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Der Bornheimer Horst EarthCache

Hidden : 12/17/2023
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Der Bornheimer Horst

 

 

Leider kann die Quarzgrube selbst nicht besucht werden, doch stellen die hier zu sehenden Lackprofile originale Ausschnitte aus den in der Quarzgrube zu findenden Ablagerungen vor und sind Unikate. Sie bieten eindrucksvolle Einblicke in Jahrmillionen geologischer Prozesse, die den Bornheimer Horst geformt haben.

 

Die Lackprofile fangen an im Zeitalter Tertiär (vor 28 Millionen Jahren). Vor etwa 25 Millionen Jahren lag das Vorgebirge auf Meeresspiegelniveau. Quarzsande aus dem Hinterland wurden über ein Rinnensystem in einem küstennahen Flachmeer abgelagert. Über Millionen Jahre entstand eine 30 Meter dicke Quarzsandschicht unter etwa gleichen Ablagerungsbedingungen. Der Sand wurde entlang der Küste transportiert und lagerten sich in einer maximal 7 Meter tiefen Meeresbucht ab. Diese sehr hellen, weißen bis hellgelben Sande haben nahezu einheitliche Korngrößen und bestehen zu bis zu 98 % aus Quarzkörnern.

 

Etwa 2 Millionen Jahre später (vor 23 Millionen Jahren) nach der Aussüßung verlandete das Vorgebirge, bildete küstennahe Seen und Lagunen mit Sumpfwäldern und Waldmooren. Aus den Torfen entstanden kleine Braunkohleflöze, während in den Gewässern wasserundurchlässige Tone und Schluffe abgelagert wurden. Dies veränderte die Schichtung und Mineralzusammensetzung im oberen Bereich der Quarzsand-Abfolge.

 

Vor 12 Millionen Jahren passierte dann ein geologisches Ereignis. Es fehlen in den Lackprofilen zirka 11 Millionen Jahre. Der Bornheimer Horst gehört zu einer Reihe von Kleinschollen, die zusammengefasst als Bonner Kippschollenfeld bezeichnet werden. Dabei wurde die Erdkruste durch Erdinnere Kräfte in viele Schollen zerbrochen. Während die inneren Schollen einsanken, wurden Randschollen oft in Horstform empor gedrückt.

 

Erdäußere Kräfte trugen in den folgenden Jahrmillionen die oberen Gesteinsschichten ab. Schließlich waren die Horstschollen so weit eingeebnet, dass es auf der Oberfläche zu erneuten Ablagerungen, im Wechsel mit kleineren Hebungen und erneuter Erosion kam.

 

Dies könnt ihr Vorort in dem Lackprofil 4 sehen.

 

Der letzte Zeitabschnitt der Lackprofile beginnt vor 2,4 Millionen Jahren in den Eiszeiten im Quartär. Es kam zu Wechseln zwischen Kalt- und Warmzeiten, die das Abflussverhalten von Rhein und Maas beeinflussten. In den Kaltzeiten formten sich ständig verändernde Flusssysteme, die im Winter wenig Wasser führten. Tauperioden im Frühsommer transportierten große Schuttmengen aus dem Rheinischen Schiefergebirge in die Niederrheinische Bucht, wo sie von Flüssen aufgeschüttet wurden. Dies bildete weite Schotterfluren mit mächtigen Kies- und Sandablagerungen. Diese befinden sich auch im Gebiet des Bornheimer Horst.

 

Quelle: Tafel von Vorort 

 

Aufgabe:

 

 

Ihr befindet euch vor einer Informationstafel über dem Bornheimer Horst. Auf dem Aussichtsturm könnt ihr euch die Quarzgrube anschauen. Beantwortet die Fragen und schickt anschließend die Antworten. Ihr könnt danach direkt loggen, falls was falsch sein sollte, melde ich mich. 

 

 

 

1. Stellt eine Vermutung auf, warum die Steine bei Profil 4 glatt und nicht kantig sind? 

 

 

2. Warum kann das Wasser bei Profil 4 gut versickern? 

 

 

3. Warum dringt kaum Wasser zum Quarzsand vor? (Denke an die darüber liegenden Schichten) 

 

 

4. Erkläre mit eigenen Worten, was eine Diskordanz ist und wie sie entstand.

 

 

5. Macht ein Bild von euch oder von einem persönlichen Gegenstand mit dem Aussichtsturm.

       

Additional Hints (No hints available.)