SCHLENKEN-LAWINE

Da am Fuße des Schlenkens der Berg nun mit Schitouren beworben wird, kann/darf/muss man sich auch mit dem Phänomen Lawine beschäftigen. In der Schlenkenrinne geht bei viel Schnee mitunter auch eine Lawine ab, die bis auf die Forststraße reicht, die auf die Schlenkenalmen führt und die Schneereste bis in den Frühling zu sehen sind.
Für einen unbedenklichen Schispaß gehört eine ordentliche Tourenvorbereitung, gute Ausrüstung und die Beachtung der Lawinenwarnstufen:
- Stufe 1: gering, Lawinenauslösung ist nur bei großer Zusatzbelastung in wenigen, extremen Steilhängen möglich.
- Stufe 2: mäßig, Lawinenauslösung ist bei großer Zusatzbelastung in wenigen Steilhängen wahrscheinlich.
- Stufe 3: erheblich, Lawinenauslösung ist bei geringer Zusatzbelastung in angegebenen Steilhängen wahrscheinlich
- Stufe 4: groß, Lawinenauslösung ist ist in angegebenen Steilhängen und Gletschern wahrscheinlich.
- Stufe 5: sehr groß, unerwartet ist mit vielen, großen Lawinen auch an mäßig steilen Hängen zu rechnen.
Ein Detail am Rande: die meisten Verunglückten gibt es bei Lawinenwarnstufe 3.
Hangneigung & Hangexposition müssen bei der Beurteilung berücksichtigt werden. Je steiler ein Hang, desto leichter kann eine Lawine ausgelöst werden. Bei Hängen steiler als 30 Grad passieren die meisten Lawinenunfälle. Schattige Hänge mit Nordausrichtung sind ebenso häufiger lawinengefährdet als südseitig ausgerichtete. Sonneneinstrahlung südseitig führt dazu, dass sich der Schnee schneller setzt und stabilisiert, während in Nordhängen der Schnee eher unverfestigt uns locker bleibt.
Eine gute Schitouren-Ausrüstung besteht in der Regel aus drei Komponenten:
- Lawinensuchgerät (eingeschalten!)
- Lawinensonde
- Lawinenschaufel
Hilfreich sind im weiteren Lawinenrucksäcke mit einem Airbag-System. Ein großes Luftkissen wird ähnlich wie beim Airbag im Auto aufgeblasen und soll helfen, in der Lawine aufzuschwimmen und nicht begraben zu werden.
Kommt man in eine Lawine kann man versuchen,
- wenn möglich noch vorher seitlich aus der Lawine raus zu fahren
-Schistöcke abzuwerfen (Stichverletzungen)
-sobald sich die Lawine verlangsamt, sich mit den Händen vor Nase und Mund eine Atemhöhle zu wölben.
-das wichtigste ist jedoch, sich an der Oberfläche zu halten, am besten mit Schwimmbewegungen.
Für die Schiabfahrt muss die Schlenkenrinne nicht befahren werden, man quert sie ziemlich weit oben unterhalb einiger Latschen. Der Abfahrthang vom Gipfelkreuz zu den Schlenkenalmen ist im Untergrund mit Steinen durchsetzt, die mit der Schneedecke nicht zu sehen sind, daher ist ein Helm dringend anzuraten.
(Das Listing erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!)
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Caches ist mit keiner Schneelawine in der Schlenkenrinne zu rechnen!
Happy Hunting!