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Eisen/(Mangan) in der Schwindequelle EarthCache

Hidden : 3/27/2024
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Bitte beachte zuerst, dass du dich in einem Naturschutzgebiet befindest und die Wege nicht verlassen werden dürfen! 

LOGBEDINGUNGEN:
Um diesen Earthcache nun loggen zu dürfen, müssen die Aufgaben a-c beantwortet, und mir übermittelt werden. Das Logfoto ist dann an deinem Onlinelog anzufügen.

Aufgaben:

Aufgabe a: Gehe zu den Listingkoordinaten und beschreibe die Quelle. Gehe dabei besonders auf die Farben  ein.

Aufgabe b. Nimm nun einen Stock und ziehe ihn durch den Eisenocker. Bleibt der Eisenocker am Gegenstand haften? Begründe deine Antwort.

Aufgabe c: Gehe nun zum Wegpunkt "Brücke". In unmittelbarer Umgebung, im Bach oder in wassergefüllten Senken findest du/ihr auch Schlämme von Eisenhydroxid. Vergleiche diese Schlämme mit den Schlämmen im Quelltopf. Gehe hier auch auf die Farben der Schlämme ein. Benutze auch hier einen Stock und hebe eine Probe aus dem Wasser. Übermittel mir bitte das Ergebnis, im Vergleich zu Frage B.

Aufgabe Logfoto:

d. Mache ein Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand an der Brücke (Station Brücke), dabei muss in irgendeiner Form dein/euer Cachername zu erkennen sein. 


Lage:
Der Schwindebach, mit älterem Namen die Schwindebeck, ist ein linker Nebenbach der Luhe in der Lüneburger Heide. Das Wasser der Schwindequelle strömt in den Schwindebach einige Kilometer unterhalb seines eigentlichen Quellgebiets zu. Oberhalb der Schwindequelle mündet außerdem der Hambach in den Schwindebach.

Vor allem auf Grund der starken Quellschüttung stellt die Schwindequelle eine Besonderheit im niedersächsischen Lockergesteinsgebiet dar, im langjährigen Mittel beträgt sie 50 l/s und in der Spitze über 60 l/s.

Eisen (Mangan) im Boden
Mangan und Eisen sind ein wichtiger Bestandteil im Boden. Der Anteil des Eisens, liegt in der Erdkruste bei etwa 5%. Dieses ist sowohl im Boden, als auch in Gewässern zu finden. Wobei diese meist in sogenannter gebundener Form zu finden sind. Mangan ist eigentlich ein sehr hartes, sprödes Schwermetall, welches in manchen Eigenschaften dem Eisen ähnelt. Es liegt in Form von zwei-, drei- und vierwertigen Manganoxiden, in Silikaten, Carbonaten (MnCO3) sowie absorbiert an Eisenoxiden, in organischer Form (Manganchelate) oder in gelöster Form als Mn2+ vor.

Eisen und (Mangan) im Quellwasser
Im Quellwasser liegt die Konzentration von Fe (II)I zwischen 0,4- und 4,3 ml/l und von Mangan vom 0,09 - 0,14 ml/l. Da hier das Quellwasserr arm an organischen Stoffen und fast sauerstofffrei (siehe Schaubild), mit pH-Wert um 6,5 beträgt, liegt Eisen und Mangan in gelöster Form vor. 

Vorgänge beim Eintritt von Grundwasser in ein Oberflächengewässer
Eisen(II)-haltiges Wasser kommt selten auf natürliche Weise an die Oberfläche. Meistens hilft der Mensch hier unbewusst nach. Dies geschieht z.B. bei Grabenvertiefungen, bei denen grundwasserführende Schichten angeschnitten werden. Die einzige mir bekannte natürliche Weise finden wir hier an der Schwindequelle. Sollte dieses Eisen(II)-haltige Wasser an die Erdoberfläche gelangen, „wandelt“ sich dieses in Eisen(III) um. Letzteres fällt als hydratisiertes Eisenhydroxid sichtbar aus. Dieser ist als oranger bis rostbrauner „Schlamm“ erkennbar. Anolog hierzu ist das Ergebnis bei Mangan, ein dunkelbrauner Schlamm/Schleier im Wasser. Dieser ist temporär und nicht immer zu beobachten.

Das besondere an der Schwindequelle ist, dass hier das sauerstoffarme Mangan / eisenhaltige Wasser direkt aus der Quelle, im Quelltopf  mit dem sauerstoffreichen Wasser der Baches zusammentrift. Siehe Schaubild.

Quelle: GeoBerichte 34 vom Geozentrum Hannover Titel: Hydrogeologie der Schwindequelle im Landkreis Lüneburg;

Was ist ein Enteisungsprozess?
Bei einem Enteisungsprozess werden diese störenden orange bis braunen Verfärbungen/Anteile, welche sich im Wasser befinden, durch ein bestimmtes Verfahren entfernt. Dabei wird das Wasser durch Oxidation (rosten lassen) und Filtration aufbereitet. Die Oxidation ist das hier gewollte "sichtbar" machen des Eisenanteils. Das Ergebnis siehst du hier bei diesem Earthcache. Danach wird das "alte" Wasser filtriert. Anwendung findet dieses Verfahren normalerweise in der Trinkwasseraufbereitung.
Bei Mangan geschieht das in gleicher Art und Weise wie bei Eisen. Das bedeutet, an den Stellen, wo die Quelle braunen Schlamm abscheidet, wird dieser immer Mangan enthalten. Die dunkelbraune Ausfällung des Mangans kann man hier, aufgrund der geringen Konzentration im braunen Schlamm des Eisens nicht erkennen.

Station Brücke

Logeinträge ohne das geforderten Foto werden gelöscht. Ebenso bei fehlen von Antworten. Natürlich gebe ich gerne Hilfestellung wenn es irgendwo haken sollte...

Nach dem Absenden der Antworten dürft Ihr auch sofort online loggen. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich dann bei dir/euch.

Quellen:  
Fotos:
- selbst erstellt 
Inhalt:
- GeoBerichte 34 vom Geozentrum Hannover (Titel: Hydrogeologie der Schwindequelle im Landkreis Lüneburg)
- www.wikipedia.de 
- www.hamburg.de (Eisen und Gewässer)

Mit freudlicher Unterstützung von Dr. Jörg Elbracht; Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen

 

 

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