Mit diesem Cache möchte ich zum Nachdenken anregen, er beruht nicht auf persönliche Erlebnisse. Wir verbinden die Advents- und Weihnachtszeit meistens mit schönen Erinnerungen, Emotionen und Erwartungen, aber ist diese Zeit wirklich für alle eine schöne Zeit?
Worldwide Candle Lighting - Weltweites Kerzenleuchten
Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder
Ein Licht geht um die Welt. Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren betroffene Familien um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster steht für ein Kind, welches verstorben ist und für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und das sie nie vergessen werden.
„Das Licht steht auch für die Hoffnung, daß die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben läßt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.“
Weihnachten mit Sternenkind
Ein Bericht aus dem Internet (Quelle: www.magazin.viaanima.com/weihnachten-mit-sternenkind/)
Als Sternenkind, seltener als Schmetterlingskind oder Engelskind, werden verstorbene Kinder bezeichnet, insbesondere wenn sie vor, während oder bald nach der Geburt gestorben sind.
„Was wäre Weihnachten ohne Kinder?“
Diese Werbung einer bekannten Schokoladenmarke hatte bei mir immer für funkelnde Augen gesorgt und mich, wenn ich es bis dahin nicht schon war, so richtig in wohlige Weihnachtsstimmung versetzt. Das aufgeregte Funkeln in den Augen der Kinder in dieser Szene. Glückliche Familien, die in besinnlicher Gemeinsamkeit das Weihnachtsfest feierten. Liebe, wohin das Auge reichte. Genau so war meine perfekte Vorstellung von Weihnachten als Familie.
Bis meine erstgeborene Tochter starb.
Plötzlich sah ich diese Werbung mit ganz anderen Augen. Sie funkelten nicht mehr, sondern füllten sich unweigerlich und bis zum Überlaufen mit Tränen, wenn die Szene über den Bildschirm flimmerte.
Wie verletzend war auf einmal dieser eine – vermeintlich harmlose – Satz:
„Was wäre Weihnachten ohne Kinder?“
Plötzlich machte das Fest der Liebe und Familie für mich absolut keinen Sinn mehr, war mein Leben doch jetzt genau das Gegenteil von der heilen und bunten Fernsehwelt. Ich war erfüllt von Trauer, mein Leben war Trist und schwer und all die Liebe, die ich eigentlich meinem Kind entgegenbringen wollte, verlief sich im Nichts. Ja, was hatte Weihnachten noch für einen Sinn ohne Kinder?