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Die Teufelsmauer | The Devil's Wall [DE/EN] EarthCache

Hidden : 9/22/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


[DE] Die Teufelsmauer in Spitz an der Donau


Bildquelle: Eigene Aufnahme des Verfassers

Allgemeines

Die sagenumwobene "Teufelsmauer" von Spitz ist eine bekannte Sehenswürdigkeit und ein beliebtes Fotomotiv in der Wachau. Aufgrund ihrer besonderen geologischen und wissenschaftlichen Bedeutung wurde sie 1929 zum Naturdenkmal Niederösterreichs erklärt.
Die markante, etwa 1 km südwestlich des Ortes liegende Felsformation erstreckt sich vom Donauufer ausgehend ca. 300 Meter geradlinig den Hang hinauf.
An der Basis wird sie seit 1909 von der Wachaubahn, im mit einer Länge von nur 12,43 Meter kürzesten Eisenbahntunnel Österreichs durchfahren.

In einer alten Sage von der "Teufelsmauer" wird davon erzählt, dass es dem Teufel nicht gefiel, dass in dem am anderen Donauufer gelegenen Wallfahrtsort St. Johann fleißig gebetet wurde und Wunder geschahen. Mit einer Mauer quer durch die Donau wollte er Wasser aufstauen und so die Wallfahrtskirche überschwemmen um dem frommen Geschehen ein Ende zu bereiten. Die im Handel mit Gott vereinbarte Bedingung, vor dem ersten Hahnenschrei mit dem Mauerbau fertig zu sein, konnte der Teufel aufgrund eines einzigen von ihm käuflich nicht erwerbbaren, in der Früh krähenden Hahns nicht einhalten. Wütend musste er das Vorhaben abbrechen und hinterließ uns die Reste der unvollendeten Teufelsmauer bei Spitz.


Geologie

Geologisch betrachtet ist die Teufelsmauer eine pegmatische Ausfüllung einer früheren Kluftspalte in den beiderseits anschließenden Silikatmarmoren.
Der im Landschaftsbild als markante Geländerippe hervortretende Pegmatitgang steht senkrecht und normal zur Schichtung, ist also meist Ost-West verlaufend.

In der geologischen Karte kannst du die auffällige Teufelsmauer (Pegmatit 54) und die umliegende Gesteinszone (Silikatmarmor 46) im Detail betrachten.

Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000 - Ausschnitt aus Blatt 37 Mautern
© GeoSphere Austria

Pegmatite sind grob- bis riesenkörnige magmatische Gesteine welche typischerweise gang- oder linsenförmige Gesteinskörper in Lagen bilden. Sie entstehen aus einer an flüchtigen Bestandteilen reichen Restschmelze plutonischer Magmen. Pegmatite haben eine den Graniten sehr ähnliche Struktur. Besonderes Kennzeichen der Pegmatite ist aber die enorme Größe der einzelnen Kristalle, die bis zu mehreren Metern erreichen kann.

Pegmatitisches Gestein mit Schörl (schwarzer Turmalin), Quarz, Alkalifeldspat und Muskovit (Bildquelle: Wikipedia)


Quellenangabe

Augustin Meisinger, Buch (1959) Naturdenkmale Niederösterreichs, Zweite erweitere Auflage
Verlag: Amt der NÖ Landesregierung Wien, I., Herrengasse 11-13

Fritz F. Steiniger, Buch (2008) Waldviertel Kristallviertel
Verlag: Waldviertler Heimatbund

Alois Matura, Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000 Blatt 37 Mautern (1983) , Erläuterungen zu Blatt 37 Mautern (1989)
Verleger: Geologische Bundesanstalt, A-1031 Wien, Rasumofskygasse 23
© GeoSphere Austria

FU Berlin, Institut f. Geologische Wissenschaften, Freie Universität Berlin, Internetquelle 27.09.2023: http://www.cms.fu-berlin.de/geo/fb/e-learning/petrograph/magmatite/lesen/ma_gesteinsbeispiele/ma_ganggesteine_1/ma_pegmatit/index.html

Wikipedia Pegmatit Bild aus Internetquelle 27.09.2023: https://de.wikipedia.org/wiki/Pegmatit#/media/Datei:Pegmatit_mit_Sch%C3%B6rl.JPG


Bitte beachten

Für die Beantwortung der Fragen ist es nicht notwendig die Straße bzw. den Gehweg/Radweg zu verlassen. Das Betreten der angrenzenden Grundstücke, Weingärten so wie der Eisenbahnanlagen ist nicht gestattet bzw. behördlich verboten.


Logbedingungen

Um den Cache als gefunden zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen über das GC Message Center oder per E-Mail. Danach kannst du sofort loggen.
Du musst nicht auf eine Logfreigabe warten. Falls die Antworten nicht in Ordnung sind werde ich dich kontaktieren.

