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Feuerstein an der Ostsee EarthCache

Hidden : 4/18/2023
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Feuerstein an der Ostsee 

 

ACHTUNG! 

Dieser Earth Cache liegt direkt an der Ostsee. Es können je nach Wetterlage und Jahreszeit hohe Wellen entstehen!

 

Zuallererst möchte ich mich bei dem Team ProjectIceCrystal & Team Tequila Luigi bedanken, die mich sowohl bei der Erstellung dieses EarthCaches unterstützt haben, als mir auch mit ihrem EarthCache „Schwarzer Feuerstein“ GC6YWN4 , der an der Nordsee in Niedersachsen liegt die Idee für diesen Cache geliefert haben und mir erlaubt haben diesen Cache so zu veröffentlichen. 

 

Die Ostsee oder auch häufig Baltisches Meer genannt gehört zum Atlantischen Ozean und liegt in Nordosteuropa zwischen Skandinavien und dem Namensgeber dem Baltikum. Die Ostsee bildet auch einen Großteil der deutschen Küste in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern. 

Eines der meistvertretenden Gesteine ​​​​in der Ostsee ist der Feuerstein, um den es in diesem EarthCache auch gehen soll:  

Erst einmal sei gesagt, dass der Name Feuerstein von der Eigenschaft herrührt, dass man mit ihm Feuer entfachen kann. Dies funktioniert, indem man mit einem Stück Pyrit (Katzengold) auf den Feuerstein schlägt, da so durch die kinetische Energie (Bewegungsenergie) Wärme erzeugt wird, die in dem Moment in thermische Energie umgewandelt wird. Hier passiert auch die „Verbrennung“ des Pyrits, wodurch man die heißen Funken erhält.

Der Feuerstein oder auch „Flint“ oder „Silex“ genannt, zählt zu den Sedimentgesteinen (Ablagerungsgesteinen), die hauptsächlich in der untersten Tertiär (Danium) und der Oberkreidezeit im Meer gebildet wurden und zu den heutigen Fundorten vor allem durch die Gletscher und Schmelzwässer des Eiszeitalters gelangten. An Deutschlands Küsten sind vor allem Feuersteinquellen in der Kreide von Helgoland Düne, in den Kreidefelsen auf Rügen oder in Lägerdorf (Schleswig-Holstein) zu finden. Aber neben dieser Quelle und aus Skandinavischem Gebiet liefern auch die Kreidekliffs an der englischen und französischen Küste Feuersteine. Feuersteine, die an der Ostseeküste gefunden werden, werden auch „Baltischer Feuerstein“ genannt. Die Dichte dieses Gesteins beträgt etwa 2,5g/cm3. In Steilwänden können Feuersteine ​​ganze „Linien“ bilden, die meist in regelmäßigen Schichten auftreten. An den Strand gelangen häufig auch Feuersteine ​​​​durch das Abrutschen der Steilwände (ca. 50 cm pro Jahr) an die deutschen Küsten. Bei Stürmen oder Hochwassern wird der darüberliegende Sand weggespült und die darunter/darinliegenden Steine ​​werden frei und ihr könnt sie entdecken.

Die Farbe von Feuerstein variiert sehr stark, sodass man diese in Grau über Braun, Beige und Schwarz bis hin zu einem grünen Farbton oder Rot finden kann, wobei am häufigsten Schwarzer Feuerstein zu finden ist, am seltensten Grün. Durch Verwitterung wird die Farbe des Feuersteins immer milchiger. Hellere Farbgebungen sind auch durch enthaltene Gase oder Wasser entstanden. Egal welche visuelle Farbe der Feuerstein hat, er hat immer eine weiße Strichfarbe. Das bedeutet, dass, wenn man diesen über eine unglasierte Porzellantafel zieht, an dieser weißen Striche zurückbleiben. Roter Feuerstein lässt sich hier in Mitteleuropa vor allem auf der deutschen Insel Helgoland finden. Hier habt ihr einmal ein Bild von Feuersteinen, die man hier am Strand von Hohenfelde nach kurzer Suche finden kann: 

(Quelle: Eigene Funde und Eigene Aufnahme)

Warum aber gibt es diese verschiedenen Farben?

Feuerstein besteht hauptsächlich aus den chemischen Elementen Silizium, Sauerstoff und Wasserstoff (SiO2 + H2O). 

Damit hat Feuerstein rein chemisch gesehen dieselbe Zusammensetzung wie Quarzsand oder Bergkristall. 

Die unterschiedlichen Farben entstanden durch natürliche Beimengungen von organischem Material oder mineralischen Komponenten, häufig in Form von Metallen. 

