Wasserturm Nordstetten
Die auf der Hochfläche rechtsufrig des Neckars liegenden Verbandsgemeinden der Nordstetter-Wasserversorgungsgruppe schufen mit der Erstellung des neuen Wasserturmes Nordstetten ein wartungsarmes und betriebssicheres Bauwerk, das eine in Zukunft ausreichende Wasserversorgung gewährleistet.
Der Standort des Turms war durch die vorhandene Hochbehälteranlage vorgegeben.
Die Konstruktion des Wasserturms mit Drucksteigerungspumpwerk gliedert sich in:
Fundamentplatte
Turmschaft
Behälter.
Das Kernstück des Bauwerkes ist der 35 m über dem Erdreich hängende, 400 cbm fassende und in zwei Kammern aufgeteilter Wasserbehälter. Die rotationssymmetrischen Kegelschalen wurden am Boden vorgefertigt und danach mit einem Hub-Spezialverfahren hochgezogen. Die Vorteile dieser Lösung waren die Herstellung am Boden, geringer Schalungsaufwand und nicht zuletzt die Sicherheit des Baupersonals. Die Kegelschalen des Wasserbehälters sind in Ringrichtung vorgespannt, dadurch ist eine hohe Wasserdichtheit gewährleistet. Der 1200 t schwere Behälter ist an 30 Spannstäben, die in der Kopfplatte des Turmschaftes einbetoniert sind, aufgehängt. Der Vorteil dieser Aufhängung ist ein gleichbleibendes statisches System im Bau- und Endzustand. So konnte auf ein kostspieliges Leergerüst für das nachträgliche Anbringen einer Auflagenkonsole und das Anbringen der Außenverkleidung verzichtet werden.
Der Turmschaft wurde in Sichtbeton ausgeführt, strukturiert mit sandgestrahlter Nut- und Federbrettschalung. Für die Kegelschale der Turmkammern musste aus isolierungstechnischen Gründen eine doppelschalige Ausführung gewählt werden. Die äußere Schale bildet ein olivgrünes Trapezblech, das die kegelförmigen Kammern flächig umschließt. Der Kegelstumpf ist in 12 Segmente unterteilt, die sich in der Brüstung des Umgangs fortsetzen. Das Pump- und Betriebsgebäude verbindet den Erdbehälter mit dem Turm. Durch die Schaffung eines Einstiegs in die bestehenden Behälter ergab sich die abgestufte Form des Betriebsgebäudes. Das Betriebsgebäude mit Hochbehälteranlage wurde zur Einbindung in das Gelände bewusst flach gehalten und die Traufe in Anlehnung an die Turmform abgekantet.
