Namensherkunft
Der Name Granit leitet sich von dem lateinischen Wort "granum" = Korn ab. Das richtungslos klein- bis grobkörnige Gefüge der Mineralkörner des Granites ist schon mit bloßem Auge erkennbar.
Aussehen
Granite sind hell- bis dunkelgrau, rotgrau, fleischfarben bis rot oder gelblich. Diese fein- bis grobkörnigen Tiefengesteine bestehend aus den hellen Hauptgemengteilen (Mineralen): Alkalifeldspat 30 - 65 Vol.-%, Plagioklas (Na-reich) < 30 Vol.-%, Quarz 15 - 40 Vol.-% und Glimmern, bestehend aus dem dunklen Hauptgemengteil Biotit (bis 10 Vol.-%). Häufig tritt neben Biotit auch Muskovit auf (Zweiglimmergranit), gelegentlich kommt Amphibol (Hornblende), seltener Pyroxen hinzu.
Nutzung
Granit begleitet uns in vielen Bereichen unserer Umwelt und wird schon seit der Römerzeit in Steinbrüchen abgebaut. Er findet Verwendung als Verblendung von Fassaden oder Gebäudesockeln, als Boden- bzw. Wandfliese in Küche und Wohnbereich, als Grabstein oder ungeschliffen als Pflasterstein in den Fußgängerzonen.
Wie ist der Granit entstanden?
Der Granit ist ein Produkt von Aufschmelzungen innerhalb der Erdkruste. Unter erhöhten Druck- und Temperaturbedingungen beginnen Krustengesteine mit einem hohen Wassergehalt bereits bei ca. 650°C teilweise zu schmelzen. Die zähflüssige Schmelze kann dann an Schwächezonen in der Erdkruste aufsteigen und weiteres Nebengestein aufschmelzen. Langsam erstarrt diese Schmelze dann in mehreren Kilometern Tiefe nahe der Erdoberfläche. Dadurch können die oben aufgeführten einzelnen Mineralien, aus denen der Granit besteht, langsam wachsen und sichtbare Kristalle bilden.
Bedingt durch Abtragung der Deckschichten werden die Granitkörper die auch als Plutonite bezeichnet werden an der Erdoberfläche freigelegt. Hier zerfallen Granite bei der Verwitterung nach ihrem natürlichen Trennflächengefüge zuerst in kubischen Blöcke, die dann durch Abwitterung der Kanten zu sackförmigen Gebilden ("Wollsackverwitterung") umgeformt werden.
Quelle: BDG
Granite beim Cache
Normalerweise gebe ich immer eine Probe des Gesteins des Jahrs mit in den Geocache, aber dies ist hier nicht nötig. Die Natursteinmauer besteht gut zur Hälfte aus Graniten. Der Rest sind Gneise und ein paar Sedimentgesteine wie Kalksteine oder Sandsteine.
Und noch ein paar Informationen woher diese Gesteine vor Ort herkommen:
Während der letzten 3 Eiszeiten, schoben sich immer wieder riesige Gletscher aus Richtung Skandinavien nach Süden. Sie erreichten maximal das Harzvorland.
Während der Bewegung haben sie am Boden viele Gesteine herausgerissen und mi ihrem vorrücken nach Süden die Gesteine zu uns transportiert. Als die Gletscher abschmolzen, haben sie neben Sand und feinem Material auch Steine und sogar große Findlinge bei uns in der Landschaft liegen lassen. Daraus besteht nun diese Mauer.
Viel Spaß beim Finden!