Skip to content

KULTURHAUPTSTADT 2024 - HALLSTATT [01.02.2024] Traditional Cache

Hidden : 1/24/2024
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Bad Ischl - Salzkammergut 2024

Kulturhauptstadt Bad Ischl – Salzkammergut 2024

Die erste Kulturhauptstadt Europas im ländlichen alpinen Raum bringt Bewohner*innen aus 23 Gemeinden und zwei Bundesländern zusammen, die gemeinsam ein Jahr lang miteinander leben, erleben und arbeiten werden. Der Weg dorthin war nicht immer einfach. Es gab Streitigkeiten und Missverständnisse. Doch solche Ereignisse zeigen, dass die „Architekt*innen“ dieser Kulturhauptstadt einige Gräben und tektonische Bruchstellen offengelegt haben. Dies ist der Tradition von Kulturhauptstädten inhärent, denn anders als bei der Produktion anderer Kulturgüter können und sollen die unvermeidlichen Geburtswehen des kreativen Prozesses nicht hinter den Kulissen versteckt werden. Die „Architekt*innen“ mussten also auf offener Bühne agieren. Und wie der bisherige Diskurs gezeigt hat, lohnt sich dieses Ringen. Die Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 wird eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, um die gut gepflegten Eigenarten, Traditionen und Sichtweisen der Region mit anderen zu teilen, zu hinterfragen und hoffentlich auch zu erweitern. Das Ziel ist dabei nicht, diese vielen Eigensinne abzuschaffen, sondern sie zu einem größeren, dem Gemeinschaftssinn, zu vereinen. Genau das haben die 23 Gemeinden des Salzkammerguts vorgelebt und ein Miteinander geschaffen, welches das Gemeinsame über das Trennende stellt und bei dem die eigene Weltsicht als bereichernder Mosaikstein für das große gemeinsame Bild verstanden wird. Die zahlreichen Veranstaltungen und Projekte sollen dabei helfen, eine offene und inklusive Atmosphäre zu schaffen, in der sich jede*r willkommen fühlt und eigene Perspektiven einbringen kann. Es geht dabei nicht nur um Unterhaltung und Vergnügen, sondern auch darum, kritische Diskussionen anzustoßen und einen Raum für Reflexion und Austausch zu schaffen. Die Kulturhauptstadt Region Europas wird somit nicht zum Ort des Eskapismus, sondern zum Ort der Begegnung und des Dialogs, an dem die Bewohner*innen ihre Zukunft innerhalb Europas und der Welt gemeinsam gestalten können. In einer Zeit, in der sich Isolationismus verstärkt und Klüfte vertiefen, können Kunst und Kultur die einzigen Instrumente sein, die diese Fliehkräfte bändigen und helfen, aufgerissene Gräben wieder zu überbrücken. Wir sind uns sicher, dass das Salzkammergut ein Vorbild für ein vereintes Europa werden kann, das sich neu positionieren muss, um den Herausforderungen von morgen Stand zu halten. Eine Modellregion, die unter Beweis stellt, dass kulturelle Unterschiede eine Bereicherung für das Zusammenleben sind. Die Kulturhauptstadt wird dazu beitragen, Toleranz sowie die Bereitschaft, sich auf die Sichtweise anderer einzulassen, als die einzig tragfähige Grundlage für eine offene zivile und demokratische Gesellschaft zu verdeutlichen. 

