Die Cacheserie «Lebensraum Geisslibach» ist in Zusammenhang mit meiner Projektarbeit während dem Abschlussjahr der 3. Klasse der VSGDH erstellt worden. Sie soll dem Besucher die Umgebung und die Vielfalt der Region Diessenhofen zeigen und erlebbar machen. Die Runde startet in der Nähe der Einmündung des Geisslibaches in den Rhein und folgt dem Bachlauf bis ins vordere Stammertal. Insgesamt können 17 Geocache auf dieser Route angelaufen werden (Gesamtgehzeit ohne Suche ca. 2 Stunden). Die Rückfahrt nach Diessenhofen ist ab der Bushaltestelle Unterstammheim Neubr. Ulmerhof möglich. Achtung: Bei einem Cache ist Spezialwerkzeug notwendig (Magnet an Schnur). Die Serie wurde von den Gemeinden Diessenhofen, Schlattingen-Basadingen sowie Stammheim bewilligt.
Zum Cache:
Es existieren etwa 1100 Unterarten von Gründen auf der Welt. In der Schweiz ist an sich nur eine Art heimisch – die Groppe. Seit der Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals breiten sich jedoch verschiedene Grundelnarten, die ursprünglich im Schwarzen Meer heimisch waren, im Rhein aus. 2011 wurden erstmals invasive Grundeln (Kessler-Fluss- bzw. Nackthals- und Schwarzmundgrundeln sowie die Marmorierte Gründe) im Rhein bei Basel nachgewiesen. Die invasiven Grundeln wandern seither rheinaufwärts. Der Rheinfall bildet vorerst eine natürliche Barriere, die die Gründe aus eigener Kraft nicht überwinden können. Umso wichtiger ist es, dass die Gründe nicht durch die Fahrlässigkeit der Menschen in die oberliegen-den Gewässer verschleppt werden. Dies ist einerseits möglich, indem sie ihren Laich an Schiffsrümpfe kleben, sich andererseits mit ihrer Saugflosse an den Schiffsrumpf anheften oder mit dem Ballastwasser mitreisen. Die räuberischen Gründe ist ein Allesfresser (u.a. auch Laich anderer Fischarten) und besetzt die Lebensräume der einheimischen Groppen. Dadurch entwickeln sie sich streckenweise zur häufigsten Fischart – mit bisher unabsehbaren ökologischen Folgen. Aktuell sind am Hochrhein und im Geisslibach noch keine Sichtungen der invasiven Grundeln registriert worden. Dies ist sehr erfreulich und soll noch lange so bleiben.