Herzlich Willkommen am Mäusehaus.
Eins vorab: Ihr benötigt unbedingt ein Handy mit mobilen Daten, um den Cache zu lösen!
Leider sind wir hier Mobilfunk Entwicklungsland. Je nach Anbieter ist das Netz unterschiedlich stark. Sollte es nicht ausreichen, einfach etwas auf der Dorfstraße oder Bgm.-Reichlmayr-Straße nach Westen gehen. Nach wenigen Metern wird’s besser.
Die Baustelle an der Dorfstraße ist ist wieder freigegeben geteert und frei befahrbar. Vorraussichtlich geht es ab März 2025 wieder weiter.
(Zur Zeit befindet sich in der Dorfstraße eine Straßenbaustelle, zum Glück lässt sich die Schulstraße wo dieser Cache ist, auch von der Dachauer Straße ohne Baustelle anfahren.)
Hier erwarten euch 3 Rätsel an einem Fleck.
Hof Lamprecht
Dieser Hof Name geht auf einen Pfarrer Lamprecht zurück, der hier sein Zimmer hatte.
Der Hof ist seit etwa 1905 im Besitz der Familie, zuvor bewohnten wir das benachbarte Bründl Anwesen.
Der alte Stall wurde 1956 abgerissen und durch das jetzige hohe Gebäude ersetzt. Um diesen Schritt zu stemmen wurde Ackergrund verkauft. Dieser Stall wurde mit bis zu 12 Kühen, einigen Kälbern, Schweinen und Schafen bewirtschaftet. Anfangs wurde der Hof in Vollzeit, nach der Übernahme meiner Großeltern 1973, dann in Teilzeit bewirtschaftet, da mein Großvater hauptberuflich als Schreiner gearbeitet hatte. Das Wohnhaus wurde 1974-76 gebaut. 1988 gründete mein Vater eine Schreinerei als Nebengewerbe im Keller des Wohnhauses. 1990 wurde die Milchwirtschaft aufgegeben und auf Kälber und Stiere umgeschwenkt. Anfang 1993 wurde der Viehbetrieb komplett eingestellt und der Umbau zu einer Schreinerei begann. Dazu wurde das Gebäude komplett entkernt. Eine neue Grundplatte und Decke wurden eingezogen, so dass nur noch die Außenmauern und der Dachstuhl standen. Die Werkstatt nahm die jetzigen Züge an. Mein Vater betrieb dann die Schreinerei in Vollzeit. Bereits Ende des Jahres wurde die erste Treppe an einen Kunden ausgeliefert. 1997 und 2000 wurden die letzten landwirtschaftlich genutzten Teile zur Schreinerei umgebaut. 2003 wurde aufgrund immer stärkerer Regularien der Ackerbau beendet und der Grund verpachtet.
2013-14 kam dann der (vorerst) letzte Anbau hinzu. An diesem ist auch der Cache befestigt. Zum 01.01.2022 habe ich nun den Betrieb von meinem Vater übernommen und führe ihn weiter.
Anekdoten zum Weltkrieg
Der westliche Teil Biberbachs wurde im 2. Weltkrieg durch Kämpfe zwischen Amerikanern und Wehrmacht Truppen sehr in Mitleidenschaft gezogen. So hatten sich in der Nacht vor der Befreiung durch die Amerikaner, unbemerkt Wehrmacht Truppen in einem Schafschuppen auf dem Hof niedergelassen. Beim morgendlichen Misten der Kühe, wurde meinem Ururgroßvater Benno Mayr zwischen den Füßen durchgeschossen, als er einen mit Mist beladenen Schubkarren geschoben hatte. Nach einigen Diskussionen zogen die Wehrmacht Truppen dann weiter Richtung Röhrmoos. So blieb der Hof unbeschädigt.
Oben am Kreuzberg, war ein Suchscheinwerfer für das Flack in Hebertshausen stationiert. Dieser wurde durch mehrere junge Frauen bedient. Eine dieser Frauen wurde bei uns im Hof einquartiert.
Es gefiel ihr so gut, dass sie bis 1970 immer wieder vorbeikam, um hier Urlaub zu machen.