In geheimen dunklen Walden, trifft hier Gegenwart auf Vergangenheit. Was mag hier wohl mal gewesen sein? Es ist etwas rutschig, passt also auf!
Zur Geschichte:
Weit über 800 Jahre können die Woffskeels ihren Stammbaum zurückverfolgen. Das Schloss in Reichenberg erwarb Ritter Eberhard von Wolfskeel 1376 als Lehenssitz. Seitdem nennt sich die Familie, die zum fränkischen Uradel zählt, Wolfskeel von Reichenberg. Reichenberg wurde zum Hauptsitz im „Wolffskeel-Ländle“ südlich von Würzburg, zu dem bald auch Rottenbauer, Hattenhausen, Lindflur, Albertshausen, Uengershausen und Geroldshausen als Lehen gehörten.
Um 1580 spitzten sich die Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen Hochstift Würzburg und den evangelischen Wolfskeels zu, als Hans Erhard von Wolfskeel sich schützend vor die Tochter eines Uengershäuser Schäfers stellte. Der vom Hexenverfolgungswahn getriebene Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg ließ dem Mädchen unter der Folter ein Geständnis abringen, das sie der Hexerei überführte. Erhard wurde gezwungen, die Verbrennung der angeblichen Hexe im Schlosshof von Reichenberg zu vollziehen.
Der Geheimgang gehörte zum Schloss und führte direkt zum Verlies, in dem die Hexe darbte.