Geocache "Hormersdorfer Fernblick"
Von diesem Punkt aus hat man einen sehr schönen Blick auf Hormersdorf und in das nördliche Erzgebirgsvorland. Seit dem Jahr 2013 ist Hormersdorf ein Ortsteil der Stadt Zwönitz.
Dieser Geocache liegt auf einer Höhe von ca. 660 m über NHN am Nordrand der Geyerischen Platte, die sich in unmittelbarer Nähe des Fernsehturms Geyer bis auf eine Höhe von ca. 745 m über NHN erstreckt. Deshalb hat man von Hormersdorf aus keine Sicht auf den Erzgebirgskamm, der in südlicher Richtung hinter der Geyerischen Hochfläche liegt.
Der Bergkamm unmittelbar südlich von diesem Standort bildet die Wasserscheide zwischen Zwickauer Mulde und Freiberger Mulde.
In nördlicher Richtung fließt das Wasser zuerst in den Gornsdorfer Bach, dann zwischen Gornsdorf und Meinersdorf in die Zwönitz, diese vereinigt sich am südlichen Stadtrand von Chemnitz mit der Würschnitz zum Fluss Chemnitz, der dann südlich von Wechselburg in die Zwickauer Mulde mündet.
In südlicher Richtung fließt das Wasser zuerst in das Rote Wasser, dann in den Greifenbachstauweiher, von diesem in den Greifenbach, danach am östlichen Rand von Tannenberg in die Zschopau und dann westlich von Döbeln in die Freiberger Mulde.
Erst südlich von Grimma vereinigen sich Zwickauer Mulde und Freiberger Mulde zur (Vereinigten) Mulde. Diese fließt zwischen Dessau und Roßlau in die Elbe, die bei Hamburg bzw. Cuxhaven in die Nordsee mündet. Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans.
Durch die unmittelbare Nähe zu einer Wasserscheide ist das Wassereinzugsgebiet von Hormersdorf vergleichsweise klein und die Auswirkungen von Hochwasserereignissen halten sich in Grenzen (von örtlichen kräftigen Sommergewittern mal abgesehen).
Wenn man den Blick über Hormersdorf schweifen lässt, fallen besonders die Kirche, die Schule, das Ehrenmal (Huthübel) (587,1 m über NHN, Entfernung ca. 1,5 km), der Kieferberg (575,7 m über NHN), der Steinberg (558,5 m über NHN) und der Schieferbruch auf.
Aber auch weitere Landmarken in nordöstlicher, nördlicher, nordwestlicher und westlicher Richtung sind interessant, z.B. zwei hohe Industrieschornsteine in Muldenhütten östlich von Freiberg, ein hoher Schornstein in Brand-Erbisdorf, der "bunte" Chemnitzer Schornstein (mit einer Höhe von 301,8 m das höchste Bauwerk Sachsens), der Sachsen-Guss-Turm in Chemnitz-Wittgensdorf (südöstlich von Burgstädt), der Rochlitzer Berg (zwischen Rochlitz und Wechselburg) (353 m über NHN, Entfernung ca. 42 km), der Totenstein mit dem Totensteinturm (westlich von Chemnitz) (482,1 m über NHN, Entfernung ca. 20 km), im Vordergrund die Erzgebirgische Nordrandstufe und bei sehr guter Sicht auch das obere Stück der Kühltürme des Kraftwerks Lippendorf südwestlich von Böhlen südlich von Leipzig inklusive eventueller Rauchwolken.
Im Bereich des Andreasbergs zwischen Hormersdorf, Auerbach/Erzgebirge und Gornsdorf und im Bereich der Erzgebirgischen Nordrandstufe in Richtung Brünlos und Stollberg sind sehr gut die enormen Waldschäden des Herbststurms "Fabienne" vom 23.09.2018 zu sehen. Dieser Sturm war für unsere Region quasi ein Jahrhundertsturm, denn ganze Waldflächen sind damals innerhalb von nur wenigen Minuten durch den Sturm einfach "umgemäht" worden. Infolge dieses Ereignisses hat man jetzt eine etwas bessere Sicht über die Erzgebirgische Nordrandstufe hinweg in das Erzgebirgsvorland.
Die Sicht auf die Leipziger Skyline und das Völkerschlachtdenkmal ist aber leider durch den Höhenzug des Totensteins verdeckt. Früher konnte man noch die Bergbauhalden in der Nähe von Ronneburg in Thüringen sehen. Diese Halden gibt es aber nicht mehr.
Also genießt diesen schönen Aussichtspunkt auf Hormersdorf und das nördliche Umland des Erzgebirges, am besten mit einem Fernglas oder Feldstecher.