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Vergängliche Fossilien EarthCache

Hidden : 4/27/2024
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Aufgaben, um diesen Earthcache loggen zu dürfen:


1. Finde zwei Fossilien auf den Gesteinsplatten! Beschreibe ihr Aussehen und versuche sie zu benennen!
2.
Auf fast jeder Gesteinsplatte sind "Beschädigungen" zu erkennen. Beschreibe ihr Aussehen!
3. Eignen sich diese Gesteinsplatten für den Außenbereich? Begründe deine Antwort!
4.
Schicke mir mit deinen Antworten ein Foto von einem Fossil mit deinem Navi oder deinem Logo! Dies NICHT an deinen Log anhängen!

Deine Antworten schicke bitte über das Message Center an meinen Account oder per E-Mail. Du darfst nach dem Absenden der Antworten an mich direkt loggen. Ich melde mich auf jeden Fall bei dir.

Bei der Sanierung des Johann-Heinrich-Voß-Hauses (denkmalgeschützt, ehemaliges Rektorenhauses) mit Erweiterungsanbau für Stadtbücherei, Voß-Literaturausstellung, Touristeninfo mit Mehrzweck-raum und öffentlichem WC wurden im Außenbereich Kalksteinbodenplatten verlegt. Diese enthalten Fossilien.

Beispiele für Fossilien in Kalkstein


Was sind Fossilien?

Fossilien (lateinisch fossilis ‚ausgegraben‘) sind versteinerte Überreste von erhalten gebliebenen Lebewesen (Tiere und Pflanzen) oder Teile von ihnen aus vergangenen Erdzeitaltern.

Wie entstehen Fossilien?


Lebewesens werden nach ihrem Tod in Anwesenheit von Sauerstoff durch Mikroorganismen zersetzt, anorganisches Material zerfällt in Mineralien. Diese stehen dann wieder als Nährstoffe für Pflanzen zur Verfügung. Wird dieser Stoffkreislauf unterbrochen, können Fossilien entstehen.
Voraussetzung dafür ist eine sauerstoffarme Umgebung. Abgestorbene Pflanzen oder Tiere sinken in den Untergrund ein und/oder werden von Sedimenten, z.B. Sand, Ton, Kalkschlamm, bedeckt. Häufig ist dies in Meeres- und Flussbecken gegeben. Die Sedimentdecke ist für Porenwasser durchlässig. Die Weich- und Hartteile des Organismus reagieren mit den im Wasser gelösten Stoffen. Der Weichkörper wird meist vollständig abgebaut. Ist dieser von einer Schale umgeben, wird der so entstehende Hohlraum mit der Zeit durch Mineralneubildung oder durch feine Sedimentkörner ausgefüllt. Hartteile erfahren oft eine Mineralumbildung. Das ursprüngliche Material nimmt in Wechselwirkung mit der Porenlösung oder durch den Einfluss von Druck und Temperatur eine andere stoffliche Zusammensetzung an. Die Gestalt der Hartteile bleibt dabei meist erhalten. Bei wachsender Sedimentdecke wird die unterlagernde Schicht mit dem Organismuskörper zusammen gepresst. Das Porenwasser wird heraus gepresst. Es entsteht ein festes Sedimentgestein, das entweder den Organismuskörper oder dessen Gestalt als Körperfossil enthält.
Dieser sehr lange dauernde komplexe Vorgang wird als Fossilisation bezeichnet.

Fossilien in Kalkstein


Fossilien in Kalkstein sind in ehemaligen Meeres- und Flussbecken zu finden. Im Erdmittelalter vor ca. 248 - 65 Mio. Jahren gab es auf der Erde besonders viele flache Meere mit kalkreichem Wasser. Die Abbildung veranschaulicht den Entstehungsprozess von Kalkstein mit Fossilien.

Quelle: www.geopark-alb.de/geopark-verstehen/

Oft wird der so entstandene fossilienreiche Kalkstein später von anderen Gesteinsschichten über-lagert. Gründe dafür sind tektonische Prozesse. Landmassen heben oder senken sich, Verwerfungen entstehen. Dadurch ist der Kalkstein zunächst vor Umwelteinflüssen geschützt.

Verwitterung des Kalksteins


Stetig statt findende Verwitterung zersetzt das Deckgestein. Der Kalkstein mit Fossilien wird an der Oberfläche sichtbar. Nicht nur physikalische Kräfte wirken auf die Gesteinsschichten, auch biochemische und chemische Prozesse verändern deren Gestalt.
Bei der physikalische Verwitterung zerfällt durch Temperatur- und Druckschwankungen das Gestein in immer kleiner werdende Bruchstücke. Auch Partikel, die durch den Wind verweht wird, tragen zur physikalischen Verwitterung bei.
Bei der biochemische Verwitterung spielen insbesondere organische Säuren eine Rolle. Dazu zählen zum Beispiel Wurzelausscheidungen, Säuren, die bei Verwesungsprozessen entstehen und Humin-säuren aus Humus.
Bei der chemische Verwitterung kommt es durch die Einwirkung von Wasser zur Bildung von Säuren. Diese greifen die Oberfläche des Gesteins an und lösen die Mineralien auf.

Kalkstein (chemische Formel: CaCO₃) ist sehr empfindlich gegenüber Säuren. Trifft auf den Kalkstein eine Säure entsteht Calciumhydrogencarbonat (chemische Formel: Ca(HCO₃)₂), ein leicht lösliches Salz. Das wasserunlösliche Gestein ist zu einem leicht wasserlöslichen Stoff verwittert und kann beim nächsten Regen weg gespült werden.

Woher kommt die Säure?
Die natürliche Atmosphäre der Erde enthält nur 0,04 % Kohlendioxid (CO₂). Dies ist aber ausreichend, um mit Wasser Kohlensäure (H₂CO₃) zu bilden. Immer, wenn es regnet, wird Kohlendioxid in Wasser gelöst. Es entsteht Kohlensäure mit einem pH-Wert von ca. 6,5. Dies reicht aus, um den Kalkstein anzugreifen. Nach unendlich vielen Regengüssen wird der Kalkstein aufgelöst sein. Und somit wohl auch die Fossilien.

Quellen:
https://www.lernhelfer.de
https://www.geopark-alb.de/geopark-verstehen/
https://www.solnhofen-fossilienatlas.de/fossil.php?fossilid=381
http://www.fossilmall.com/EDCOPE_Enterprises/invertebrates/invert30/invert-fossils-30.htm
https://www.chemie.de/lexikon/Calciumhydrogencarbonat.html
https://www.lfu.bayern.de/boden/erdausstellung/gesteinsverwitterung/index.htm


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