Eine Ode an die Kartoffel
In dem Erdreich, Loch an Loch,
wachsen Kartoffeln noch und noch.
In jedes Loch ein kleines Knöllchen,
rasch hinein die kleinen Bällchen.
Mit guter Erd' das Loch gefüllt,
damit der Keim sich nicht verkühlt.
Nach zwei Wochen oder so
ist der Bauer mächtig froh,
wenn das erste grüne Kraut
aus der Erd des Feldes schaut.
Die Pflanzen stehen dicht an dicht,
neigen sich zum Sonnenlicht.
Die Häufelei beginnt dann bald,
sie gibt den Pflanzen sich'ren Halt.
Und kurz darauf- ach, meine Güte,
sieht man schon die erste Blüte.
Auf dass im Schoß der guten Erde,
es eine gute Ernte werde.
Die Wochen fliegen und vergehen,
die Pflanzen hoch im Felde stehen.
Vereinzelt ist schon Kraut verwelkt,
die Staude auf den Boden fällt,
dann endlich ist's soweit,
sie beginnt, die Erntezeit.
Hei, wie da der Bauer lacht,
eine Probe ist gemacht.
Herausgebuddelt das erste Pfund,
goldgelb liegt es auf dem Grund.
Aufgelesen und ins Haus:
"Schau mal Frau, so seh'n sie aus.
Reich' mir bitte die Pantoffeln,
und mache uns mal Bratkartoffeln!"