Begib dich zu den Headerkoordinaten. Von hier hast du einen guten seitlichen Blick auf die Teufelsmauer.

  1. Wie würdest du mit einigen einfachen Worten die Form und die Anordnung der einzelnen Pegmatitblöcke beschreiben?

  2. Vergleiche das pegmatitische Gestein der Teufelsmauer mit dem am Hang angrenzenden Silikatmarmor.
    Welche Unterschiede kannst du in Bezug auf die Oberflächenbeschaffenheit, die Form und die Farbe feststellen? Beschreibe bitte kurz.

  3. Was meinst du hat aus geologischer Sicht betrachtet, die Menschen dazu veranlasst die "Sage von der Teufelsmauer" zu erfinden?
    War es lediglich die besonders markante Teufelsmauer an diesem Donauufer, oder gibt es auch am gegenüberliegendem Donauufer eine geologisch auffällige Formation, welche als "Vorbild" für das andere Ende der "Staumauer" des Teufels gedient haben könnte?
    Zur Beantwortung der Frage richte deinen Blick auf das gegenüberliegende Donauufer und/oder verwende die obige geologische Karte. Erkläre kurz deine Erkenntnisse.

  4. Mache ein Foto von dir oder von einem persönlichen Gegenstand mit der Teufelsmauer im Hintergrund und lade es mit deinem Logeintrag hoch.


[EN] The Devil's Wall in Spitz on the Danube


Image source: Photo by the author

General

The legendary “Devil’s Wall” in Spitz is a well-known attraction and a popular photo opportunity in the Wachau. Due to its special geological and scientific significance, it was declared a natural monument of Lower Austria in 1929.
The striking rock formation, located about 1 km southwest of the town, extends straight up the slope for about 300 meters from the bank of the Danube.
Since 1909, the Wachaubahn has run through the base, in the shortest railway tunnel in Austria with a length of just 12.43 meters.

In an old legend about the "Devil's Wall", it is said that the devil did not like the fact that people were praying diligently and that miracles were happening in the pilgrimage site of St. Johann on the other bank of the Danube. He wanted to build a wall across the Danube to dam up water and flood the pilgrimage church in order to put an end to the pious events. The devil was unable to meet the condition agreed upon in the deal with God to finish building the wall before the first cockcrow because of a single rooster that he could not purchase and that crowed early in the morning. In anger, he had to abandon the project and left us with the remains of the unfinished Devil's Wall near Spitz.


Geology

From a geological point of view, the Teufelsmauer is a pegmatic filling of an earlier fissure in the silicate marble on both sides.
The pegmatite dike, which stands out in the landscape as a striking terrain rib, is perpendicular and normal to the stratification and also mostly runs east-west.

On the geological map you can see the striking Devil's Wall (pegmatite 54) and the surrounding rock zone (silicate marble 46) in detail.

Geological map of the Republic of Austria 1:50000 - detail from sheet 37 Mautern
© GeoSphere Austria

Pegmatites are coarse to giant-grained igneous rocks which typically form dike or lens-shaped rock bodies in layers. They arise from a residual melt of plutonic magmas rich in volatile components. Pegmatites have a structure very similar to granites. A special characteristic of pegmatites is the enormous size of the individual crystals, which can reach up to several meters.

Pegmatitic rock with Schörl (black tourmaline), quartz, alkali feldspar and muscovite (Image source: Wikipedia)


Please note

It is not necessary to leave the street or sidewalk/cycle path to answer the questions. Entering the adjacent properties, vineyards and railway facilities is not permitted or is officially prohibited.


Logging conditions

To log the cache as found, please answer the following questions via the GC Message Center or by email. You can then log immediately.
You don't have to wait for a log release. If the answers are not correct I will contact you.

Go to the header coordinates. From here you have a good side view of the Teufelsmauer.

  1. How would you describe the shape and arrangement of the pegmatite blocks in a few simple words?

  2. Compare the pegmatite rock of the Devil's Wall with the silicate marble on the slope next to it.
    What differences can you notice in terms of surface texture, shape and color? Please describe briefly.

  3. What do you think, from a geological perspective, caused people to invent the "Legend of the Devil's Wall"?
    Was it just the particularly striking Devil's Wall on this bank of the Danube, or is there also a geologically striking formation on the opposite bank of the Danube that could have served as a "model" for the other end of the Devil's "Dam Wall"?
    To answer the question, look at the opposite bank of the Danube and/or use the geological map above. Briefly explain your findings.

  4. Take a photo of yourself or a personal item with the Devil's Wall in the background and upload it with your log entry.


Additional Hints (No hints available.)