Salbeiblüte (© Hans Sonnenberg)
Die Alte Schule Prieros - anfängliche Geschichte
Im Jahre 1890 errichtet, wurde das Gebäude als Küster- und Schulhaus konzipiert. Im Erdgeschoss befand sich neben dem Schulraum auch die Lehrerwohnung. Im ausgebauten Dachgeschoss fand eine weitere Wohnung Platz.
Innerhalb weniger Jahre stieg die Schülerzahl schnell an. 10 Jahre nach der Eröffnung lernten hier bereits 140 SchülerInnen. Eine Erweiterung des Schulgebäudes war notwendig. Der Anbau umfasste ein Treppenhauses, eine weiteren Schulstube, die Erweiterung des Aborts und eine Wohnung im ausgebauten Dachgeschoss. Mit dem Erweiterungsbau entstand der rechte Eingang und die attraktive Fassade, die Dank ihrer großen Fenster gute Belichtungsverhältnisse in der neuen Schulstube schuf. In dieser Form blieb die Schule für ein gutes halbes Jahrhundert bestehen.
Nach dem zweiten Weltkrieg
In den 50er Jahren wurde die Prieroser Schule zur Zentralschule umgebaut. Im Frühjahr 1953 wurde das neben der Schule gelegene Fachwerkgebäude aufgestellt. Es beherbergte ein Klassenzimmer, einen Physikraum und ein Lehrmittelzimmer. Weiterhin waren im Obergeschoss, also in den ursprünglichen Wohnungen, weitere drei Klassenräume untergebracht. Doch auch diese Räumlichkeiten reichten nicht aus, um die SchülerInnen der Nachbarorte aufzunehmen.
So wurde geplant, das ursprüngliche Scheunen- und Stallgebäude zu einem Gebäude mit vier Klassenräumen zu entwickeln. Da die bewilligten Gelder hierfür nicht reichten, wurden von Lehrern und SchülerInnen in „freiwilligen“ Arbeitsstunden Ziegel aus der verfallenden Ziegelei Streganz geborgen, so dass im Februar 1954 das neue Gebäude bezogen werden konnte. Nach weiteren Umbauten wurde die Schulnutzung schließlich aufgegeben.
Nutzung als Naturschutzzentrum
Mit der Übernahme durch den NABU Dahmeland e. V. 1992 erhielt die Schule mit ihrer Umnutzung zum Naturschutzzentrum eine neue Zweckbestimmung. Nun beherbergt der Gebäudekomplex neben dem Verwaltungssitz des Naturparks Dahme-Heideseen und den Büros von Naturwacht und NABU einen Versammlungsraum sowie eine interessante Ausstellung rund um den Naturpark und die Region im Infopunkt.
Zwischen der historischen Kirche und dem Schulensemble entstand eine Parkanlage. Ein Hingucker ist hier die im Frühsommer blühende Salbeiwiese. Es lohnt sich aber das ganze Jahr über, an der "Alten Schule" vorbei zu gucken. Es gibt hier immer etwas zu entdecken und zu lernen. Zumal die heutige Nutzung immer auch einen Hauch der früheren Schulzeit bewahrt.
Der Cache ist leicht zu erreichen, man brauch daher keine spezielle Ausrüstung. Genießt die schöne Aussicht und schaut euch bei Gelegenheit gerne die Ausstellung im Infopunkt an. Sollte der Infopunkt nicht besetzt sein, klingelt einfach bei der Naturparkverwaltung (rechte grüne Tür der alten Schule). Die Mitarbeiter sind eingeweiht und schließen euch gerne auf.
Eventuelle Muggelgefahr!