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Pseudogley in Schwabach EarthCache

Hidden : 5/24/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Pseudogley in Schwabach - Bayerns Boden des Jahres 2015

 

Bayerns Boden des Jahres 2015 ist der Pseudogley im mittelfränkischen Schwabach. Die Stadt Schwabach hat am Leitelshofer Weg im Wald die größte begehbare Bodengrube der Region errichtet und in den Naturspaziergang Schwabach integriert.

Die Grube gibt einen Einblick in die Beschaffenheit dieses Waldbodens – einem Pseudogley. Eine Schautafel erläutert die Entstehung der Böden, stellt die Lebewesen darin vor und erklärt die Bedeutung der Böden für die Natur und für uns Menschen.

Der Pseudogley in Schwabach hat sich aus 230 Millionen Jahre alten Flussablagerungen durch Verwitterung gebildet. Bei starken Regenfällen transportierten die Flüsse damals riesige Mengen Sand; in ruhigeren Zeiten sanken auch die feinsten Treibstoffe als Ton oder Schlick zu Boden. So entstand im Laufe der Zeit eine Wechselfolge von Sand und wasserundurchlässigen Tonlagen.

Bei den damals durchgeführten Grabungsarbeiten des Bayerische Landesamts für Umwelt & Geologie stellte sich heraus, dass hier ein besonderer, seltener Bodentyp vorliegt: eine Schicht, die in der Eiszeit entstanden ist, und als Melm bezeichnet wird. Dies war der Anlass für die detaillierten Untersuchungen und anlegen dieser Bodengrube im Schulwald.

 

Was sind Bodenhorizonte allgemein?

Für die Bodenbildung ist das Material – Sand, Lehm, Ton – wichtig. Jeder Boden besteht aus mehreren Schichten, sogenannte Bodenhorizonte. Das Alter des Materials spielt keine Rolle.

 

Aufbau von Bodenprofilen bzw. Horizonten

Bodenprofile bzw. Horizonte bestehen aus mehreren Schichten. Hier bildet verwittertes Ausgangsgestein die Grundlage. Dann folgen mehrere Bodenhorizonte. Ton-Sand-Wechselfolgen sind vor allem in Franken, zwischen Steigerwald, Frankenhöhe und der Fränkischen Alb weit verbreitet.

Im Profil der Bodengrube sind verschieden Bodenschichten aufgeschlossen: Oberboden humos), darunter eine hellere, graue Schicht: diese besteht hauptsächlich aus Melm (eiszeitliche Entstehung), sie besteht aus einheitlich großen, schluffigen Partikeln (Korngröße zwischen Sand und Ton). Besonderheit: da diese Landschaft nie als Ackerland genutzt wurde, sondern immer mit Wald bedeckt war, hat sich dort dieser natürliche Boden seit der Eiszeit unverändert erhalten können.

Auf der Schautafel sind diese sehr gut beschrieben.

 

Welche Bodenhorizonte erkennt man hier?

Hier erkennt man sehr gut ein fossiler Stauwasserboden, ein fossiler Unterbodenhorizont, ein mineralischer Unterbodenhorizont, ein zeitweise stauwasserführender Horizont, ein mineralischer Oberboden und organische Auflagen.

Unter dieser eiszeitlichen Schicht sieht man den mineralischen Unterboden, der durch Verwitterung des geologischen Untergrunds entstanden und durch Wasser und chemische Prozesse umgeformt wurde. Dadurch entstehen die typischen, rostbraunen oder hellen Flecken, die man auch im Bodenprofil entdecken kann (Pseudogley). Ganz unten in der Bodengrube kann man das verwitterte Ausgangsgestein, den während der Trias vor mehr als 200 Mio Jahren entstandenen Keupersandstein, sehen.

 

Aber was ist ein Pseudogley überhaupt?

Bei einem echten Gley kommt das Wasser von unten, er ist ständig vom Grundwasser beeinflusst. Beim Pseudo-Gley sind einzelne Bodenschichten so dicht, das kein Regenwasser durchdringt und sich darüber staut.

Andersrum können diese Böden die Feuchtigkeit nicht lange speichern und Wurzeln vertrocknen.

Pseudogleye sind oft wie eine Torte geschichtet. Dabei sind einzelne Schichten so dicht, dass das Regenwasser nicht durchdringt und sich darüber staut. Die Pflanzenwurzeln stehen dann im Nass.

Dieser extreme Feuchtewechsel führt zur Umverteilung von Eisen und Mangan und ist für viele Pflanzen sehr ungünstig.

Sie sind als Acker- oder Gartenboden wenig geeignet. Sie werden deshalb häufig mit Wald bestockt.

Deshalb konnte sich diese Bodenart hier bilden.

 

Quelle: Infotafel Stadt Schwabach

Foto: eigene

 

Nun beantworte die Fragen :

1. Schaue dir den Pseudogley genau an? Schätze wie dick die einzelnen Schichten sind?

2. Wie fühlt sich die hellere, graue Schicht an? Wie groß sind die einzelnen Partikel?

3. Wieviele Schichten kannst du erkennen?

4. Wie sieht das Ausgangsgestein aus?

5. Mache ein Foto von dir oder deinem Avatar vor dem Pseudogley!

 

Du darfst sofort loggen, wenn etwas nicht stimmt melde ich mich!

 

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