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Österreich ist frei! Traditional Cache

Hidden : 3/30/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


„ÖSTERREICH IST FREI!“

LEOPOLD FIGL(1902-1965 

Gymnasium und Studium

Der Bauernsohn wurde 1902 in Rust im Tullnerfeld geboren. Sein Vater Josef verstarb, als Figl 12 Jahre alt war. Dennoch konnte ihn seine Mutter aufs Gymnasium in St. Pölten schicken.

1923 nahm Figl sein Studium an der Hochschule für Bodenkultur in Wien auf. 

Als Agraringenieur wurde er 1931, nach Abschluss seines Studiums, zum stellvertretenden Direktor des niederösterreichischen Bauernbunds bestellt. 1933 wurde er dessen Direktor. 

KZ-Häftling[

Beim „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde Figl als prominenter Funktionär des Ständestaates am 12. März 1938 verhaftet und mit dem sogenannten Prominententransport vom 1. April 1938 in das KZ Dachau gebracht. 

Dort war Figl der erste Österreicher, der zur Prügelstrafe verurteilt wurde, weil er verbotenerweise in einem Gespräch das Wort Österreich verwendete. Er wurde vor den versammelten Häftlingen und Wachmannschaften von zwei SS-Männern über einen Bock gelegt und mit einem wassergetränkten Ochsenziemer 25-mal auf den Rücken geschlagen, und dies in langsamen Tempo, um die grausame Prozedur zu verlängern. Er musste, solange er konnte, mitzählen. Als er wieder losgebunden wurde, lag er bewusstlos mit blutverschmiertem zerschlagenem Rücken auf dem Bock. 

Danach erhielt er sechs Monate Dunkelhaft: In einer fensterlosen Zelle mit einer Pritsche bekam er zweimal wöchentlich Wasser und Brot. Nach über fünf Jahren KZ-Aufenthalts wurde er am 8. Mai 1943 vorläufig entlassen.

 

Trotz der erlittenen Verfolgung und der Qualen in den KZs betätigte sich Figl im Untergrund und versuchte in Niederösterreich den Bauernbund im Geheimen zu reaktivieren. Er wurde am 8. Oktober 1944 neuerlich verhaftet und ins KZ Mauthausen gebracht. Am 21. Jänner 1945 wurde er von Mauthausen nach Wien ins Landesgericht für Strafsachen Wien überstellt. Auf Figls Akt stand das Kürzel „VG“, was eine Anklage wegen Hochverrats vor dem Volksgerichtshof bedeutete. Dort saß er monatelang in der Todeszelle des Volksgerichtshofs, wurde drei Mal, jedes Mal den Tod vor Augen, dem Richter vorgeführt. 

Der Zusammenbruch der NS-Herrschaft rettete Figl vor der Exekution. Beim Vorrücken der Roten Armee wurden er und andere Todeskandidaten am 6. April 1945 vom Landesgericht entlassen. Zuvor ging er noch von Zelle zu Zelle, um die aufgebrachten Häftlinge zu beruhigen und von Übergriffen auf ihre ehemaligen Bewacher abzuhalten. 

Erster Bundeskanzler der Zweiten Republik

Nach den ersten Nationalratswahlen wurde Figl am 20. Dezember 1945 von Karl Renner, der am gleichen Tag zum Bundespräsidenten gewählt worden war, zum ersten Bundeskanzler der Zweiten Republik ernannt.

Am 21. Dezember 1945 gab Figl seine Regierungserklärung im Parlament ab. 

Am 24. Dezember richtete er dann via Radio eine Weihnachtsbotschaft an die Österreicher. 

„Ich kann Euch zu Weihnachten nichts geben, ich kann Euch für den Christbaum, wenn ihr überhaupt einen habt, keine Kerzen geben, kein Stück Brot, keine Kohle zum Heizen, kein Glas zum Einschneiden. Wir haben nichts. Ich kann Euch nur bitten, glaubt an dieses Österreich!“

1946 wurde Figl zum Dr. h. c. der Technischen Hochschule Wien ernannt, 1948 zum Dr. h. c. der Hochschule für Bodenkultur Wien.

Außenminister des Staatsvertrags

Am 2. April 1953 wurde Figl nach ÖVP-interner Kritik an seiner zu großen Kompromissbereitschaft gegenüber der SPÖ als Bundeskanzler von Julius Raab abgelöst. Figl wurde am 26. November 1953 als Nachfolger von Karl Gruber Außenminister der Bundesregierung Raab I und hatte als solcher großen Anteil am Abschluss des Staatsvertrags.

Nach dessen Unterzeichnung am 15. Mai 1955 im Schloss Belvedere in Wien, bei der er für Österreich unterschrieb, sprach Außenminister Figl die Worte: Österreich ist frei!“ und zeigte den jubelnden Zuschauern den Vertrag vom Balkon des Schlosses aus. Dann nahm er die Hände der vier Außenminister DullesMolotowMacmillan und Pinay und legte sie ineinander. (Figls berühmte Worte fielen allerdings nicht, wie aus Filmreportagen meist geschlossen wird, auf dem Balkon des Belvederes, wo keine Lautsprecher installiert worden waren, sondern im Marmorsaal, wo die Unterzeichnung stattfand.)

Nationalratspräsident und Landeshauptmann

Von 1959 bis 1962 war Figl Nationalratspräsident, danach 1962 bis 1965 Landeshauptmann von Niederösterreich.

Beim Besuch von Chruschtschow 1960 in Figls engerer Heimat, dem Tullnerfeld, kam es zur Kukuruzwette,bei der es darum ging, ob, wie von Chruschtschow behauptet, der russische Mais (Kukuruz) wirklich zehnmal ertragreicher sei als der österreichische. Figl wettete, dass der Mais im Tullnerfeld ebenso gut sei wie jener in der Ukraine und gewann 1961 die Wette, das vereinbarte Schwein bekam er allerdings nie. 

Er blieb bis 1959 in der Regierung. Danach zog er sich aus der Politik zurück und arbeitete als Wirtschaftsjournalist. Er starb am 9. Mai 1965 in Wien.

2020 strebte die Diözöse St. Pölten ein Verfahren zur Seligsprechung an.Dieses ist zur Zeit (2023) noch im Gange.

Quelle: Wikipedia

 

Zum Cache: 

Ihr steht vor dem Leopold Figl Museum in Rust.

Besuchsmöglichkeit
 Nur gegen telefonische Voranmeldung bei der Museumsbetreuerin, Frau Kornhofer, unter der Telefonnummer 02275/4272 oder im Gemeindeamt Michelhausen unter 02275/5241.
 Von 1. November bis Ende Februar ist das Museum geschlossen!

 

Zum Nachdenken: 100m entfernt,ebenfalls in Rust steht neben dem Kriegerdenkmal in der Kirchengasse eine Tafel mit einer Luftbildaufnahme, auf der man sehen kann, wie stark das Tullnerfeld im 2. Weltkrieg beschossen wurde. 

Additional Hints (Decrypt)

Rvare vfg naqref

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)