Mörstadter Nonnengarten
Einst von Frauenhand gepflegt
Hier besaßen Nonnen einst Weinberge. Daher der Name. Welches Nonnenkloster war das? Liest man die Geschichte von Mörstadt, so waren viele Klöster abwechselnd präsent. Kloster Lorsch, Wormser Domstift, Abtei Otterberg. Aber ist eines von diesen gemeint? Und war es ein reines Nonnenkloster oder war es ein Doppelkloster (also für Mönche und Nonnen), aber ausschließlich die Nonnen besaßen und pflegten die Weinberge? Viele Fragezeichen. Klar ist heute, dass sowohl Frauen als auch Männer schmackhafte Weine erzeugen können. Ganz gleich, welcher Religion oder Glaubensrichtung sie angehören. Auf Löss und sandigen Boden wachsen im Nonnengarten Burgunder, Chardonnay und viele andere Rebsorten.

Man findet hier als Boden vor allem Löss / Pararendzina - es handelt sich hierbei um Windablagerung von kalkhaltigem Staub in den Eiszeiten. Es ist ein fruchtbarer, tiefgründiger, leichter Lehmboden und toniger Schluff entstanden, der eine sehr gute Speicherfähigkeit für pflanzenverfügbares Bodenwasser und ausreichende Durchlüftung hat. Zudem ist der Boden nährstoffreich, kalkhaltig, hat eine mäßige Erwärmbarkeit, gute Durchwurzelbarkeit und hohes Wuchspotenzial.
Die hier angebauten Weine zeichnen sich durch gelbfruchtige Aromen (Apfel, Pfirsich, Birne, Zitrus) aus, sind feinfruchtig, schlank, erfrischend. Außerdem haben sie eine sanfte Säure, mittelkräftige Struktur, sind saftig elegant und früh trinkbar. den Weinen wird auch ein süffiger Charme, unkomplizierte Vielschichtigkeit und eine fruchtig fröhliche Ausprägung zugesprochen - eben ganz wie die Rheinhessen!
(Quelle: Mörstadter Nonnengarten - Wonnegau)
Der wettergeschützte Winzling hat ein wasserfestes Logbuch. Eine gewisse Körpergröße ist sicherlich von Vorteil
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