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Der Schneider von Hausenbach Traditional Cache

Hidden : 11/20/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Unlängst ist mir mal wieder das tolle Buch „Im Reich des Einhorns – Märchen und Sagen aus dem Dunkelsteinerwald“ untergekommen, so war es mir ein Bedürfnis folgende romantische Sage mit einem Cache zu würdigen.

 

 

Der Schneider von Hausenbach

Unfern der jetzigen Landeshauptstadt, am Rande des Dunkelsteinerwaldes, liegt ein hübsches, verträumtes Schloss inmitten einer kleinen Ortschaft. Der Name dieses Ortes ist Hausenbach und ebenso heißt das Schlösschen. Wenn man es vom gegenüberliegenden Hügel aus betrachtet, verstecken sich die Häuser hinter den hohen Bäumen und man vermeint, das Schloss befinde sich allein in der lieblichen Landschaft.

Vor vielen, vielen Jahren trug es sich zu, dass ein armer Schneidergeselle den Hügel hinaufstieg und vor sich das Schloss in seiner schlichten Schönheit auftauchen sah. Er war schon den ganzen Tag auf den Beinen und müde von der langen Wanderung. Hier wollte er Rast machen und die schöne Aussicht genießen.

Als er so versonnen dasaß, ließ ihn plötzlich der Hufschlag eines Pferdes aufhorchen. Er drehte sich um und erblickte eine schöne, schwarz gekleidete Frau auf einer edlen, rotschimmernden Stute, die ihm entgegenritt. Die schöne Frau zügelte ihr Ross und lächelte ihm freundlich zu. Sie fragte ihn, wer er sei und was er denn hier in dieser abgelegenen Gegend wolle. Der junge Mann antwortete so höflich er konnte: „Mein Name ist Ferdinand, Madame. Ich bin ein Kleidermacher auf Wanderschaft. Mein Lager schlage ich überall dort auf, wo es Arbeit für mich gibt.“

„Nun bin ich auf dem Weg in die Stadt Sankt Pölten, in der Hoffnung, dort Arbeit und Unterkunft zu finden.“ „Da habt Ihr aber noch ein langes Stück Weges vor Euch, dass werdet ihr wohl vor Einbruch der Dunkelheit nicht schaffen“, meinte die schöne Frau. „Ich bin die Herrin dieses Schlosses und lade Euch ein, hier zu nächtigen. Morgen Früh könnt Ihr weiterziehen und Euch Arbeit suchen.“

Der Schneider willigte dankend ein und folgte der schönen Frau auf das Schloss.

Ihr Gemahl war vor einiger Zeit verstorben und seither bewirtschaftete sie mit ihrem Gesinde das Schloss und dessen Güter. Sie bot ihm an, für eine Weile zu bleiben und sein Handwerk hier auszuüben. Schließlich gab es genug zu nähen im Schloss und sie selbst sehnte sich nach der langen Zeit der Trauer nach neuen, schönen Kleidern in hellen, freundlichen Farben. Also blieb der Schneider und hatte ein schönes Leben auf Schloss Hausenbach.

Es sprach sich herum, dass die Herrin von Schloss Hausenbach ihre Trauerzeit beendet hatte und wieder die hübschesten Kleider trug. Von den Adeligen der Umgebung hatte schon so mancher ein Auge auf die schöne Herrin und ihr Schloss geworfen. Sie aber dachte nicht daran, einen Freier zu erhören, hing doch ihr Herz an Ferdinand, dem galanten Schneider.

Obwohl sein Herz nur für sie schlug, wusste er doch, dass er kein standesgemäßer Gemahl für eine Schlossherrin sein konnte.

In ihrer Bedrängnis griff die Schlossfrau schließlich zu einer List. Sie lud zu einem großen Fest und ließ ankündigen, sie würde an jenem Tag einen Bräutigam wählen. Jeder ehrenwerte ledige Mann, egal ob Adeliger, Bürger oder Handwerker, dürfe um sie werben. Sie aber wolle jenen zu ihrem Manne küren, der in der Lage war, ein Rätsel zu lösen.

Als der Tag des Festes herankam, kleidete sie sich in ihr prächtigstes Gewand. Sie begrüßte die ankommenden Gäste freundlich und reichte jedem, der sich als Freier ausgab, einen roten Apfel. Zu ihrer Freude konnte sie auch Ferdinand unter den Herren entdecken. Sie trat vor, blickte in die erwartungsvollen Gesichter und sprach mit klarer Stimme:

„Wohlan, Ihr Herren, das Schicksal soll heute entscheiden, wer mein künftiger Gemahl sein soll.

Hier ist das Rätsel. Vernehmt es und sagt mir dann eure Antwort:

Was nährt uns, ohne dass wir es verzehren,

was macht uns trunken, ohne den Becher zu leeren,

was wärmt uns, ohne uns zu kleiden,

verlieren wir es, müssen wir leiden!

Lange Zeit regte sich kein Laut im Saal. Nach einer Weile setzte leises Gemurmel ein, und so mancher Möchtegerngemahl zog sich enttäuscht zurück. Aber dann löste sich eine Gestalt aus der Menge und trat in die Mitte des Saales. Es war Ferdinand, der auf sie zutrat.

„Es kann nur die Liebe sein, edle Herrin!

Sie nickte heftig und Freudentränen kollerten über ihre geröteten Wangen und sie war überglücklich, dass sich ihre Hoffnungen und Erwartungen erfüllt hatten.  Ferdinand kniete nieder und überreichte ihr als Sinnbild seiner Liebe den roten Apfel, den er bei der Begrüßung von ihr erhalten hatte. Großer Jubel brach aus und so lebten sie glücklich und heiter bis ans Ende ihrer Tage.

 

 

Nun begib dich zu dem Hügel, an dem der Schneider die Schlossherrin das erste Mal traf. 

Vielleicht denkst du auch an den Moment zurück, wo du deinen Schatz das erste Mal begegnet bist...

Genieße den schönen Ausblick - wie in der Sage beschrieben - auf das Schloss Hausenbach und finde des Schneiders Sinnbild seiner Liebe zur Schlossherrin.

 

Additional Hints (Decrypt)

Obqraqrpxry ovggr avpug iretrffra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)