
Mit Hilfe der Erinnerungen vieler geschichtsaffiner Lausitzer Bürger wurde, unterstützt durch Förderprogramme, in den Regionen Westlausitz und Bautzener Oberland im Jahre 2020 ein Audioguide samt App fertiggestellt. Und zwar soll an 6 verschiedenen Orten der Oberlausitz erzählt werden, wie sich die Industrie in diesen Orten ansiedelte und diese für lange Zeit prägte. Das sind im Einzelnen:
• Bischofswerda • Kirschau
• Demitz-Thumitz • Obergurig
• Großröhrsdorf • Pulsnitz
In jedem dieser Orte wird auf 6 Persönlichkeiten oder Industriedenkmäler näher eingegangen. So werden interessante Geschichten über Pfefferküchlereien, Steinbrüche, Bandwebereien oder über die in alle Welt exportierten Mähdrescher erzählt. Alles made in Oberlausitz. Der eine oder andere wird sich daran noch sicher erinnern können.
Aber nun endlich zum Cache selbst. Allen geschichtsinteressierten Cachern möchte ich die (ehemaligen) Industriezweige sowie die wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt mal etwas näher bringen. Euch erwartet eine Reise in längst vergangene Zeiten, gepaart mit einem Stadtrundgang von etwa 3 km Länge plus eventuell der Weg zurück zum Auto. Bei diesem Multi werden 6 Stationen plus Finale besucht. Alle Stationen sind bequem zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen, nur am Finale muss man mal die Böschung hoch. Dort benötigt ihr einen Magnetheber. So ungefähr sieht eure Route aus:

An jeder Station findet ihr folgende Tafel:

