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Der Turm Thurau (Fernmeldesektor B) Traditional Cache

Hidden : 8/7/2023
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


"Horchposten" in den Osten
In den sechziger Jahren errichtete die Bundeswehr entlang der deutsch-deutschen Grenze mehrere so genannte Fernmeldesektoren-Türme. Sie dienen der Fernmelde- und elektronischen Aufklärung. Der Thurauer Berg (40 m) bei Woltersdorf war ein idealer Standort für einen Turm dieser Art. Nach zwei Jahren und acht Monaten Bauzeit ist der 79,6 Meter hohe Turm auf dem Thurauer Berg mit der Maßeinheit "53 Meter über Normal Null" endgültig bezugsfertig und der volle Einsatzbetrieb wurde am 1.11.1967 aufgenommen.

Streng geheim!
Bereits seit Juli 1967 waren rund 300 Soldaten der Fernmeldeeinheit B in der etwa 20 km entfernten Kaserne Neu Tramm stationiert. Sie waren im Schichtbetrieb im Turm beschäftigt und unterlagen der Schweigepflicht. Der Turm galt als absolut abhörsicher. Keinerlei Informationen sollten nach draußen dringen, wie folgendes Zitat eines Majors und Sektorchefs aus der Festschrift "1957 bis 1982 - 25 Jahre Fernmeldesektor B" belegt:
"Aus dem Fernmeldeturm auf dem Thurauer Berg wird rund um die Uhr der für das Sicherheitskonzept der NATO unerlässliche Einsatzdienst wahrgenommen. Durch Gewinnung von wichtigen Informationen hilft dieser Dienst im Rahmen der Fernmelde- und elektronischen Aufklärung der eigenen Führung, die Möglichkeiten, Absichten, Kräfte und Mittel eines potentiellen Gegners rechtzeitig zu erkennen. Die Art unseres Dienstes verbietet uns, über unsere Tätigkeit offen und umfassender zu informieren."

Das Aus für "Fernmeldesektor B"
Mit der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende des "Kalten Krieges" wurden die meisten Erfassungssektoren aufgelöst und Fernmeldesektortürme überflüssig. 1994 kam auch für den Fernmeldesektor B im Thurauer Turm das Ende. Heute ist der Turm im Privatbesitz.

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Der nun in Privatbesitz befindliche Turm konnte - mit Glück - nach Rücksprache mit dem Eigentümer, bis zur unteren Plattform in der 6. Etage bestiegen werden. Ein Aufzug ist auch vorhanden und runter geht sogar eine spiralförmige Rutsche. Von der unteren Plattform hat man eine beeindruckende Aussicht. Man sieht den Höhenzug Hoher Drawehn mit dem Sendemast in Clenze, den Fernmeldeturm Pampower Berg, Aussichtsturm Hoher Mechtin, Sendemast Zernien, die Abbruchkante des Hohen Drawehn bei Hitzacker, den Torii-Tower bei Gusborn, das Bergwerk Gorleben, den Höhenzug Höhbeck mit dem Sendemast Gartow 2 (dritthöchstes Bauwerk Deutschlands), den Gartower Forst (größter Privatwald Deutschlands), den Wasserturm Arendsee, die St. Marien Kirchtürme Stendal, die Altmark und bei excellenter Sicht (laut Aussage eines ehem. Soldaten) den Berliner Fernsehturm.

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Zu dem Logbuch liegt zwar ein Bleistift bei, ein Kugelschreiber zu benutzen ist aber empfehlenswerter.

Viel Spaß beim Suchen.

Additional Hints (No hints available.)