Frindolf und Gornydehl / Am Anfang war der Pyrtz
Nachdem Xlakyrants vierte Tochter sich in einem wilden Anfall von Aufbegehren gegen ihren Vater gleich mehrere ungekochte Gnome einverleibte und daraufhin an starkem Pyrtzbefall jämmerlich zu verenden drohte, blieb dem (zwar vor Wut tobenden, dennoch aber auch von väterlicher Sorge erfülltem) Großwyrm nichts anderes übrig, als seine Tocher zu den Heilern an den geheimen Weiher zu bringen. Hier wurde sie unter dem falschem Namen Gornydehl Oklaveka Kerotaxy D'Ló (Xlakyrant wollte aufgrund seiner Stellung als gefürchteter Großwyrm ein Bekanntwerden des Vorfalles vermeiden) von der weltbekannten Drachenheilkundigen Frau Treen höchstselbst behandelt. Leider jedoch verfügte Frau Treen nicht über die körperlichen Voraussetzungen um auch höchstselbst der Pyrtzplage im inneren der jungen Drachin den Gar auszumachen.
Somit fiel die Wahl auf einen zufällig anwesenden Zwerg, dessen Meister Goralwin ihn hergeschickt hatte, um neues Räucherwerk für die Rubinmine in Reft zu holen, und der auf den Namen Frindolf hörte.
Frindolf, körperlich von ausgezeichneter Konstitution und mit wachem Verstand gesegnet witterte eine gute Belohnung und willigte ein, sich auf eine Reise durch das Gedärm der Drachin zu begeben, um die Pyrtzplage zu erschlagen oder auszutreiben.
Es waren einige mächtige Zauber von Nöten, aber es gelang Frau Treen und Xlakyrant eine Verbindung zwischen dem Zwerg und der jungen Drachin zu weben, die Frindolf erlaubte sich in Gornydehl zu bewegen ohne ihr Schaden zuzufügen. Ebenso war eine einfache telepathische Kommunikation unter dem Zwerg und der Drachin möglich (eine Verbindung, welche nach der Prozedur wieder gelöst werden sollte, was Gornydehl und Frindolf aber gerade aufgrund dieser Verbindung aus tief empfundener, loyaler Freundschaft zu einander nicht zuließen).
Frindolf gelang es tatsächlich in Gornydehl Gedärm wieder für Ruhe zu sorgen, indem der gleich mehrere Pyrtz mit Hammer und Beitel erschlug und sich auch um deren Gelege kümmerte.
Seit diesem Vorfall sind Frindolf und Gornydehl (die diesen Namen nun trägt um ihrem Vater die Schmach zu ersparen, dass seine Tochter gemeinsame Sache mit einem Zwerg macht) ein nahezu unschlagbares Duo, welches viele Abenteuer erlebt und sich so mancher Herausforderung erfolgreich (mehr oder weniger) gestellt hat.
ACHTUNG!
Seit einiger Zeit wird gemunkelt, dass sich hier in der Nähe des ehemals heiligen Weihers wieder ein Pyrtz herumtreibt. Es wurde von einem etwa 10cm großen Exemplar grünlicher Färbung berichtet. Sollte der klebrige Parasit entdeckt werden, so mögen die mutigsten Held*Innen ihn bitte auf die übliche Weise mit einem Stift kitzeln, um ihn für weitere Monate in Starre zu versetzen.
Dieser an den Haaren herbeigezogene Blödsinn ist frei erfunden und entspringt ausschließlich dem wirren Geist des Verfassers. Jegliche Ähnlichkeit zu lebenden oder verstorbenen Personen, oder Ähnlichkeiten zu tatsächlichen, historischen Ereignissen würden mich doch arg wundern.