Wie bereits erwähnt findet man (auch an diesem Strand) Feuersteine ​​​​​​mit einer schwarzen Färbung. Diese Färbung entsteht durch die Einlagerung von Kohlenstoff (C) im Ausgangsmaterial des Feuersteins.

Bräunliche Färbungen treten durch Beimischung von Goethit als Eisenoxidhydrat oder Hämatit (FeO2) hervor. 

Die Entstehung eines solchen Feuersteins verläuft in mehreren Stadien: Die Entstehung von Feuersteinen begann vor etwa 145 Millionen Jahren um die Wende der Jura zur Kreidezeit. Die zu dieser Zeit im Meerwasser befindlichen sowohl anorganischen z. B. verwittertes Silikatgestein, das heißt nicht von Lebewesen stammenden Substanzen, als auch organische wie Coccolithen (Kalkalgen), Diatomeen (Kieselalgen) oder Radiolarien (Einzeller), also von Lebewesen stammende Substanzen, die sich am Meeresboden ablagerten, lieferten das Ausgangsmaterial für die Feuersteine. Dies waren zumeist Skelette von Kieselschwämmen oder Kieselalgen, manchmal aber auch Muscheln.

Im ersten Stadium der Entstehung festigt sich Kieselsäure (Siliziumdioxid mit Wasser) zu einem Art Gel, wobei das enthaltene Wasser nach außen abgegeben wird. Dabei entsteht ein amorpher Opal, also ein Opal, bei dem die Atome keine geordneten Strukturen, sondern ein unregelmäßiges Gebilde ohne jegliche Kristallstruktur bilden. Infolge des Verlustes von Kristallwasser bildet sich manchmal auf der Oberfläche eine weiße Kruste. Diese wird häufig "Rinde" oder "Cortex" genannt. Im zweiten und letzten Stadium bildet sich aus dem amorphen Opal, Porzellanit, der ein unregelmäßiger, jetzt aber kristalliner Opal ist. Das bedeutet, wenn die Verfestigung des ehemaligen Gels vollständig abgeschlossen ist, sind alle organischen Materialien die im Gestein vollständig durch das Siliziumdioxid ersetzt und ist jetzt Stein. Das ist auch der Grund, also durch die organische Beteiligung bei der Bildung von Feuersteinen, warum es möglich ist, vollständig erhaltene Fossilien von beispielsweise Muscheln, Seeigeln oder Korallenteilen zu finden, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist:

(Quelle: Eigene Funde von diesem Strand und Eigene Aufnahmen)

Gerade an diesem Strand findet man häufig Fossilien in den Feuersteinen, man muss nur genau schauen und lange genug danach suchen.

Weltweit befinden sich die Vorkommen von Feuersteinen fast ausschließlich in Küstennähe oder in Heidegebieten, die vor Millionen von Jahren einmal Meere waren. Sie können aber auch entlang der „Feuersteinlinie“ gefunden werden (diese verläuft westlich des Niederrheins, bis zum Harz und an Dresden vorbei), welche eine Markierung, bzw.die weiteste Ausdehnung des skandinavischen Eisschildes ist.

Allerdings findet man südlich und südwestlich dieser Linie keine Feuersteine ​​mehr, da sie mit diesem Eisschild zusammen mit anderen Gesteinen hierhin transportiert wurden.

 Wenn ein Feuerstein bricht, weist der Feuerstein auch „Schlagwellen“ auf, die sogenannten „Wallner-Linien“. Feuersteine ​​haben eine vergleichsweise große Härte: 6-7 (Mohshärte). Mohshärte ist die Methode, um die Härte eines Materials zu ermitteln, benannt nach dem Mineralogen Friedrich Mohs.

 

In der Steinzeit wurde der Feuerstein als Waffe oder als Klinge für Erntegeräte eingesetzt. Die Feuersteine ​​​​wurden mittlerweile in richtigen „Feuersteinbergwerken“, die sogar zum Teil Untertage waren (Schächte bis 10m Tiefe), abgebaut. 

Auch die Menschen „der heutigen Zeit“ verwendeten Feuersteine: Nämlich in sogenannten Steinschlosswaffen vom 16.- bis zum 19.Jahrhundert (seit 1515). Der Feuerstein ist auch als Baumaterial für viele Arten von Häusern genutzt worden, vor allem im heutigen England. Viele dieser Gebäude stehen auch heute noch und können besichtigt werden, wie zum Beispiel die Saint Mary's Church in Hadleigh.

Sie dienen auch als Glücksbringer, vor allem wenn es sich um einen sogenannten Hühnergott handelt. Feuersteine ​​kommen im Straßenbau in zermahlener Form dem Asphalt beigemischt zum Einsatz, um die Reflexionen von Straßenbelägen größtmöglich zu minimieren.

