Deutsche Version:
Zum ersten Mal beschrieben wurde das Ergussgestein vom französischen Mineralogen René-Just Haüy im Jahr 1813. Bei der Abkühlung der Vulkanite aus der Auvergne bildete die entweichende Gasphase winzige, unregelmäßige Hohlräume, die dem Gestein im frischen Bruch dann ein raues, zackiges Äußeres verliehen. So entstand vom griechischen Wort trachys für „rau“ der Name des Gesteins „Trachyt“.
Trachyt ist ein magmatisches Gestein extrusiver Herkunft und besteht teils aus Feldspat, Hornblende, Biotit, Augit, Glimmer, Quarz und Magneteisen, teils aus einer amorphen glasigen Masse. Die Hauptgemengteile von Trachyt werden insbesondere durch Othoklas-Feldspäten repräsentiert, deren mengenmäßiger Anteil den ebenfalls enthaltenen Plagioklas-Feldspäten und Quarzen überlegen ist.
Das Gefüge des porösen bis dichten Gesteins ist porphyrisch, d.h. in der homogenen Gesteinsmatrix befinden sich einzelne größere Kristalle, häufig vertreten durch den Feldspatvertreter Sanidin. Trachyte sind feinkörnig und die Kristallform der aufbauenden Minerale kann sowohl xeno- als auch idiomorph sein.
Chemisch ist Trachyt mit dem Tiefengestein Syenit identisch, bildet sich aber im Gegensatz zum Syenit vor allem als aufgewölbte Gesteinsmasse direkt an der Erdoberfläche.
Trachyt ist weltweit in zahlreichen Vulkangebieten verbreitet. In Deutschland gibt es vor allem Vorkommen im Westerwald, im Siebengebirge, Im Odenwald, Vogelsberg und Eifel. Im Siebengebirge wurde bereits in römischer Zeit der Trachyt vom Drachenfels abgebaut und besonders für statisch beanspruchte Bauteile in romanischen Kirchen genutzt. Das bekannteste Bauwerk aus Trachyt in Deutschland ist der Kölner Dom. Dort zeigt sich, dass Trachyt für den Außenbereich wegen seiner starken Verwitterung nur bedingt geeignet ist.
Der hoch über Arzbach gelegene Kegel „Großer Kopf“ hat sich aus Trachyt gebildet. Hierbei handelt es sich um Erosionsreste. Das Trachytgestein wurde in drei Steinbrüchen zu unterschiedlichem Gebrauch gebrochen.Der größte Steinbruch befindet sich an der nordöstlichen Flanke und reicht bis fast an den Gipfel heran. Schon die Römer bedienten sich hier für den Bau des Kastells Arzbach.
Die Steine wurden mittels Stangen aus dem Berg herausgebrochen und mit Kuhgespannen zum Ziel transportiert. Es war eine mühevolle und sehr gefährliche Arbeit. Im Zuge des Umbaus der Arzbacher Pfarrkirche (1860/61) wurde der Transport der Bruchsteine von 134 Fuhrleuten aus den „Augster“ Gemeinden durchgeführt. Neben der Verwendung als Baumaterial hat man auch Brunnen und Tröge aus dem Gestein angefertigt. Letzter Pächter war ab 1948 der Pflasterermeister Eduard Lehmler aus Arzbach. Er betrieb den Steinbruch bis 1952.
[Quellen: Infotafel vor Ort, wikipedia.de, https://www.steine-und-minerale.de/ ]
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3. Wie lassen sich diese Unterschiede erklären?
4. Welche Verwitterungsspuren lassen sich erkennen?
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English Version:
The effusion rock was first described by the French mineralogist René-Just Haüy in 1813. When the volcanites from Auvergne cooled, the escaping gas phase formed tiny, irregular cavities, which gave the rock a rough, jagged appearance in the fresh fracture. This is how the name of the rock “trachyte” came from the Greek word trachys for “rough”.
Trachyte is an igneous rock of extrusive origin and consists partly of feldspar, hornblende, biotite, augite, mica, quartz and magnet iron, partly of an amorphous glassy mass. The main components of trachyte are represented in particular by othoclase feldspars, the quantitative proportion of which is superior to the plagioclase feldspars and quartzes that are also contained.
The structure of the porous to dense rock is porphyry, i.e. in the homogeneous rock matrix there are individual larger crystals, often represented by the feldspar representative sanidine. Trachytes are fine-grained and the crystal form of the constituent minerals can be both xenomorphic and idiomorphic.
Chemically, trachyte is identical to the deep rock syenite, but in contrast to syenite, it forms primarily as a bulging rock mass directly on the earth's surface.
Trachyte is widespread in numerous volcanic areas worldwide. In Germany there are mainly occurrences in the Westerwald, in the Siebengebirge, in the Odenwald, Vogelsberg and Eifel. In the Siebengebirge, trachyte was mined from Drachenfels as early as Roman times and was used particularly for statically stressed components in Romanesque churches. The most famous building made of trachyte in Germany is the Cologne Cathedral. This shows that trachyte is only partially suitable for outdoor use due to its strong weathering.
“Großer Kopf”, a cone high above Arzbach was formed from trachyte. These are erosion residues. The trachyte rock was quarried in three quarries for different uses. The largest quarry is on the northeastern flank and reaches almost to the summit. The Romans already used this area to build the Arzbach fort.
The stones were broken out of the mountain using poles and transported to the destination by oxcarts. It was laborious and very dangerous work. As part of the renovation of the Arzbach parish church (1860/61), the quarry stones were transported by 134 carters from the “Augster” communities. In addition to being used as a building material, wells and troughs were also made from the rock. The last tenant from 1948 was the master paver Eduard Lehmler from Arzbach. He conducted the quarry until 1952.
[References: information board, wikipedia.de, https://www.steine-und-minerale.de/ ]
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