Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Ahrmündung und das gegenüber liegende Linz.
Die mit einem Dach versehene und aus Bongossi-Holz gefertigte alte Brücke wurde bei dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 stark beschädigt. Das Bauwerk hatte sich verzogen sowie durch Einwirkung größeren Treibguts (ein großer Baum drang direkt in das Bauwerk ein) geneigt. Eine baufachliche und statische Prüfung ergab, dass die Schäden irreversibel sind. Die Brücke wurde deshalb abgerissen, damit später ein Ersatzbau realisiert werden kann. Ab August 1988 war die 40 Meter lange und 49 Tonnen schwere Brücke, deren Bau 600.000 D-Mark gekostet hatte, Bestandteil des Rhein-Radwegs - als Nachfolgerin eines Brückenstegs, der im November 1984 von einem schweren Hochwasser zerstört worden war.
Die Bauteile für die temporären Brücken, die anstelle des bei beim Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 zerstörten Christinenstegs und der Brücke an der Ahrmündung aufgebaut werden sollen, wurden am Donnerstag, 24. März 2022, angeliefert. Die neuen Brücken werden deutlich höher gebaut als die bisherigen Bauwerke; deshalb müssen auch die Zuwegungen neu geplant werden. Die Teile für die temporäre Brücke an der Ahrmündung wurden zunächst zwischengelagert, da dort aufgrund der Bedingungen im Naturschutzgebiet sowie der Anbindung an den in diesem Bereich zerstörten Rheinradweg Ende März 2022 noch Abstimmungen mit den zuständigen Behörden liefen.
Als vorübergehenden Ersatz für ihre 49 Tonnen wiegende Vorgängerin haben Einheiten des THW am 25. September 2022, einem Sonntag, mit einem Schwerlastkran eine Stahlbrücke in die zuvor gebauten Lager eingehoben. 40 THW-Mitglieder aus Neustadt an der Weinstraße, Witten, Kaiserslautern und Sinzig waren dabei im Einsatz. Das Brückenbauwerk wurde in England gefertigt und vor Ort in Sinzig montiert. Nach dem Einsetzen brachten die Helfer des THW die Fahrbahnplatten in das Stahlgerüst ein. Damit die Behelfsbrücke gebaut werden konnte, war eine Vereinbarung zwischen der Stadt Sinzig als Baulastträgerin von Brücke, Geh- und Radweg und dem Landesbetrieb Mobilität als ausführender Stelle für die Baumaßnahme abzuschließen. Der Ersatzbau wurde baufachlich vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) begleitet. Planung, Ausschreibung und Realisierung wurden vom Landesbetrieb koordiniert und überwacht. Die Ersatzbrücke, die baugleich mit dem zwei Kilometer oberhalb stehenden Christinensteg ist, hat eine Länge von 40 Metern, ein Gewicht von 40 Tonnen und eine nutzbare Breite von 2,50 Metern. Die Behelfsbrücke kostete eine halbe Million Euro.
Quelle: AW-Wiki