In Frankfurt am Main fließt der Welschgraben auf einer Länge von ca. 6,7 km durch die Ortsteile Zeilsheim und Sindlingen. Die meiste Zeit des Jahres führt er kein Wasser. Er ist auf seiner ge-samten Länge als schmaler, offener Graben geradlinig ausgebaut und größtenteils mit Betonhalbschalen befestigt. Gewässerbegleitende Gehölze fehlen fast völlig. Im Oberlauf beschatten nur wenige Büsche und Bäume die Uferbereiche. Außerhalb von Zeilsheim werden die angrenzenden Flächen hauptsächlich landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt, größtenteils findet man ackerbaulich genutzte Flächen an beiden Ufern. Innerhalb der Ortslage von Zeilsheim grenzen vor allem Kleingärten sowie Hausgärten an den Welschgraben. Südlich von Zeilsheim bildet der Welschgraben die Grenze zu der Nachbargemeinde Hattersheim, dabei verläuft der Graben mal diesseits und mal jenseits der Stadtgrenze von Frankfurt. Seinen Namen erhielt der Graben vermutlich folgendermaßen: „Welsche“ ist eine Bezeichnung für Hugenotte. Die Welschgräben bildeten meist – ähnlich den Landwehrgräben – die Grenze zu den Siedlungsgebieten der Welschen oder Hugenotten. Er fließt am sehr schönen Zeilsheimer Friedhof vorbei, welcher mit seinem alten Baumbestand eine besondere Atmosphäre hat.