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Kalktuffquellen der Trögerner Klamm EarthCache

Hidden : 8/9/2023
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Kalktuffquellen der Trögerner Klamm

Kalktuffquellen Trögerner Klamm


Die Trögerner Klamm


Die Trögerner Klamm ist eine etwa 3 km lange, enge Schlucht (Klamm) südwestlich von Eisenkappel in Kärnten. Erreichbar ist die Klamm entweder von Eisenkappel oder Ferlach / Zell Pfarre / Freibach über den Schaidasattel aus. Die unter Naturschutz stehende Klamm bietet eine wildromantische Schluchtlandschaft, durch die sogar eine in den Jahren 1923 - 1925 angelegte Straße führt - aber zu Fuß erschließt sich die Schönheit der Klamm natürlich am besten. Die wenig befahrene Asphaltstraße verläuft ohne größere Steigungen und ist ideal zum Wandern mit Kinderwägen oder auch rollstuhlgeeignet. Die geologischen und botanischen Besonderheiten werden auf mehreren Schautafeln erklärt.

Die Klamm ist ein buntes Mosaik aus Wäldern, Schluchten, Felsen, natürlichen Quellen, Wasserfällen und Kaskaden und bietet eine einzigartige Naturlandschaft von außergewöhnlichem Charakter. Hier finden alpine Vegetationselemente und submediterrane Arten, darunter seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum.

Geologisch interessant ist die Klamm unter anderem dadurch, dass sie gewissermaßen einen Spaziergang durch ehemaligen Meeresgrund bietet. Der überwiegende Teil der Klamm ist aus Schlerndolomit aufgebaut, ein Karbonat-Sedimentgestein, das nach einem Berg in den Südtiroler Dolomiten benannt ist. Dieser wurde vor rund 250 - 210 Millionen Jahren im ruhigen Wasser einer Meereslagune aus den abgelagerten Überresten kalkhaltiger Meeresorganismen gebildet. Im Rahmen der späteren Auffaltung der Alpen gelangten die Gesteine an ihren heutigen Standort. Im Lauf der Jahre hat sich der Trögerner Bach rund 600 m tief in den Felsuntergrund eingeschnitten und dabei die Klamm gebildet. An Fossilien wurden in der Trögerner Klamm Muschelschalen, Schnecken, Moostierchen und auch Fische gefunden. Im Bachbett kann man schöne, glattgeschliffene Stücke einer bunten Brekzie finden - es handelt sich hier um die Tarviser Brekzie, ein Sedimentgestein, das vor rund 250 Millionen Jahren, also noch vor dem Schlerndolomit, abgelagert wurde. Das Geschiebe, das dem Bach ständig zugeführt wird - darunter auch die Stücke der Tarviser Brekzie - verursacht gemeinsam mit der Kraft des Wassers die Bildung zahlreicher Kolke und Gumpen im Bachbett.

Kalktuffquellen

Kalktuff, auch Quellkalk, Quelltuff, Kalksinter oder Travertin genannt, ist ein relativ junges, poröses und kavernöses, sekundäres Sediment - also ein Ablagerungsgestein, das wiederum aus einem anderen Ablagerungsgestein (Sediment), nämlich Kalkstein, gebildet wurde. Die primären (bereits vorhandenen) Kalksedimente wurden hier nach chemischer Kohlensäure-Lösungsverwitterung und Ausfällung erneut abgelagert. In Europa kommt diese Kalkablagerung in Karstgebieten der humiden Klimazone vor.

Die Abgrenzung der verschiedenen Kalkausfällungen fällt mitunter nicht leicht, da die Bezeichnungen für dieses Gestein oft synonym verwendet werden. Hier soll dennoch versucht werden, in das Begriffswirrwarr etwas Klärung zu bringen.

Kalktuffe im eigentlichen Sinn sind stark poröse und kavernöse, nicht maritime Karbonatablagerungsgesteine. Sie sind nicht geschichtet und nicht gebändert, enthalten teils versteinerte Pflanzenreste, liegen häufig in gelockerter, nur teils verfestigter Form vor und können bei technischer Verwendung nicht poliert werden.

Travertine sind hingegen deutlich geschichtet, fest und polierfähig. Sie wurden und werden seit Jahrhunderten als hochwertiges, leicht bearbeitbares Baumaterial genutzt. Dennoch zählen auch sie zu den Weichgesteinen. Die im Steinbruch gewonnenen Steinquader können leicht gesägt und bearbeitet werden, durch Trocknung härten sie anschließend weiter aus.

Kalksinter wird als Bezeichnung für ausgefällte Kalkablagerungen verwendet, die eine hohe Reinheit und dichte Schichtung aufweisen - etwa Tropfsteine, Sintervorhänge und Sinterüberzüge in Höhlen.

Die Ablagerung von Kalk als Kalktuff geschieht vor allem hinter kalten Schichtquellen (Kalktuffquellen) im Karst. Zu den notwendigen Bedingungen für das Ausfällen von Kalktuff gehören folgende Faktoren:

- eine relativ geringe Schüttung der Quelle
- eine große Verdunstungsoberfläche
- passende Wassertemperaturen
- bestimmte Ionenkonzentrationen

Außerdem spielen Pflanzen eine große Rolle: Wenn das austretende, kalkhältige Wasser über Moosteppiche, Algenteppiche oder Cyanobakterienkolonien fließt, erhöht sich die Menge der Kalkausfällung deutlich.

Bei der Bildung von Kalktuff können mitunter diverse Gebilde entstehen, so etwa Sinterbecken, Bachterrassen, Kalktuffpolster, Steinerne Rinnen oder Kalktuffnasen, bei denen das Wasser dann herabrinnt. Bei diesem Earthcache kann man ein paar dieser Gebilde aus nächster Nähe beobachten.