Mit dem QR-Code ist die offizielle Website der Industriekultur-Route verlinkt:
https://www.industriekultur-oberlausitz.de/bischofswerda.html
Hier findet man viele weitere nützliche Informationen, unter anderem auch verschiedene Videos. Darüber hinaus gibt es noch einen Audioguide, der in der zugehörigen App mit dem Namen "Industriekultur der Region" im Google Playstore oder im Apple App Store zu finden ist. Klickt nach dem Start einfach auf "Audioguide-Tour wählen", dann auf „Bischofswerda“. Diese App wird aber nicht zum Finden dieses Geocaches benötigt, sondern dient lediglich der eigenen Horizonterweiterung.
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pbschubert.industriekultur
https://apps.apple.com/de/app/industriekultur-der-region/id1530162380
Warum verweise ich darauf? Nun, dieser Audioguide erzählt an jeder Station eine spannende Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So wird aus dem bewegten Leben Carl Lohses ebenso erzählt wie über den Stoff, aus dem Träume geschneidert sind. Ich hatte dazu an jeder Station eine Frage aus dem Audioguide vorbereitet. Leider entsprach das nicht den Geocaching-Richtlinien und so musste ich mit großem Bedauern drauf verzichten. Was bleibt ist ein Rundgang an jene Stellen der Stadt, die diese einst industriell geprägt haben.
An jeder Station ist eine sehr einfach gehaltene Frage zu beantworten. Damit erhaltet ihr die Werte für B, D, F, H, K und M. Ich würde mich dennoch freuen, wenn ihr diesen Multi nicht nur für eure Statistik absolviert, sondern trotzdem euch die Geschichten mal anhört, gern auch vom heimischen Sofa. Diese dauern jeweils auch nur wenige Minuten. Schreibt doch einfach mal in eurem Log, über welche Story ihr euch am meisten gewundert habt. Da sieht man auch gleich einmal, wer alles noch ein Listing bis zu Ende liest ;-)
Kostenloser Parkplatz: N51°7.821 E14°10.634
Von hier aus ist es nicht weit bis zur ersten Station.
Station 1: Alter Friedhof, N51°7.804 E14°10.805
Hier findet ihr auch die zugehörige Infotafel zur gesamten Runde. Gut 25 Meter weiter östlich befindet sich gegenüber der Wäscherei der Friedhof.
Frage: Wieviele Löcher sind zwischen der Carl-Lohse-Galerie und dem Herrmannstift? Deren Anzahl ist B.
Station 2: Carl-Lohse-Galerie, N51°7.629 E14°10.729
Ein Besuch der Galerie im Bischofsitz lohnt sich auf jeden Fall, denn hier gibt es einige der expressionistischen Gemälde Carl Lohses zu sehen. In eurem Rücken seht ihr sein Geburtshaus.
Frage: Wieviele Löwenköpfe seht ihr an der Fassade von Carl Lohses Geburtshaus? Deren Anzahl ist D.
Station 3: Herrmannstift, N51°7.519 E14°10.984
Hier bin ich früher als kleiner Steppke in den Kindergarten gegangen. Nach einigen Umbauarbeiten entstand hier nach der Wende ein großes Mehrfamilienhaus.
Frage: Wieviele Klingelknöpfe sind am Haupteingang des Herrmanstiftes zu finden? Deren Anzahl ist F.
Station 4: VEB Fortschritt Mähdrescherwerk, N51°7.405 E14°10.951
An den Koordinaten findet ihr lediglich den Eingang zum ehemaligen Werksgelände. Die historischen Hallen findet ihr, wenn ihr am alten Pförtnerhäuschen vorbei die Straße bis ganz nach oben lauft.
Frage: Wie hoch dürfen Fahrzeuge maximal sein, damit sie nicht die nahegelegene Eisenbahnbrücke touchieren? Die Ziffer der Meterangabe vor dem Komma ist H.
Station 5: Beleuchtungsglaswerk, N51°7.490 E14°11.328
Das Funkeln der damals hergestellten Kronleuchter ist hier leider komplett verschwunden. Zumindest an der Fassade kann man noch erkennen, dass hier einst Glas geblasen wurde.
Frage: Die beiden Eingänge für Personen und Fahrzeuge trennt ein Zaunsfeld. Wieviele kreisförmige Ornamente hat dieses Zaunsfeld? Deren Anzahl ist K.
Station 6: VEB Herrenmode, N51°7.433 E14°11.504
Hier hatte ich mir vor vielen Jahren für einen schmalen Taler meinen ersten Anzug erstanden. Leider ist heute beides nicht mehr möglich.
Frage: Wie schnell darf man auf der kleinen Straße neben dem ehemaligen Werksgelände fahren? Die Geschwindigkeit in km/h ist M.
Finale
So, nun habt ihr einiges über die Industriegeschichte Bischofswerdas erfahren. Wer möchte, kann mit den zusammengetragenen Infos noch ein kleines Döschen aufsuchen. Notiert euch die Bonuszahl, falls mal irgendwann ein Bonus zu allen Orten dieser Serie erscheint. Die Finalgegend entspricht leider dem derzeitigen Zustand der letzten beiden vorgestellten Industriedenkmäler: etwas runtergekommen, um es mal positiv auszudrücken. Bitte denkt daran, einen Magnetheber mitzunehmen. Begebt Euch dazu an folgenden Ort:
N 51° 7. (B+H) (D/B) (K/H)
E 14° 11. (D–1) (F/B) (K–M)
Es müssen keine Privatgrundstücke betreten werden.
Es müssen keine Bahngleise betreten werden.
Es müssen keine Zäune überklettert werden.
Es müssen keine Betonbarrieren überwunden werden.

Eventuell greift der eine oder andere Cacher aus den anderen 5 Orten (Pulsnitz, Großröhrsdorf, Kirschau, Obergurig, Demitz-Thumitz) die Idee der Oberlausitzer Industriekultur auf und legt selbst einen Cache zum Thema. Das ganze könnte dann noch in einen Bonus münden. Die erste Bonuszahl gibt es ja schon ;-) Bei Interesse bitte bei mir melden.