gegründet,
Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha erlaubte 1909 den Bau einer regulären Bobbahn am Spießberg. Die 2450 Meter lange Bahn mit 18 Kurven wurde 1910 mit einem sogenannten Bobsleigh-Rennen eingeweiht.
Bis in die 1930er-Jahre fanden mehrere nationale Rennen auf der Naturbahn statt. Ab 1949 wurde die Spießbergbahn durch die Mitglieder der Sportgemeinschaft (SG) „Fortuna“ Friedrichroda wiederhergestellt und zu Neujahr 1951 mit einem Rennen wiedereröffnet. In den nachfolgenden zwei Jahrzehnten wurden hier zahlreiche nationale Meisterschaften sowohl im Rennrodeln als auch im Zweierbob ausgetragen. 1983 wurde die Bahn in ihrem unteren Teil den modernen Erfordernissen angepasst und ein neuer Startbereich angelegt. 2008 wurde der noch befahrbare Teil der Spießbergbahn mit einer Flutlichtanlage ausgestattet.
Der obere, seit rund vier Jahrzehnten nicht mehr genutzte Teil der ursprünglichen Bahn verfällt zunehmend. So ist die Fahrrinne über weite Strecken bereits komplett von Erde und Wurzelwerk bedeckt und sind die Wände der Kurven moosbewachsen.
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