
Anna-Selbdritt-Figurengruppe gilt als künstlerische und religiöse Kostbarkeit. Foto: Pfarrei Hörstein
Mariä Himmelfahrt ist die katholische Gemeinde von Hörstein, Teil der Pfarreigemeinschaft Sankt Benedikt am Hahnenkamm, des Dekanates Alzenau und des Bistums Würzburg. Die katholische Kirche in Hörstein zeichnet sich unter anderem durch ihren Wehrturm von 1449 aus. Die erste Glocke wurde 1485 angeschafft – und läutet heute immer noch.
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Größtes Kleinod der Kirche ist die Anna Selbdritt (-Gruppe) in der Turmkapelle. „Anna Selbdritt“ (Anna selbst zu dritt) ist die Bezeichnung für die Darstellung der Hl. Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Sie gilt als eines der kostbarsten religiösen Kunstwerke der Renaissancezeit am Untermain und ist um 1520 entstanden. Als Schöpfer gilt Peter Dell der Ältere, ein Schüler von Tilman Riemenschneider aus Würzburg und von Hans Leinberger aus Landshut. Die Traube in der Hand des Kindes ist ein schöner Hinweis auf Hörstein als traditionellen Weinort.
(Jeanette Kaltenhauser)
Literaturhinweis: Kirchenführer „Mariä Himmelfahrt“ Hörstein, Alzenau 2004 und Alzenauer Stadtbuch 2001