Skip to content

#24 LWF: Sagenhaftes Mühlviertel Mystery Cache

Hidden : 1/11/2024
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   large (large)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


N48° 33.324

Das Mühlviertel hat nicht nur schöne Seiten. Seinerzeit war es ein dunkler Ort mit allerlei wildem Getier, welche den Einwohnern das Leben schwer gemacht haben. Aber nicht nur die Tierwelt war herausfordernd, so ist das Mühlviertel das Epizentrum der Machenschaften des finstersten Gesellen, den die Erde zu bieten hat. Er hat sehr viele sabotiert und ruiniert - man glaubt es kaum. Selbst die Zeit mag solche Geschichten nicht tilgen.

So begab es sich dereinst:
Helfenberg liegt zwischen den steil ansteigenden Uferwänden der Steinernen Mühl eingezwängt. Die Alten erzählen, die ersten Siedler wollten ihre Hütten eigentlich auf einer Anhöhe bauen, wenn ihnen nicht der Teufel übel mitgespielt hätte. Bevor sie nämlich ihre ständigen Wohnplätze zu errichten gedachten, wollten sie dem Herrgott in ihrer Mitte ein Kirchlein bauen.

Das passte aber dem Höllenfürsten nicht in seinen Kram! Wenn die Siedler zur Winterszeit Bausteine und Holz auf Schlitten mühsam auf den Kirchenbauplatz geschafft hatten, warf ihnen der Teufel alles wieder hinab ins Tal der Steinernen Mühl. Sie fingen wieder an, Baumaterial auf die Anhöhe zu schaffen. Inbrünstig flehten sie zur Mutter Gottes: „Hilf am Berg! Hilf am Berg!" Aus diesem Hilferuf wurde der Name des Ortes Helfenberg gebildet, aber die Gottesmutter war nicht imstande, die Macht des Bösen zu brechen.

Eine klirrende Winternacht lag über dem Waldland. Vor einer Keusche (Ausdruck für ärmliches, kleines Bauernhaus) winselte ängstlich der Hund. Der Siedler bekleidete sich notdürftig, um das Tier einzulassen. Bevor er die Tür öffnete, machte er den Fensterladen einen Spalt auf und blickte auf das sternübersäte Firmament. Mitternacht war's. Plötzlich kam ein Sturmwind einhergebraust. Über den Hügeln erhob sich ein fürchterliches Schneegestöber. Im Gewoge gewahrte der Siedler eine Schar von zottigen Wölfen mit funkelnden Augen und feurigem Atem: „S' wilde Gjoad, s'Nachtgjoad", durchfuhr es den Mann, dem vor Schreck die Haare zu Berge standen.

Vor der Hütte bog der Sturm die Wipfel der Bäume tief zur Erde nieder, brauste vorbei und schnurstracks hinüber zum Kirchenbauplatz am Hang. Und all das mühsam zusammengetragene Baumaterial flog mit einem Male hinab ins Tal. Der Siedler getraute sich nicht mehr vor die Tür. Am Morgen lag davor sein Hund, zerzaust, zerschunden, tot. Das schreckliche Erlebnis von der wilden Jagd erzählte der Mann alsbald den anderen Siedlern. Hierauf beschlossen diese, am Ufer der Steinernen Mühl das Gotteshaus und ihre Wohnstätten zu erbauen. Als das Kirchlein fertig war, schaute der Teufel missmutig vom Wolfstein zu Tal. „Wartets nur, euch kriag i nu", schrie er, dass es über das Mühltal hinschallte. „Alle sollen ersaufen, weil sie so verrückt in die Kirchen laufen! Allesamt müassen sie dran glauben, so wahr ich der Teufel bin!"

An einem Samstagabend stelzte der Böse die Steinerne Mühl entlang aufwärts, um eine Engstelle im Tal auszuforschen. „S'Mühlbachl wird angeschwöllt und morgn lass i s' Wasser außi, wann sie allesamt in da Kirchen knotzen! Wia d'Mäus' werden sie dersaufen - allesamt, allesamt", schrie er wieder, und es klang wie Donner. Im Mühlholz fand er die geeignete Stelle, riss Felsblöcke von den Waldhängen diesseits und jenseits und wälzte sie in den Fluss. Die Nacht war erfüllt vom Getöse der abbrechenden Felstrümmer. Und im Flussbett türmte nun der Bockbeinige Stein auf Stein zur gewaltigen Mauer. Weit zurück bis in die vor dem Mühlholz liegende Roiau stauten sich bald die Fluten der Steinernen Mühl. Als aber der Morgen graute, sah der Böse, dass der See nicht ausreichte, um das Helfenberger Tal zu überschwemmen. Es vergoldete sich bereits der Himmel hinter Weißenbach und hoch oben in Altenschlag krähte der erste Hahn. In diesem Augenblick war seine Macht gebrochen. Mit einem Fluch fuhr der Schwarze zur Hölle. Dabei erbebte die Erde und die Teufelsmauer begann zu wanken. Ein Felsblock um den anderen kollerte ins Mühltal hinaus und allmählich ergoss sich das angestaute Wasser, ohne Schaden anzurichten.
E014° 09.757
Heute noch ist an dieser Stelle das Flussbett über und über voll riesiger Felsblöcke.

Quelle: Sagenhaftes aus dem Bezirk Rohrbach, Fritz Winkler, 2009, Tips Zeitungs GmbH & Co KG, Linz

Der Cache:
Achtet beim Überqueren der Brücke auf die Steinerne Mühl - fällt euch was auf?



Additional Hints (No hints available.)