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Alte Freunde Mystery Cache

Hidden : 2/25/2024
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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How Geocaching Works

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Geocache Description:


Mein Freund Oliver und ich hatten uns seit der Schulzeit nicht mehr gesehen, aber über all die Jahre haben wir den Kontakt per Brief, Telefon und E-Mail aufrechterhalten. Vor einem Jahr fanden wir beide dass es an der Zeit sei sich auch endlich einmal wiederzusehen. „Besuche uns doch mal in Woodstock“ schlug mein Freund vor „wir haben hier das ideale Wochenendhaus gefunden, gar nicht weit entfernt vom berühmten Harry Potter Tree.“ Soweit ich mich erinnerte hatte mein Freund nie erwähnt dass es ihn über den großen Teich verschlagen hatte, aber eine schnelle Internetrecherche zum erwähnten Baum ergab dass es sich um den Ort Woodstock in England handeln muss.

Am Gymnasium waren wir gewiß nicht die fleißigsten und wurschtelten uns bis zum Abitur so irgendwie durch, weshalb wir oft genug von den Mitschülern, und hinter vorgehaltener Hand auch von einigen Lehrern, „die Klotzköpfe“ genannt wurden. Doch dumm waren wir sicher nicht und Oliver sagte damals immer „Lass sie lachen, Rache ist süß.“ Tatsächlich hat er dann eine bemerkenswerte akademische Laufbahn hingelegt, die ihn schließlich als Professor für Mathematik an die Universität in Oxford führte. Somit ergab die Lage des Wochenendhauses etwas abseits dieser Stadt durchaus einen Sinn.

In den letzten Herbstferien war es dann soweit, ich hatte ein paar Tage Urlaub genommen und da ich auf hoher See schnell von Kinetose übermannt werde, entschied ich mich für den Landweg inklusive Zugfahrt durch den Eurotunnel. Am späten Freitagnachmittag erreichte ich mein Ziel, wo ich von meinem alten Kumpel herzlich begrüßt wurde. „Das ist meine Frau Maddy“ stellte er mir seine bessere Hälfte vor, die in der Küche mit der Vorbereitung des Abendessens beschäftigt war. „Komm doch bitte und begrüße unseren Gast.“

Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt und mich umgezogen hatte machten wir es uns am Esstisch gemütlich und ich musste meine Vorurteile bezüglich der britischen Küche revidieren, denn von der Suppe zum Dessert war es eine unvergeßliche kulinarische Reise. Sogar vom abschließenden Käse mit Knoblauch war ich so begeistert dass ich mir das Rezept für meine Frau geben ließ. Maddy verabschiedete sich dann bald mit den Worten „ich gehe heute früh zu Bett und lasse euch mal alleine. Ihr habt euch bestimmt viel zu erzählen. Den Abwasch übernehmen dann ja vielleicht die Heinzelmännchen“ lachte sie und zog sich zurück.

Den Rest des Abends verbrachten wir mit Anekdoten aus unserer Jugend nach dem Motto „Erinnerst du dich noch an die Sache mit der Hose von unserem Sportlehrer, oder daran als wir auf der Klassenfahrt nach Paris das Haus der tausend Freuden besuchten?“ So alberten wir herum und hofften dass Maddy bei unserem Gelächter in der Nacht halbwegs schlafen konnte. Dass dabei der eine oder andere schottische Whisky aus der gut sortierten Hausbar verköstigt wurde trug sicher auch zum gelungenen Wiedersehen bei.