Hallstatt

Die Salz- und Holzwirtschaft war in früheren Zeiten der Haupterwerb der Menschen in dieser Kulturlandschaft. Zudem gibt es seit beinahe hundertfünfzig Jahren eine technische Schule. Im Jahr 1873 als Holzfachschule gegründet, wurde diese traditionsreiche und national sehr anerkannte und geschätzte Schule vor vierzig Jahren zur höheren technische Bundeslehranstalt (HTBLA) Hallstatt weiterentwickelt. 450 Jugendliche, die aus ganz Österreich und dem angrenzenden Ausland kommen, erfahren eine hochwertige technische Ausbildung in Holzbearbeitung, Innenraumgestaltung, Möbeldesign, Holz- und Saiteninstrumentenbau, Bootsbau und Restaurationstechniken. Die vielen Touristen, die aus aller Welt kommen, sind für die Einheimischen gelegentlich eine Belastung, doch sind sie andererseits auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Sie waren für die positive Entwicklung des kleinen Ortes während der vergangenen fünfzehn Jahre verantwortlich. Auf Grund der geografischen Lage sind in der Region „Inneres Salzkammergut“, einer von den Verkehrsadern (Autobahnen) sehr weit entfernten Gegend, fast keine Industriebetriebe, die gute Arbeitsplätze bieten würden, angesiedelt. Umso wichtiger ist deshalb seit einigen Jahrzehnten der Tourismus geworden. Als Tourismusgemeinde erfreut sich Hallstatt seit Jahren einer stetig steigenden Nachfrage und Gäste aus der ganzen Welt machen in der kleinen Marktgemeinde Urlaub. Bis zum Ausbruch der Corona Epidemie im Jahre 2020 gab es ca. 145.000 Gästenächtigungen. Der Ausbruch der Pandemie führte zur Einstellung des internationalen Flugreiseverkehrs. Das Ausbleiben der vielen internationalen Gäste „schaffte“ der Marktgemeinde einerseits von einer Minute auf die andere ein Problem, das die Bewohnerinnen und Bewohner seit vielen Jahren massiv beschäftigte, „vom Hals“, andererseits bedeutete es aber für viele Unternehmerinnen und Unternehmer des Ortes, sowie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Existenzbedrohung und löste berechtigte Zukunftssorgen aus. Heuer, im Jahr 2022 nähert man sich, die Nächtigungszahlen betreffend, schon wieder der 100.000 er Marke. Zusammen mit den vielen Tagestouristen erzielen sowohl Gemeinde und ihre Bevölkerung als auch die Betriebe eine enormen Wertschöpfung daraus. Die Errichtung des „Heritage Hotel Hallstatt“, an dem die Marktgemeinde Hallstatt mit 49% Gesellschafter ist, war im Jahr 2009 ein ganz wichtiger und entscheidender Impuls für eine positive Entwicklung des Qualitätstourismus. Es galt die Zahl der Nächtigungen, und somit die Wertschöpfung im Ort zu erhöhen. Damit begann der Ganzjahrestourismus für die Hotel und Gastronomie, die Salzwelten als Betreiber des Besucherbergwerks und Standseilbahn und die Hallstätterseeschifffahrt. Bis vor fünfzehn Jahren gab es nur eine Saison, die von Ostern bis zum Spätsommer dauerte. In Medienberichten wurde damals Hallstatt als „das sterbende Dorf“ beschrieben. Die heimischen Betriebe aber auch die öffentliche Hand tätigten seither hohe Investitionen, worauf viele neue Arbeitsplätze im Ort, sowohl in der Bundesschule als auch im Tourismusbereich, entstanden. Die „Salzwelten“, die Tourismusgesellschaft der Salinen Austria AG, tragen mit ihren positiven Geschäftsergebnissen wesentlich dazu bei, dass es die alpine, sehr kostenintensive Salzerzeugung in Österreich noch gibt. Das gilt auch für die Finanzierung der archäologischen Forschung am und im Hallstätter Salzberg, die dankenswerterweise auch vom Land Oö und dem Bund finanziell unterstützt wird. Die prähistorischen Stollenanlagen, in denen laufend bedeutende Fundstücke zu Tage kommen, müssen sehr aufwändig erhalten werden, um begehbar zu bleiben. Diese historischen Stollenanlagen waren neben dem berühmten Gräberfeld am Salzberghochtal ein wesentlicher Grund dafür, dass die Region „Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut“ 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Denn es handelt sich zweifelsohne um ein weltweites Alleinstellungsmerkmal, dass in Hallstatt ein Produkt, in unserem Fall das Nahrungs- und Industriemittel Salz, seit über siebentausend Jahren an ein und demselben Ort, bis in die heutige Zeit abgebaut wird. Dies wird seit Jahrzehnten von den Archäologen des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien, die am Salzberghochtal in Hallstatt eine wissenschaftliche Forschungsstelle betreiben, bearbeitet und dokumentiert.

Weitere Infos zur Gemeinde und dem Programm findet ihr HIER


Herzlichen Dank an die Kulturhauptstadt - Bad Ischl Salzkammergut 2024 GmbH, die uns nicht nur die Nutzungsrechte an Bildern und Texten in den Listings gewährt hat, sondern auch die tollen Doserl zur Verfügung gestellt hat! Bitte geht sorgsam damit um! 
Happy Caching und viel Vergnügen bei den Caches und Projekten der Kulturhauptstadt-Region! 

Additional Hints (Decrypt)

OBAHFMNUY AVPUG IRETRFFRA

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)