Um den Cache zu loggen, musst du folgende Fragen per Message beantworten:

1.) Bei den Headerkoordinaten kannst du Kalkausfällungen beobachten. Handelt es sich deiner Meinung nach um Kalktuff, Kalksinter oder Travertin? 
2.) Beschreibe Farbe, Form und Konsistenz der Ablagerungen mit eigenen Worten!
3.) Welche Tuffgebilde kannst du vor Ort sehen?
4.) Nenne mir die Koordinaten einer weiteren Stelle, wo du in der Trögerner Klamm eine Kalktuffquelle beobachten kannst!
5.) Optional: Poste ein Foto von dir bzw. deinem GPS in Nähe der Headerkoordinaten zusammen mit deinem Logeintrag.

Wenn du deine Message mit den Antworten abgeschickt hast, kannst du den Earthcache loggen. Nur wenn irgendwas nicht passen sollte, werde ich mich per Message melden. Viel Spaß!


The Trögerner Klamm

The Trögerner Klamm is an approximately 3 km long, narrow gorge southwest of Eisenkappel in Carinthia. The gorge can be reached either from Eisenkappel or Ferlach / Zell Pfarre / Freibach via the Schaidasattel. The protected gorge offers a wildly romantic gorge landscape, through which a road built between 1923 and 1925 leads - but the beauty of the gorge is of course best appreciated by foot. The little-used asphalt road runs without major inclines and is ideal for hiking with strollers or wheelchairs. The geological and botanical features are explained on several display boards.

The gorge is a colorful mosaic of forests, gorges, rocks, natural springs, waterfalls and cascades and offers an unique natural landscape of exceptional character. Alpine vegetation elements and Submediterranen species, including rare and endangered animal and plant species, can be observed too.

The gorge is geologically interesting, among other things, because it offers a sort of walk through the former seabed. The majority of the gorge is made of Sciliar dolomite, a carbonate sedimentary rock named after a mountain in the South Tyrolean Dolomites. This was formed around 250 - 210 million years ago in the calm waters of a sea lagoon from the deposited remains of calcareous marine organisms. As part of the later folding of the Alps, the rocks found their way to their current location. Over the years, the Trögerner Bach has cut around 600 m deep into the rocky subsoil, forming the gorge. Fossils found in the Trögerner Klamm included mussel shells, snails, bryozoans and also fish. In the stream bed you can find beautiful, smooth pieces of a colorful breccia - this is the Tarvisian breccia, a sedimentary rock that was deposited around 250 million years ago, i.e. before the Siliar Dolomite. The debris that is constantly fed into the stream - including pieces of Tarvisian breccia - together with the power of the water causes the formation of numerous scours and pools in the stream bed.

Tufa Springs

Calcareous tuff, also known as spring limestone, swelling tuff, lime sinter or travertine, is a relatively young, porous and cavernous, secondary sediment - i.e. a depositary rock that in turn was formed from another depositary rock (sediment), nemely limestone. The primary (already existing) limestone sediments were deposited here again after chemical carbonic acid solution weathering and precipitation. In Europe, this lime deposit occurs in karst areas in the humid climate zone.

It is sometimes not easy to differentiate between the different lime precipitates, as the names for this rock are often used synonymously. However, an attempt will be made here to bring some clarification to the confusion of terms.

Calcareous tuffs in the strict sense are highly porous and cavernous, non-marine carbonate deposit rocks. They are not layered or banded, contain some fossilized plant remains, are often in a loosened, only partly solidified form and cannot be polished for technical use.

Travertines, on the other hand, are clearly layered, solid and can be polished. They are and have been used for centuries as a high-quality, easy-to-work building material. Nevertheless, they are also soft rocks. The stone blocks obtained in the quarry can be easily sawn and processed, and they then harden further when dried.

Lime sinter is used as a name for precipitated lime deposits that have a high degree of purity and dense layering - such as stalactites, sinter curtains and sinter coatings in caves.

The deposition of lime as tufa occurs primarily behind cold stratified springs (calcareous tuff springs) in the karst. The necessary conditions for the precipitation of tufa include the following factors:

- a relatively low filling of the source
- a large evaporation surface
- suitable water temperatures
- certain ion concentrations

Plants also play a major role: If the escaping, calcareous water flows over moss carpets, algae carpets or cyanobacteria colonies, the amount of lime precipitation increases significantly.

When lime tuff forms, various structures can arise, such as sinter basins, stream terraces, lime tuff cushions, stone channels or lime tuff noses, where the water then runs down. In this earth cache you can observe a few of those structures up close.

Your task to log the cache:

Answer the following questions via message via my geocaching profile:

1.) You can observe limestone precipitation in the header coordinates. In your opinion, is it tuff, sinter or travertine?
2.) Describe the color, shape and consistency of the deposits in your own words!
3.) Which tuff formations can you see on site?
4.) Tell me the coordinates of another place where you can observe a tufa spring in the Trögerner Gorge!
5.) Optional: Post a photo of yourself or your GPS near the header coordinates along with your log!

After you've sent me the message with your answers, feel free to log! Only if there's something wrong, I'll contact you via message!


Enjoy the location!

Quellen:
Koch, R. & W. Werner (2013): Kalktuffe. In: Naturwerksteine aus Baden-Württemberg - Vorkommen, Beschaffung und Nutzung. Rüsselsheim
Pentecost, W. (2015): Travertine. Berlin, Heidelberg (Springer)
wikipedia.org
www.bad-eisenkappel.info

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