„Ich hatte dir doch schon geschrieben dass ich neben dem Verfassen von drittklassigen Kurzgeschichten seit einigen Jahren das schöne Hobby Geocaching betreibe“ lenkte ich das Gespräch wieder in die Gegenwart, denn nachdem ich von diesem Harry Potter Tree gelesen hatte war für mich klar dass dort einfach ein Cache hingehört. So hatte ich bereits zuhause ein Listing entworfen um mir den noch freien Platz zu sichern, und eine zum Cachetitel „Pflück' dir einen Stern!“ passende Dose hatte ich auch schon gebastelt, die nur noch hoch oben in dem Baum platziert werden musste. (Die Teleskopleiter hatte ich selbstverständlich im Kofferraum mitgebracht)

Als ich Oliver vorschlug diesen Plan direkt in die Tat umzusetzen war er nicht so begeistert, doch seine Einwände dass Temperaturen unter Null und so ein Hundewetter nicht ideal für ein derartiges Unternehmen seien wischte ich mit einem energischen „Den Glücklichen schlägt keine Stunde“ beiseite. Als guter Gastgeber erklärte er sich schließlich bereit mich zum berühmten Baum zu begleiten und reichlich angeheitert machten wir zwei Nachteulen uns also auf den Weg.

Vor Ort war die Leiter schnell ausgefahren und weil beim Anbringen von Caches eine dritte Hand vorteilhaft sein kann, erklommen wir zusammen die imposante Libanonzeder. Ich wusste aber nicht dass Oliver bereits einen Meter über dem Erdboden die Panik auf der Leiter befällt, und so kam es wie es kommen musste. Auf der vorletzten Sprosse stehend geriet er ins Straucheln, das Tool legte sich in die Waagerechte und wir hockten in etwa vier Meter Höhe rat- und hilflos auf einem dicken Ast fest.

„Wir fallen auf die Nase“ jammerte mein Freund mit schlotternden Knien und vor Kälte klappernden Zähnen. „Sei ein Mann“ entgegnete ich, „Hilfe naht, dort hinten sehe ich Taschenlampen aufblitzen. Laut rufend machten wir uns bemerkbar, und kaum fünf Minuten später hatten hilfreiche Hände das Aluminiumteil wieder aufgerichtet und wir stiegen herab auf den Boden der Tatsachen. Leider entpuppten sich unsere Retter in der Not nicht als Gleichgesinnte bei einem Nachtcache sondern trugen schmucke Uniformen. Die Hüter des Gesetzes erklärten uns dass sie hier regelmäßig auf Streife gehen und schon so manchem Spuk um Mitternacht ein Ende bereiten mussten. (daher ist dies immer noch ein weißer Fleck auf den Geocaching-Karte)

Schlagartig wieder nüchtern standen wir da wie kleine Jungen und fürchteten den Rest der Nacht wegen groben Unfugs hinter Schloss und Riegel verbringen zu müssen, doch die Beamten beließen es bei einer freundlichen Ermahnung: „Ab nach Hause ihr Lümmel, bevor wir es uns anders überlegen. Das ist doch zum Verrücktwerden mit euch Geocachern“

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, schulterten die Leiter und traten kleinlaut den Rückzug an. Als Maddy uns wenige Stunden später beim Frühstück fragte wie denn unser Abend verlaufen sei erwähnten wir diese kleine Kapriole natürlich mit keinem Wort.

 

Soweit der kleine Reisebericht, der euch hoffentlich etwas unterhalten hat. Sicher wollt ihr wissen wie ihr nun an die Finalkoordinate gelangt. Dazu müsst ihr zunächst 30 Datumsangaben im Format tt.mm.jjjj ermitteln.

Von diesen acht Ziffern berechnet ihr jeweils die Quersumme sowie die iterierte Quersumme.

Beispiel: 14. Juni 1967 ergibt QS = 34 ; iQS = 7

Durch die Addition aller Quersummen erhaltet ihr x, die Addition sämtlicher iterierter Quersummen ergibt y.

Peilt von der Listingkoordinate aus x Meter auf y Grad und der Checker (Toleranz 30m) wird euch grünes Licht für den Outdoorteil geben.

 

 

Unser Dank gilt wieder einmal MTAAOB für den aufschlußreichen Betatest.

Viel Spaß und Erfolg

timoleague

 

Additional Hints (Decrypt)

Jre xöaagr qraa qre Serhaq haq Cnegare iba Byvire frva? Qraxg zny va fpujnem-jrvß! [Rätsel: 600 < x < 900 / outdoor: großer Baumstumpf, Filmdose]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)