
Formal gibt es also auf der Turracher Höhe zwei Ortschaften, wobei der steirische Teil zum Ortsteil Turrach der Gemeinde Stadl-Predlitz gehört, während auf Kärntner Seite die Ortschaft Turracherhöhe (amtliche Schreibweise) ein Ortsteil der Gemeinde Reichenau ist. Auf eine Aufstellung von Ortstafeln innerhalb der Ortschaft wurde jedoch verzichtet; auf Kärntner Seite wird mit einer Ortstafel am Ortseingang der Reichenauer Ortsteil „Turracherhöhe“ angekündigt, an der steirischen Ortseinfahrt trägt eine Tafel die Aufschrift „Fremdenverkehrsgebiet Turracher Höhe“. Wer von der verwaltungspolitischen Teilung des Orts nichts weiß, kann lediglich anhand der zwei Landesflaggen an der ehemaligen Bundesstraße erahnen, dass hier die Grenze zwischen zwei Bundesländern verläuft.
Ab den 1970er Jahren nahm der Ansturm der Wintersportler auf die Turracher Höhe zu, und infolgedessen wurden auch die Steigungen der Bundesstraße durch Anpassungen der Strecke nach und nach entschärft. 1978 bis 1980 wurde am Kornock oberhalb der alten Straße, die immer wieder von Lawinen betroffen war, ein neuer Streckenabschnitt mit Lawinenverbauungen in Betrieb genommen.
Die mit einer Steigung bis zu 34 % am Kilometer 60 (von Klagenfurt gerechnet) zeitweise steilste Alpenstraße Europas war aufgrund ihrer hohen Ansprüche an Autos zeitweise auch Teststrecke des nach dem Zweiten Weltkrieg im nahen Gmünd produzierenden Automobilherstellers Porsche. Im Jänner 1978 stellte Audi der Konzernführung den neu entwickelten Audi Quattro auf der Turracher Höhe vor, wo man an der steilen, kurvenreichen und verschneiten Passstraße die Leistungsfähigkeit des damals neuartigen Allradfahrzeug überzeugend demonstrieren konnte.
Die neue Passstraße hat heute einen maximalen Anstieg von „nur“ noch 23 % auf einem kurzen Abschnitt auf Kärntner Seite. (Quelle Wikipedia)
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