Waldkapelle - Rehaklinik „Hoher Fläming“

Verpflegung - Waldcafé
Ein schöner Ausflugsort für Wanderer und 🚲 Fahrer im Sommer und Winter.
Im Waldcafé (Öffnungszeiten 12:00 bis 20:00 Uhr) nebenan,
kann man auch leckeren selbstgemachten 🎂 Kuchen 🍰, Kaffee ☕️ und heiße Snacks genießen.
[https://maps.app.goo.gl/6wdtvaFwmpMsRgDr6 ]
Info 1 zur Kapelle
Bau einer Kapelle auf der Anhöhe am Eingang 1903 DR. ALBERT FRICKE
Am 1. Januar 1903 wurde die Kinderheilstätte eröffnet. Mathilde Kappel starb 1919, Markus Kappel folgte ihr 1920. Ehre sei ihrem Andenken. Nachdem die Errichtung gesichert war, richtete der Berlin-Brandenburger Heilstättenverein seine Sorge auf den Bau einer Kapelle auf dem Grundstück, um eingedenk des Wunsches der Kaiserin den religiösen Bedürfnissen der Kranken Rechnung zu tragen. Nachdem das Kultusministerium 1000 Mark bewilligt hatte, fanden sich bald zwei Vereinsmitglieder, die ungenannt bleiben wollten, von denen der eine 10.000 Mark und der andere 15.000 Mark spendete. Die Bleichröderstiftung beteiligte sich mit 5000 Mark, so war das notwendige Kapital für den Bau vorhanden. Er wurde 1902 begonnen und 1903 zu Ende geführt. Das Gottes-haus, in einfachem gotischem Stil mit einem Gestühl für 180 Personen, steht auf einem Hügel rechts neben dem Einfahrtstor, etwa 100 Meter von der Heilstätte entfernt, eingerahmt von prächtigen ausländischen Fichten.
Am 4. November 1903 fand die feierliche Einweihung im Beisein der Kaiserin Auguste Viktoria statt. Nach einer Ansprache von Exzellenz von Leyden wurde die Kirche auf-geschlossen. Den Gottesdienst versahen der Generalsuperintendent Köhler aus Berlin und der Superintendent Meyer aus Belzig. Die Kaiserin hatte die Abendmahlgeräte, das Kruzifix mit Sockel und die Altarleuchter gespendet.
[Vgl.: Zur Geschichte einer Klinik. Von der Lungenheilstätte zum Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus in Bad Belzig1900 bis 2010, Helga und Günter Kästner, Herausgeber: Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus GmbH, 2011]
Info 2 Waldkapelle
Die geschichtsträchtige Kapelle wurde 1903 von Kaiserin Auguste Viktoria eingeweiht – der Gemahlin Kaiser Wilhelms II und als solche von 1888 bis 1918 Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen. Das Gotteshaus befindet sich im südlichen Teil des Parkgeländes. Jeden Sonntag um 9.30 Uhr findet hier ein Gottesdienst statt. Nicht nur das ehrwürdige Ambiente trägt zu einem besonderen Klangerlebnis bei, die Kapelle verfügt auch über eine hervorragende Akustik.
Das historische Ambiente und die gute Akustik machen das Gotteshaus zu einer beliebten Hochzeitslocation. Es gibt es regelmäßig kirchliche, freie und – in Kooperation mit der Stadt Bad Belzig – standesamtliche Trauungen. Hochzeitsgesellschaften mit rund 100 Personen finden hier Platz. Die Kapellenorgel kann zur musikalischen Begleitung der Zeremonien genutzt werden. Mit den großgewachsenen Bäumen unseres Park bietet die kleine Kirche zudem eine romantische Kulisse für Hochzeitsfotos. Heiraten in der Waldkapelle ist auch in der kalten Jahreszeit ein angenehmes Erlebnis – sie verfügt über eine Fußbodenheizung.
[Quellen: https://oberlin-rehaklinik.de/patienten-besucher/freizeit/waldkapelle
https://maps.app.goo.gl/BCFGfzwaG8Z4kUBf8 ]
Infos zur Lungenheilstätte, später Reha Klinik
Liebevoll nannten die Belziger das Waldgebiet rund um die Rehaklinik schon vor mehr als hundert Jahren ihr „Klein-Thüringen". Bei der Jagd entdeckten es Berliner und fanden es für Heilzwecke besonders geeignet. Schnell war mit der Kirche der Kaufpreis der Kirchenheide verhandelt.
Aus Spendengeldern errichtete der Berlin-Brandenburger Heilstättenverein 1898 bis 1900 das Haupthaus der Lungenheilstätte in Belzig. Die Samuel-Bleichröder-Stiftung baute zur gleichen Zeit das Parkhaus. 1903 wurde die Anlage durch eine Kinderheilstätte und eine Kapelle ergänzt: 1909 entstand das Arztehaus. Bis 1930 erhielten Patienten mit Lungentuberkulose in den drei Häusern eine Heilbehand-lung.
Ab 1931 übernahm die Sozialabteilung der Berliner Siemenswerke in Partnerschaft mit dem Berlin-Brandenburger Heilstättenverein und der Bleichröder-Stiftung die Umgestaltung und Modernisierung der Anlage zum Erholungsheim Belzig-Land für Betriebsangehörige und ihre Kinder. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Häuser als Lazarett genutzt.
In den Nachkriegsjahren übernahm zunächst die Landesregierung Brandenburg, dann der Rat des Bezirkes Potsdam die Verwaltung. Bis 1972 wurden in der Heilstätte Tuberkulose-Patienten betreut.
Nach der Modernisierung wurde die Anlage von 1974 bis 1990 als Herz-Kreislauf-Sanatorium betrieben.
Durch die Unternehmensgruppe Hermann Lielje (Löhne) erfolgte 1992/93 eine umfassende Sanierung aller Gebäude und der Neubau der Bettenhäuser und des Speisesaales. Das Rehaklinikum „Hoher Fläming" für orthopädische und psychosomatische Krankheiten wurde am 14. Oktober 1993 eingeweiht.
Mit dem Trägerwechsel am 1. Dezember 2000 heißt sie nun Reha Klinikum „Hoher Fläming" Oberlinhaus GmbH in Bad Belzig.
[Vgl.: Zur Geschichte einer Klinik. Von der Lungenheilstätte zum Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus in Bad Belzig1900 bis 2010, Helga und Günter Kästner, Herausgeber: Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus GmbH, 2011]
Bilder
Historische Bilder sind in der Galerie verlinkt.
Das Buch, die Quelle der Bilder, über die Geschichte der Klinik, ist sehr interessant und kann an der Rezeption käuflich erworben
oder zum lesen vor Ort kurz geliehen werden:
[Vgl.: Zur Geschichte einer Klinik. Von der Lungenheilstätte zum Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus in Bad Belzig1900 bis 2010, Helga und Günter Kästner, Herausgeber: Reha Klinikum „Hoher Fläming" im Oberlinhaus GmbH, 2011]
