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Fallkörpersperre Ebensberg (LP-Cache) Multi-Cache

Hidden : 8/25/2023
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Wenn man auf der Kreisstraße 53 zwischen Scharnebeck und dem Lüneburger Stadtteil Ebensberg unterwegs ist, dann lässt sich an der Kanalunterführung Ebensberg ein echter Lost Place finden.
Weder verborgen noch getarnt, dafür umso offensichtlicher aber nutzlos und aufgegeben und von den meisten völlig unbeachtet findet man hier noch eine vorbereitete Sperranlage, eine sog. Fallkörpersperre aus der Zeit des kalten Krieges.

Meist unbeachtet von der zivilen Bevölkerung, waren sie über die ganze Bundesrepublik verteilt - Tausende von sogenannten "vorbereiteten Sperren" oder auch "vorbereiteten Bausperren".
Im Verteidigungsfall hätten sie den Vormarsch feindlicher Truppen behindern sollen. Seit dem Ende des Kalten Krieges sind sie zum allergrößten Teil überflüssig geworden, doch noch heute findet man diese Relikte allerorten.

Vorbereitete Sperren sind militärisch angelegte Vorrichtungen an Verkehrsanlagen, die nach Auslösung den Angriff eines Gegners verlangsamen und kanalisieren sollen. 
In der Bundesrepublik Deutschland sollten eine Vielzahl an vorbereiteten Sperren im Verteidigungsfall so die Kräfte des Warschauer Paktes bremsen und lenken. 

Häufige Formen dieser Sperren sind Sprengschächte, Trägerstecksperren oder vorbereitete Sprengkammern oder -Bohrungen in zB Brückenpfeilern.
Weniger verbreitet waren die sog. Fallkörpersperren. Diese Art der vorbereiteten Sperre gehörte sicher auch zu den interessantesten. 

Vom Prinzip her handelte es sich immer um Betonkörper, in Form und Struktur geeignet, einen Verkehrsweg oder eine Passage zu verschließen oder zu blockieren, die Aufstellung der Fallkörper war aber ganz unterschiedlich.
Diese wurden typischerweise entweder oberhalb oder seitlich des zu sperrenden Verkehrswegs angeordnet. Zum Auslösen der Sperre wäre ihre Halterung weggesprengt worden und der Betonkörper wäre auf den Verkehrsweg gefallen.
Solche Sperren etwa befanden sich bis zu Ihrem Rückbau im Jahre 1999 überhalb der ersten drei Röhren am Südportal des Hamburger Elbtunnels.

Eine Sperre diesen Typs befindet sich noch heute hier an der Unterführung am Elbe-Seitenkanal (früher: Nord-Süd-Kanal) südlich des Schiffshebewerkes Scharnebeck.

Diese besteht aus einzelnen, Trapezförmigen Segmenten, die zusammengesetzt, innen bewehrt und dann mit Beton ausgegossen wurden.
Die Segmente waren mit inneren Ausbuchtungen versehen, so daß der Kern nicht mehr herausgezogen werden konnte.
Hier führt eine zweispurige Straße und eine Bahnlinie unter dem Kanal hindurch. Die Passage ist mit drei, jeweils rund fünfzig Tonnen schweren Fallkörpern gesichert, die im Auslösungsfall mittels Sprengladungen gekippt worden wären und sich wiederum mit ihren Stahlbolzen in die Straßendecke gebohrt hätten um ein Räumen der Sperre zu verhindern.

In einer Distanz von wenigen hundert Metern bis hin zu mehreren Kilometern zur vorbereiteten Sperre befand sich üblicherweise ein Bunker, das sog. Sprengmittelhaus, in dem die zum Auslösen der Sperre benötigte Menge Sprengstoff zwar mechanisch gesichert aber unbewacht gelagert wurde.

Für die Wartung der vorbereiteten Sperren und Anbringung der Sprengladungen waren in Westdeutschland die Wallmeister, die zur Pioniertruppe der Bundeswehr gehörten, zuständig. Sie arbeiteten bei der Wartung dieser Anlagen in Zivilkleidung, ihre Fahrzeuge hatten zivile Farbgebung und zivile Kennzeichen.

Seit dem Ende des Kalten Krieges werden die vorbereiteten Sperren meist nicht mehr gewartet und häufig im Rahmen von Straßensanierungen, aufgrund des Wegfalls der Bedrohung durch den Warschauer Pakt, zurückgebaut.

Zum Cache:

Dieser Cache führt Euch zu dem oben beschriebenen Relikt aus der Zeit des sog. "kalten Krieges".
Dabei handelt es sich um einen kurzen Multi aus Start und Ziel und einer Zwischenstation.

Begebt Euch an die gelisteten Koordinaten und findet dort den Hinweis wo die Koordinaten für die finale Location zu finden sind, so simpel, so einfach.
Um die Koordinaten brauchbar zu vervollständigen ermittelt Ihr:
Die Anzahl der Stahldornen, mit denen sich die Betonkörper in den Asphalt der Straße hätten bohren sollen. Die Anzahl sei X.
Die Anzahl der lotrechten Stahlträger welche die Sperre vervollständigen. Die Anzahl sei Y.

Wichtig:
Beachtet bitte, daß sich die Stationen dieses Multis teilweise direkt an einer vielbefahrenen Strasse befinden.
Seid vorsichtig wenn Ihr die Fahrbahn überqueren solltet. Die Gleise der angrenzenden Bahnstrecke müssen zu keiner Zeit betreten werden.
Wege müssen jeweils nur wenige Schritte verlassen werden, und auch wenn es sich nicht um ein ausgewiesenes Wild- oder Naturschutzgebiet handelt, so achtet bitte die Natur und verhaltet Euch minimalinvasiv.
Hier wird gejagt, zu Eurer eigenen Sicherheit geht das Final nicht nachts oder in der Dämmerung an!

Da es sich um einen stark frequentierten Radweg und eine sehr beliebte Spaziergeh- und Hundegassigehstrecke handelt, kann es hier zeitweise sehr muggelig werden.

Ich wünsche Euch viel Erfolg

Additional Hints (Decrypt)

Fgngvba 2: Beqahatfmnuy 60 [Nachkommastellen sind zu vernachlässigen]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)