 

(Quellen: vgl.

https://www.planet-schule.de/schwerpunkt/frage-trifft-antwort/wie-machten-die-steinzeitmenschen-feuer-film-100.html, https://www.pfahlbau.at /feuerstein/​​​​​​, https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerstein, https://www .chemie.de/lexikon/Feuerstein.html, https://www.tessloff.com/was -ist-was/geschichte/steinzeit/wie-haben-die-steinzeitmenschen-feuer-gemacht.html, https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Feuerstein, https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=3&l=F&name=Feuerstein, https://www.ostsee.de/strandfunde-fundstuecke/feuersteine. html​​​​, https://www.chemie.de/lexikon/Feuerstein.html,  https://www.chemieunterricht.de/dc2/pyrit/inhalt1.html) 

 

Eure Aufgaben  

Um diesen Cache loggen zu dürfen, musst du die folgenden Aufgaben erledigen: 

(Bitte  sendet mir eure Antworten am besten über eine GC-Nachricht über das Messaging Center von  www.geocaching.com  zu, bei E-Mails bitte immer eine eigene Mailadresse mit anfügen, damit ich mich melden kann, falls etwas falsch sein sollte.  Hängt verlangte Fotos bitte eurem Log an. Sobald ihr eure Antworten abgeschickt habt dürft ihr sofort loggen, es muss auf keine Rückantwort gewartet werden!


Wenn eine eurer Antworten nicht richtig ist werde ich mich nochmal bei euch melden.

 

Also… hier eure eigentlichen Aufgaben: 

Begebt euch zur Bearbeitung etwa zu den im Listing angegebenen Koordinaten, ihr müsst nicht so weit laufen, wenn ihr nicht wollt. Hier befindet sich ein Strand, an dem Feuersteine ​​angespült werden.

Ihr müsst auch nachher noch nach Schönberg einen Teil der Berliner Mauer besuchen, oder den Wellenbrecher (siehe Wegpunkte) aber ihr braucht vorher noch eigene Feuersteine ​​​​vom Hohenfelder Strand.

IHR MÜSST ENTWEDER AUFGABE 6 ODER 7 BEARBEITEN. Nicht zwingend beides, die Geologisch interessierten sollten beides machen ;-)

  1. Sucht am Hohenfelder Strand nach einem Feuerstein in der Farbe und Größe eurer Wahl 

  1. Ist es möglich, dass ihr in/an eurem Fundstück Fossilien oder Einschlüsse entdecken könnt und warum ist das so ? Lupe hilft hier! (Bitte begründen) 

  1. Könnt ihr auf eurem Feuerstein Muster erkennen? Wenn ja, wie sehen diese aus? Eine Lupe hilft hier 

  1. Nehmt einen anderen Stein, der kein Feuerstein ist und reibt euer Fundstück ein bisschen darüber. 

Was fällt euch hier auf? Beschreibt bitte so genau wie möglich. 

  1. Erkläre die Farbgebung deines Feuersteins, bzw. Wodurch sie hervorgerufen wurde

  2. Geht oder Fahrt nun zu dem vorgegebenen Wegpunkt zum Original Mauerstück der Berliner Mauer in Schönberg. Parkt bitte auf dem Baumarkt/Supermarkt Parkplatz gegenüber. Sind in dem Segment der Mauer Feuersteine ​​zu erkennen? Wenn ja Vergleiche diese mit deinen Funden. Kannst du Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede erkennen?   

  3. Wer den weiten Weg nicht auf sich nehmen will, darf alternativ den Wellenbrecher (Betonteil, das Abtragung des Sandes verhindern soll und die Küste schützen soll) am Hohenfelder Strand auf Feuersteine untersuchen. Siehe dazu den anderen Wegpunkt. Erkennst du dort Feuersteine im Beton? Kannst du Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen deinen und diesen Feuersteinen erkennen?

  4.   Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch, eurem GPS-Gerät, einem Logzettel mit eurem Geocacher Nickname oder einem anderen klar erkennbaren euch zuordnungsbaren Gegenstand bei dem Teilstück der Berliner Mauer oder dem Wellenbrecher an (Logs ohne Fotos dürfen gelöscht werden)

  5. (Freiwillig) Macht ein Foto von euren Fundstücken und hängt es eurem Online-Log an ;-) 

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem EarthCache  

 

Zuletzt geändert im September 2023

 

Additional Hints (Decrypt)

Vue züffg RAGJRQRE Nhstnor 6 BQRE Nhstnor 7 orneorvgra haq qnaa cnffraq qnmh Nhstnor 8 (Sbgb orvz iba rhpu nhftrfhpugra Bowrxg)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)