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Sturzereignis am Kleinen Mühlsturzhorn EarthCache

Hidden : 10/4/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Sturzereignis am Kleinen Mühlsturzhorn

 

 

Hinweise


Bitte beachtet, dass der EarthCache zu Fuß, mit dem Rad oder via Bus-Shuttel erreicht werden kann. Man kann sowohl von deutscher Seite (Parkplatz Hintersee) als auch von österreichischer Seite (z.B. Hirschbichl) zum EarthCache gelangen. Bitte beachtet zudem die T-Wertung, da es vom Parkplatz Hintersee über 3km bis zu den Koordinaten ist (inkl. Rückweg wandert ihr an die 6-7km). Ich empfehle ein Besuch zwischen Frühjahr und Herbst mit Start am Vormittag, damit man die Wanderung und die dortige Natur genießen kann.

Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet, in denen ein besonderer Schutz der Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich sind. Bitte verhaltet euch dementsprechend und nutzt ausschließlich die gesetzten Koordinaten für die Beantwortung der Fragen und bleibt auf den ausgewiesenen Wegen und hinterlasst kein Müll.

Hilfsmittel


Hilfsmittel zur Beantwortung der Aufgaben sind keine notwendig.

 

Logbedingungen

 

Um diesen EarthCache nun loggen zu dürfen, müssen die nachfolgenden Aufgaben erfüllt werden.

Aufgabe 1
Um welche Kategorie von Sturzereignis handelt es sich hier beim Kleinen Mühlsturzhorn?

Aufgabe 2
Schaue hoch zum Kleinen Mühlsturzhorn und beschreibe mir, wie die Abbruchkanten unterhalb des Gipfels aussehen (Form, Struktur, Farbe).

Aufgabe 3
Schaue dir das Sturzmaterial am Weg genauer an. Hat das Material durchgängig die gleiche Größe oder gibt es Unterschiede?

Aufgabe 4 - Foto
Mache ein Foto von dir selbst oder eines persönlichen Gegenstandes mit den Mühlsturzhörner im Hintergrund, ohne direkt zu spoilern. Hinweis: Nach den neuen Regeln darf ein Foto wieder gefordert werden und ich finde es gehört beim Earthcache einfach dazu.

 

Beschreibung

 

Sturzprozesse


In der Geologie spricht man von Sturzprozessen, wenn festes und/oder lockeres Gestein entlang von Trennflächen an einem steilen Hang ausbrechen und überwiegend frei fallend, springend oder rollend zu Tal stürzen. Dies erfolgt dabei in schnellen Massenbewegungen, wobei das hinabstürzende Material beim Aufprall in kleinere Teile zerbrechen kann, je nachdem wie der Untergrunds beschaffen ist und die Flugbahn des Materials verläuft. Potenzielle Ausbruchgebiete für Sturzprozesse befinden sich in der Regel in Hangbereichen mit Neigungen von mehr als 35°. "Stumme Zeugen" wie alte Sturzblöcke oder Einschläge im Untergrund oder an Bäumen lassen auf die Sprungweite, -höhe und Reichweite von Steinschlägen bis hin zu Felsstürzen schließen.

Sturzereignisse werden nach dem Volumen des herabgestürzten Gesteinsmaterials in verschiedene Kategorien unterteilt:

1. Steinschlag und Blockschlag

Steinschlag bezieht sich auf Ereignisse, bei denen die Gesamtkubatur des herabgestürzten Materials bis zu 10 m3 beträgt und die einzelnen Komponenten ein Volumen von weniger als 0,25 m3 haben.

Blockschlag beschreibt Ereignisse mit einer Gesamtkubatur von bis zu 10 m3, wobei die wesentlichen herabgestürzten Komponenten ein Volumen von mindestens 0,25 m3 aufweisen.

