Am alten Dorfkump
Der alte Dorfbrunnen zählt zu den ältesten Zeugnissen Buker Geschichte. „In seiner Urform war er die erste Wassergewinnungsanlage für die Bewohner des Dorfes“, weiß Hans Norbert Keuter. Bereits in der ersten Schwaneyer Stadtrechteurkunde aus dem Jahr 1344 wird er erwähnt. Dichte Kopfweidenreihen säumten den offenen Wassergraben, der entlang des Wiesenweges und von der Eichbornquelle gespeist um den Brunnen herum verlief.
Bei der schweren Dürre 1874 war der Kump der einzige Gemeindebrunnen, der nicht ausgetrocknet, aber zu klein war, um alle Bewohner des Dorfes mit Wasser zu versorgen. Daraufhin wurde er bis zu einer Tiefe von zwölf Fuß (3,60 Meter) und einem Durchmesser von 9,5 Fuß (2,90 Meter) erweitert, so dass er alle im Ort mit genügend Wasser versorgen konnte.
Mit dem Bau der Umgehungsstraße B64 im Jahr 1958 und der notwendigen Aufschüttung im Bereich Wiesenweg wurde der Kump, der auch zwischenzeitlich nicht mehr zur Wasserversorgung des Ortes diente, mit einer Stahlbetondecke abgedeckt. „Auch um eine Gefahr für spielende Kinder zu beseitigen“, berichtet Waldhoff.
Erst 1986 setzte sich die St.-Dionysius-Schützenbruderschaft für die Restaurierung des so bedeutenden alten Dorfkumpes ein. Am 6. September 1986 wurde die restaurierte Wasserstelle von Pfarrer Martin Göke geweiht. Der ehemalige Pfarrer Joseph Dalkmann sagte in seiner Festansprache: „Der geschichtsträchtige Dorfkump lebt wieder und ist endgültig in das Bewusstsein der Dorfbewohner zurückgeholt worden. Was Jahrzehnte achtlos zugebaut wurde, haben wir wiederentdeckt und soll nun Mahnung bleiben, damit wir das Wasser, den Urquell des Lebens, erhalten.“