Erstmals wurde Blexen urkundlich erwähnt als Pleccateshem (Heim der Blitze) im Jahre 789 aus Anlass des Todes des Bischofs Willehad.
Zu dem Zeitpunkt lag Blexen, noch abgetrennt vom Festland durch das Flüsschen Heete, auf einer Insel.
Zum Vergleich: Berlin feierte 1987 sein 750 jähriges Stadtjubiläum!
Blexen gehörte im Mittelalter zur autonomen friesischen Landesgemeinde Rüstringen, der terra Rustringie.
Nach außen hin wurden die Landesgemeinden durch die redjeven vertreten.
Im Juni 1220 schließen 16 Rüstringer Vertreter einen Vertrag mit der Stadt Bremen, um die Rechtssicherheit zu erhöhen und den Handelsverkehr zu regeln.
Zu ihnen gehörte auch Thancte de Blekence (Blexen).
Im Jahr 1400 musste die Blexer Kirche den Bremern überlassen werden, die gegen die Likedeeler (unter anderem gegen Klaus Störtebeker) und aufständischen friesischen Hovetlinge zu Felde zogen.
Die Butjadinger Häuptlinge erhoben sich gegen die Bremer und nutzten ihrerseits die Kirchen als Befestigungsanlagen, so auch der Blexer Häuptling Egge Herings, der 1419 von den Bremern geschlagen wurde.
1878 wurde in der Postagentur Blexen das erste Telefon im Großherzogtum Oldenburg in Betrieb genommen.
Es verband die Station mit dem Telegrafenamt in Nordenham. Zur Zeit der großen Auswanderungen Ende des 19. Jahrhunderts, die von Bremerhaven erfolgten, wurde Blexen scherzhaft auch als „das letzte Dorf vor Amerika“ bezeichnet.
Im Zuge der oldenburgischen Verwaltungsreform verlor Blexen am 27. März 1933 seine Selbstständigkeit und wurde in die Stadt Nordenham eingemeindet.
Heute zeichnet sich Blexen durch ein aktives Dorfleben aus dessen Vereine (Bürgerverein, Siedler, Kleingartenverein, Segelflieger, Blexer Turnerbund, Klootschießer, Förderverein der Grundschule, Ev.-luth. Kirchengemeinde….) durch die Dorfgemeinschaft vertreten werden.
Für das Zahlenschloss benötigt ihr als erste Zahl die Quersumme der Bundesstraße