Skip to content

Rillenkarren am Durchkaser EarthCache

Hidden : 10/3/2023
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Auf meiner Wanderung zum Windbühel sind mir am Wegesrand auf einer Breite von über 10 Metern diese vielen Rillen im Boden aufgefallen. Hier müsste man schon gut aufpassen oder balancieren können, um nicht in die Spalten zwischen dem Gestein zu fallen.

Doch was für Klüfte im Gestein finden wir hier überhaupt so zahlreich am Wegesrand?

Was vor langer Zeit durch Korallen aufgebaut wurde, beginnt nun im Laufe der Zeit sich aufzulösen. Mit jedem Regen- oder Schneeschauer hinterlässt das Wasser seine Spuren im Gestein. Schnell abfließendes Wasser gräbt Rinnen in den Stein, woraus sich die typischen "Rinnenkarren" bilden, die an dieser Stelle bereits sehr stark ausgeprägt sind. Je nachdem, wie steil es ist, rinnt das Regenwasser schneller oder langsamer über das Gestein. Dabei löst es mehr oder weniger Kalk aus der Oberfläche, bevor es in die tiefen Spalten verschwindet. Es entstehen verschiedene Strukturen im Oberflächengestein, die alle unter dem Begriff "Karren" zusammengefasst werden.

Eine Landschaft aus "durchlöchertem" Gestein nennt man Karstlandschaft. Die typische Karstlandschaft ist tief zerklüftet und ohne Wasser an der Oberfäche. Egal ob Kalk, Kreide, Dolomit oder Marmor - alle Gesteine, die Kalk enthalten, können verkarsten. Dabei löst die Kohlensäure des Regenwassers den Kalk auf, sodass Rillen und Spalten an der Oberfläche entstehen, während unter der Erde riesige Höhllensysteme wachsen können.

 

Gesteine am Durchkaser:

  

Der Dachsteinkalk ist eine karbonatische Schichtenfolge, die vor allem in den nördlichen Kalkalpen vorkommt. Es handelt sich um hellgraue bis weißliche, manchmal auch rötliche sowie relativ reine Kalksteine. Der Dachsteinkalk wird in zwei verschiedene Fazies unterteilt, den Bankkalk und den Riffkalk. Der Dachsteinkalk ist vor etwa 217 bis 200 Mill. Jahren in der Obertrias entstanden. In einem Zeitraum von etwa 10 bis 15 Millionen Jahren lagerte sich Kalkmaterial bis zu einer Schichtdicke von einem Kilometer ab.

Der Riffkalk wird auch als Hochgebirgskorallenkalk bezeichnet. Bei Riffkalken handelt sich um Korallenriffe, die sich meerseitig an den Lagunen aufgebaut haben. Dieser Typ ist nicht so weit verbreitet wie der Bankkalk und tritt vor allem an der Süd- oder Südostseite einiger Gebirgsstöcke auf. Im Unterschied zum Bankkalk ist der Riffkalk von steilstehenden Brüchen und Klüften durchzogen, was geomorphologisch zum Aufbau von Türmen und dem Riffverlauf folgenden schroffen Graten führt.

Als Hauptdolomit bezeichnet man eine bis zu 2200 Meter mächtige Einheit der alpidischen Gebirge, die primär aus Dolomit aufgebaut ist. Die Gesteine wurden großteils in flachen Lagunenbereichen in der Zeit des späten Karniums und des Noriums (beide Obertrias, vor ca. 230–200 Mio. Jahren) abgelagert. Das Gestein ist von hellgrauer oder bräunlich-grauer Farbe mit deutlich geschichtetem Aufbau und starker Zerklüftung. Es ist ausgesprochen spröde und hart. Die Klüfte sind oft nachträglich mit Calcit verheilt, erkennbar an weißen Adern im Gestein.


 

Aufgaben:



1.) Beschreibe kurz die Struktur der Karren im Boden.

2.) Miss oder schätze die Tiefe der Karren.

3.) Stelle anhand der Karrenform und Lage im Gelände eine Vermumtung an, ob das Oberflächenwasser hier schnell oder langsam abfließt.

4.) Bitte füge deinem Logeintrag noch ein Bild von den Koordinaten bei.


Wenn du mir die Antworten über das Message-Center zugeschickt hast, kannst du sofort loggen. In der Regel melde ich mich innerhalb der nächsten Tage, aber darauf brauchst du mit deinem Logeintrag nicht zu warten.


 

 

Viel Spaß mit diesem EarthCache!



Literatur:
Fotos: eigene Aufnahmen
Ausstellung auf der Steinplatte zu Dolomit & Karstgestein
Wikipedia Artikel zu Karren & alpinen Gesteinen
Bodenkunde: Universität Osnabrück


 

Additional Hints (No hints available.)