Amtshausberg #9 - Auf´m Vogelbaum
Dieser Cache ist ein Teil einer Runde (oder besser gesagt ein Teil einer Aneinanderreihung) von 10 Orten auf und im Bereich des Vlothoer Amtshausberges. Weitere Informationen zu dieser Runde entnehmt ihr bitte dem Listing des Amtshausberg-Bonus GCAQ893.
Jetzt geht es "Auf´m Vogelbaum" zum Ehrenmal, wo den Gefallenen der Einigungskriege 1864 bis 1871 sowie der beiden Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945 gedacht wird. Am besten betretet ihr die Anlage von Süden über die Treppe, dann bekommt man den besten Eindruck dieses Ortes. Dies ist zwar kein Friedhof, aber bitte verhaltet euch trotzdem entsprechend.
Warum dieser Bereich "Auf´m Vogelbaum" genannt wird, konnte mir bei meinen Recherchen glücklicherweise durch die zuständigen Stellen beantwortet werden. Und zwar gab es hier früher einen riesigen Baum, den so genannten "Vogelbaum", der mit seinen zahlreichen Früchten einer speziellen seltenen Vogelart als einzige Nahrungsquelle diente. Dieser seltene Vogel (siehe hierzu unbedingt das Hinweisbild im Listing) war der durch natürliche Kreuzung über Jahrhunderte hinweg aus Eichelhäher (Garrulus glandarius) und Diestelfink (Carduelis carduelis) entstande sogenannte Diestelhäher oder auch Eichelfink (Garrulus carduelis). Dieses Tier besaß eine bei sonst keiner anderen Art bisher beobachtete Spezialfähigkeit: Er war in der Lage, seine optische Sichtbarkeit von seiner tatsächlichen physischen Anwesenheit abzukoppeln, sodaß sich sein Körper immer etwa 5 Meter nordwestlich seiner optisch wahrnehmbaren Erscheinung befand. Fressfeinde zum Beispiel mussten also quasi immer etwa 5 Meter neben ihm zupacken, um ihn zu erwischen. Jedoch spielt diese Eigenschaft jetzt gerade keine Rolle. Nachdem der Vogelbaum vom Holzmichel, der noch heute im Schatten der Burg lebt, in einer Nacht- und Nebelaktion in den 40er Jahren, genau einen Tag vor Nikolaus, in den frühen Morgenstunden gefällt und weggeschafft wurde, war das Schicksal des Diestelhähers besiegelt und er starb leider aus. Dank der fortschreitenden Entwicklung der Gentechnik und da im speziellen der De-Extinction, also der Wiederbelebung ausgestorbener Arten, wurde im nordrheinwestfälischen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV NRW) in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Abteilung gegründet, die sich als primäre Aufgabe der Wiederbelebung des Diestelhähers (Garrulus carduelis) verschrieben hat. Erklärtes Ziel ist es, den Diestelhäher nunmehr rund 80 Jahre nach seinem Aussterben hier wieder ansässig zu machen. Daher arbeitet das "Amt für Garrulus Carduelis" daran, die entsprechenden genetischen Sequenzen der Erbanlagen dieses Vogels so zu modifizieren, dass er sich statt seiner vegetarischen Ernährung, die einzig und allein auf den Früchten des Vogelbaumes basierte, nach erfolgreicher De-Extinctioin ausschließlich von den üblicherweise in Mitteleuropa, speziell im ostwestfälichen und da konkret in Vlotho vorkommenden Insekten ernähren kann. Aus diesem Grunde führt das "Amt für Garrulus Carduelis" gezielt hier "Auf`m Vogelbaum" eine Langzeit-Erfassung bezüglich der Diversität und Quantität hier heimischer Insektenarten durch.
Für den Amtshausberg-Bonus ist im Logbuch ein weiterer Hinweis vermerkt, den ihr euch gern notieren könnt. F =
Viel Spaß!