Klaus-Dieter Kerwitz
Nordhausen hat am 28. November 2017 mit Klaus-Dieter Kerwitz einen der bedeutendsten Künstler der Gegenwart verloren, einen Freigeist, Mahner und Genießer.

Der Maler und Grafiker Klaus-Dieter Kerwitz 2015 in seinem Atelier in Rüdigsdorf
(Foto: Roland Obst)
Klaus-Dieter Kerwitz wurde am 10. Juli 1940 in Nordhausen geboren. Schon früh wurde sein künstlerisches Talent entdeckt. Nach seinem Schulabschluss besuchte er von 1957 bis 1960 die Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) in Dresden, die Begabten auf ein Studium an den Kunsthochschulen in der DDR vorbereitete. Im Jahr 1963 heirate er Heidemarie Zimmermann, ein Jahr später wurde Sohn Tomas geboren. 1967 schloss Kerwitz sein Kunststudium in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer mit dem Diplom „sehr gut“ ab. Kerwitz blieb bis 1975 in Leipzig und war freiberuflich in der Messe- und Ausstellungsgestaltung tätig. 1975 kehrte er nach Nordhausen zurück und bezog eine Wohnung mit Atelier. In Rüdigsdorf erwarb er 1984 ein Fachwerkhaus und wirkte hier seit 1988. Seine Frau betrieb hier zudem das „Café Kerwitz“, welches sich zu einem beliebten Ausflugziel entwickelte und das den Umweltpreis bei den 7. Umweltfesttagen im Oktober 2002 erhielt.
Von 1994 bis 1999 war er parteiloses Mitglied des Nordhäuser Stadtrates (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen).
Kerwitz stand in freundschaftlicher Verbindung mit dem Künstler Gerd Mackensen.
Quelle: https://nordhausen-wiki.de/wiki/Klaus-Dieter_Kerwitz