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Kohlemeiler Reloadet Traditional Cache

Hidden : 9/12/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Ich habe mir gedacht nach dem ich ein Video über das Köhlern gesehen habe und der Originalcache leider nicht mehr Existiert (wurde leider vom Owner Archiviert) Hauche ich diesen Cache wieder Leben ein. Diese Örtlichkeit braucht einfach einen Cache.

Kohlemeiler in Weiherhammer

Schon im Mittelalter verschlang die Metallerzeugung ganze Wälder. Zum Gewinn
einer Tonne Roheisen in einem spätmittelalterlichen Hochofen waren acht Tonnen
Holzkohle erforderlich, zu deren Herstellung 30 Tonnen Holz verbraucht wurden.
Dies ist eine Holzmenge, die in einem Buchenwald von rund fünf Hektar jährlich
nachwächst. Bei der Meiler Verkohlung wurde gesundes, lufttrockenes Holz von etwa
zwei Meter Länge senkrecht oder waagrecht möglichst dicht um einen Feuerschacht
in der Mitte aufgeschichtet.

Dann dem Holzstoß eine luftdichte und feuerfeste Decke aus Rasen, Laub, Moos
schließlich feuchter, lehmiger Wald erde aufgesetzt und der Meiler unten oder oben
am locker mit Reisig, Kienspänen, Hobelspänen und Birkenrinde beschichtete
Feuerschacht entzündet. Der Meiler musste auf eine Temperatur von 300 bis 350 Grad
erhitzt werden, so dass sich Wasser, Teer, Kohlensäure, Kohlendioxid, Wasserstoff
und Kohlenwasserstoff verflüchtigten und der Kohlungsprozess einsetzte, wobei der Köhler
durch Veränderung des Windzuges abglimmen wie das Auflodern zu verhindern hatte,
damit der Meiler nicht erlosch oder das Holz zu Asche verbrannte. Ein kleiner Meiler
brannte etwa fünf bis sechs Tage, die großen bei günstiger Witterung etwa vier, bei
schlechter fünf Wochen.

Wichtig und gefährlich
Der Beruf des Köhlers war damals entsprechend bedeutend. Als wichtiger, aber fern von
den Gemeinschaften der Menschen im Wald lebender Mann war er seinen Zeitgenossen,
nach entsprechenden Märchenüberlieferungen zu urteilen, nicht ganz geheuer. Der Qualm
war damals schon als gesundheitsschädlich von den Köhlern gefürchtet. Heute ist bekannt,
dass die häufigste Todesursache der Meiler Brenner Lungenkrebs und Hautkrebs war.
Der letzte Meiler in der Umgebung war der von Kohlenbrenner Josef Bertelshofer,
der 1911 bei Mantel brannte.

 

Geschichte: (Wikipedia)

Mittels Kohlenmeilern wird seit dem Altertum Holzkohle hergestellt. Holzkohle ist wesentlich leichter als Fällholz und somit einfacher zu transportieren. Darüber hinaus erzeugt Holzkohle eine wesentlich größere Hitze. Die Köhlerei war daher in der frühen Neuzeit ein bedeutender Wirtschaftszweig. Damals war Holzkohle der einzige Brennstoff, mit dem man die nötige Hitze für die Eisenverhüttung erzeugen konnte. 1788 wird in dem Aufsatz Staat- und Pflichtvorhaltung eines Kohlenmeisters bei einem Eisenwerk dargelegt, der Kohlenmeister müsse nicht nur für den Kohlholz-Vorrat sorgen, die Aufsicht über Köhler und deren Knechte führen, sondern auch öfter die „Kohlhäue“ besuchen, also den Waldteil, der zum Gewinnen des Kohlholzes dient.

1713 wurde ein Verfahren entwickelt, um aus Steinkohle hochofentauglichen Koks herzustellen. Danach ging der Verbrauch der teuren Holzkohle trotz steigender Eisenproduktion immer mehr zurück. Ab dem 17. Jahrhundert wurden dann auch zunehmend Pechöfen verwendet und im 19. Jahrhundert dann auch Retorten. Dies hatte zur Folge, dass immer weniger Kohlenmeiler gebraucht wurden. Der allmähliche Niedergang für die Holzköhlerei begann im 19. Jahrhundert, als die Steinkohle dann die Holzkohle praktisch ersetzte und später auch Gas und Elektrizität an Bedeutung gewannen. Der Zweite Weltkrieg löste nochmals eine starke Nachfrage nach Holzkohle aus. Damals wurden auch Motorfahrzeuge mit Holz oder Holzkohle angetrieben.

Heute ist Holzkohle ohne besondere wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere ist durch den Verlust des Holzgases während des Köhlens die Brennwertausbeute aus dem Holz extrem gering. Die Köhlerei wird nur noch aus Traditionsgründen und für einige Spezialanwendungen von Holzkohle betrieben.

 

 

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