Im Jahr 2007 wurde auf einem Gelände neben der Johannisbachaue der Betrieb einer Bodendeponie genehmigt, um die bei der Entschlammung des Obersees und der Errichtung des Campus-Nord an der Universität anfallenden Bodenmengen aufnehmen zu können. Vor Anlage dieser „Bodendeponie Talbrückenstraße“ wurde der vorhandene Oberboden entfernt, um ihn nach Stilllegung wieder als oberste Bodenschicht für die Rekultivierung verwenden zu können. Dabei fand sich eine beträchtliche Zahl an großen Findlingen, die zunächst beiseitegelegt wurden. Im Rahmen einer Deponiekontrolle kam die Idee auf, die Findlinge nach Rekultivierung der Deponie in Form eines Findlingsgartens für die Wissenschaft und Bildung sowie als touristische Attraktion zu erhalten und zu präsentieren.
Der so neu entstandene Hügel bot Potential, ein besonderer Anlaufpunkt für Wanderer und Spaziergänger – ACHTUNG MUGGEL - zu werden, denn es zeigte sich, dass man von der Kuppe eine hervorragende Aussicht hat. Der Blick reicht bis zu den Höhen des Teutoburger Waldes: Die Hünenburg, die Sparrenburg – bei guter Sicht sogar das Hermannsdenkmal – und die lippischen Berge bilden ein breites Panorama. Davor liegen der Obersee und die Johannisbachaue mit den großen, von Heckrindern beweideten Wiesen und dem seit 2016 bestehenden Storchennest.
Auch unser (zeitweiliger Büro-) Hund Holly findet diesen Hügel fantastisch, wenn ich nach der Arbeit mit ihr hier spazieren gehe. Sie genießt sowohl die Aussicht als auch die verschiedensten Gerüche der Spuren, die viele Tiere hier hinterlassen – hier macht das Stöbern genauso viel Spaß wie im Wald 😉