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Die Pest in Wienhausen (Virtual Reward 4.0) Virtual Cache

Hidden : 4/14/2024
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

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Geocache Description:


Willkommen zu meinem ersten virtuellen Cache! Er ist inspiriert von einem Blog von Hendrik Altmann (Found Places).

 

Er stellt hierin vergessene Plätze und Ereignisse im Landkreis vor. Er hat mir freundlicherweise erlaubt, Darstellungen aus seinem Blog zu verwenden. Wenn Ihr weitere Hintergründe wünscht, könnt Ihr gerne auch dort nachlesen:

 

https://found-places.blogspot.com/2014/04/pest-in-wienhausen-elendwiese-und_28.html

 

Nun zu diesem Thema: Die Pest in Wienhausen

 

Im Jahr 1350 gab es eine der schwersten Pest-Epedemien in unserem Landkreis. Menschen starben nach alten Überlieferungen, ohne die heiligen Sakramente empfangen zu haben. Auch Kinder sind gestorben, ohne vorher getauft worden zu sein. Es soll Tage gegeben haben, an denen von morgens bis abends Leichen begraben worden sind. Die Krankheit machte dabei keinen Unterschied, ob man arm oder reich war. Geeignete Heilmittel gab es nicht. Ganze Familien starben aus, Felder konnten nicht bestellt werden und weite Landstriche vereinsamten.

Zwischen Bockelskamp und Wienhausen gab es am Mühlenkanal einen Bereich, der sich Elendwiese nannte. Dort soll es ein Haus für Pestkranke gegeben haben. Eine genaue Ortsangabe für dieses Haus gibt es nicht, aber anhand einer Flurnamensammlung des Celler Stadtarchives konnte der Ort in etwa eingegrenzt werden. Die Elendwiese wird in der nachfolgenden historischen Zeichnung des Stadtarchivs mit Nummer 3a bezeichnet und liegt in unmittelbarer Nähe zum Mühlenkanal, also genau nördlich der Listing-Koordinaten (Quelle: Flursammlung Wienhausen, Stadtarchiv Celle).

 

In der Erklärung der Nummerierung heißt es zur 3a: "Dort wurde 1350 ein Haus erbaut in welches man die Pestkranken brachte." 

Die Bezeichnung Elendwiese erklärt sich daraus, daß die Pest das Elend schlechthin war, das die Menschheit in jener Zeit heimsuchte. Übertragen wurde sie als Beulen- oder Lungenpest. Die Menschen konnten das damals auch noch nicht richtig deuten und waren überfordert. Die Lage der Elendwiese stimmt ziemlich gut mit der damaligen Auffassung zur Heilung der Pest überein, da man glaubte, daß das Wasser aus dem Mühlenkanal eine heilende Kraft hätte. Weiter nahm man an, diese Kraft wäre in der Lage die Pest aus dem infizierten Körper herauszuziehen. Pest- und Siechenhäuser wurden daher regelmäßig in der Nähe von Flussläufen und Gewässern erbaut.

Neben der Elendwiese gibt es noch weitere Hinweise auf die Pest. So soll der sogenannte Schwarze Hamm einst ein Moor östlich des Klosterortes gewesen sein (nahe bei den Rieselwiesen). Angeblich deutet diese Bezeichnung darauf hin, dass in dem einstigen Moor Pestleichen versenkt wurden. Da es viel mehr Tote als verfügbare Grabstellen und mehr Leichen als Totengräber gab, soll es zu Massenbestattungen und Verbrennungen gekommen sein. Daher scheint das Versenken von Leichen im Moor ebenfalls plausibel zu sein. Laut Hendrik Altmann scheint es jedoch unwahrscheinlich, dass Pesttote im Moor ausgerechnet östlich des Ortes versenkt worden sind. Denn dann hätte man die Verstorbenen vom Pesthaus aus durch den ganzen Ort befördern müssen, womit die Gefahr der weiteren Pestverbreitung bestanden hätte, und das Trinkwasser der durch den Ort fließenden Gewässer hätte kontaminiert werden können.

Eine weitere Stelle, an der Pesttote möglicherweise begraben worden sind, ist im Bereich der Straße Knokenriehe zu suchen (mögliche Übersetzung => Knokenriehe = Knochenreihe = Friedhof). So wurde es von Herrn Heinemann berichtet.

Und letztlich habe ich selber mal jemanden im Sunder getroffen, der auf der Suche nach einem Seuchenwald war, also einem kleinen Waldstück, in dem an einer Seuche Verstorbene begraben worden sein sollen. Daß es diesen Wald hier gegeben hätte konnte mir Hendrik Altmann allerdings nicht bestätigen. Ich lasse diese Station dennoch bestehen, da es meiner Meinung nach eine interessante Location ist.

 

Die Pest forderte Opfer in ganz Europa. Gemälde von G. B. Tiepolo aus dem Jahre 1758

 

Eure Aufgabe:

Begebt Euch zu den im Listing beschriebenen vier Stationen, schaut Euch die Umgebung an und sucht nach den unten benannten "Codes" (das sind Buchstaben- / Ziffern - Kombinationen), die Ihr dann in dem Checker eingeben müßt. Dieser verrät Euch schließlich eine e-mail-Adresse, an die Ihr ein Codewort schicken möchtet, das Euch ebenfalls der Checker verrät. Dies ist für mich der Beleg dafür, daß Ihr auch an den vier Stationen gewesen seid und stellt somit die Logerlaubnis dar. Wartet nicht auf eine Antwort von mir. Ohne dieses e-mail von Euch erlaube ich mir jedoch, Euren Log ggf. wieder zu löschen.

Zur Info: ich behalte mir vor, in unregelmäßigen Abständen die abgefragten "Codes" anzupassen. Damit macht das Weitergeben keinen Sinn. Das wäre dann ja auch zu einfach....

Weiterhin wünsche ich mir mit Eurem Log ein Foto von einer der vier Stationen in dem Listing. Ihr selbst müßt auf dem Foto nicht zu erkennen sein. Es reicht auch, wenn Euer GPS oder Smartphone zu erkennen ist. Das werde ich aber nicht so eng sehen.

Die vier Stationen können der nachfolgenden Tabelle (Wegpunktliste) entnommen werden. Bis auf die Station "Blick auf den vermeintlichen Seuchenwald" können alle mit einem motorisierten Fahrzeug angefahren werden. Doch besser wäre eine kleine Radtour. Oder zu Fuß, was dann allerdings weit zu laufen wäre. Der Blick auf den Seuchenwald ist allerdings nur möglich, wenn man ein wenig spazieren geht. Aber das hält Euch gesund! Ihr könnt Euch dahin auf der Gastrasse bewegen, oder einen Waldweg nutzen, der eine Baumlänge entfernt vorbei läuft.

Viel Spaß dabei wünscht Euch der rasi

 

Die Pest in Wienhausen

 

Virtual Rewards 4.0 - 2024-2025

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between January 17, 2024 and January 17, 2025. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 4.0 on the Geocaching Blog.

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