Diese Ereignisse entstehen oft durch Verwitterung, besonders entlang von Trennflächen. Die Sturzbahn wird von Baumbestand und Untergrund beeinflusst, wobei die Komponenten häufig bei Hangneigungen von weniger als 30° zum Stillstand kommen. Wälder haben eine dämpfende Wirkung, da sie die fallenden Gesteinskörper verlangsamen oder stoppen können.

2. Felzsturz

Hierbei löst sich ein größeres Gesteinspaket mit einem Volumen von über 10 m3 aus dem Hang oder der Felswand.

Felsstürze können sich durch das vorherige Abstürzen kleinerer Komponenten, wie bei Steinschlägen, ankündigen und erreichen oft größere Reichweiten.

3. Bergsturz

Diese seltenen Ereignisse betreffen Sturzmassen mit einem Volumen von über 1 Million m3. Aufgrund ihrer enormen Masse sind Bergstürze hochdynamisch und können mehrere Kilometer weit reichen.

In schmalen Tälern können sie den Aufstau von Gewässern verursachen, was nach einem Durchbruch zu katastrophalen Überflutungen führen kann. Bergstürze kündigen sich oft durch Vorbewegungen wie vermehrten Steinschlag oder das Öffnen von Felsspalten an.

Auslöser von Sturzereignissen


Die Größen von Steinen und Blöcken werden hauptsächlich durch das Trennflächengefüge der Gesteine (wie Schichtung, Schieferung und Klüftung) sowie die fortschreitende Verwitterung entlang dieser Trennflächen bestimmt. Sturzereignisse werden oft durch Einwirkungen entlang der Trennflächen ausgelöst. Zu den auslösenden Faktoren gehören:

Wasser

- Aufstau in geöffneten Klüften, was zu Kluftwasserdruck und hydrostatischem Druck führt.

- Abspülen bereits gelöster Steine und Blöcke bei starken Regenfällen, besonders in steilem Gelände.

- Aufweichen der Aufstands- oder Auflageflächen von Felspartien.

Temperaturänderungen

- Gefrierendes Kluftwasser, das eine Volumenvergrößerung verursacht.

- Gefügeauflockerung durch Frost-Tau-Wechsel.

Vegetation

- Wurzelsprengung durch Dickenwachstum von Wurzelsträngen, die in Trennflächen einwachsen.

- Dynamischer Lasteintrag durch Bäume, insbesondere durch Hebelwirkung unter Windlast.

Erschütterungen

- Lostreten von Steinen und Blöcken durch Menschen und Tiere.

- Erdbeben und Reibungen bzw. Spannungen an tektonischen Grenzen

 

Sturzprozesse am Kleinen Mühlhornsturz


Die Mühlsturzhörner sind zwei Gipfel der Reiteralm in den Berchtesgadener Alpen und grenzen an das Klausbachtal. Das Große Mühlsturzhorn erhebt sich auf 2234 m ü. NHN und liegt etwa 300 Meter südöstlich des Stadelhorns, nahe der Grenze zwischen Bayern und Salzburg. Das Kleine Mühlsturzhorn befindet sich 280 Meter ostnordöstlich und hat eine Höhe von 2141 m ü. NHN.

Hier am Kleinen Mühlsturzhorn kann man einen ganz besonderen Sturzprozess vorfinden, welcher sich am 8. September 1999 ereignete und noch heute deutlich sichtbare Spuren im Klausbachtal hinterlassen hat. Am besagten Tag löste sich eine große Mengen von Gesteinsmaterial an der Südwest-Flanke des Kleinen Mühlsturzhornes und stürzte hinab ins Klausbachtal. Ganz überraschend war dies nicht, denn zuvor gab es schon einige Anzeichen dafür, dass sich ein Ereignis bevorstehen würde. So stellte man an der Kletterroute fest, dass dort schon eine Vielzahl von Haken nur noch lose in der Wand hingen.

Bei diesem Sturzereignis brachen am Kleinen Mühlsturzhorn im Gipfelbereich 250.000 m3 Gestein ab und stürzten ins Klausbachtal.

 

Banner

 

Dazu folgenden Link in das eigene Profil kopieren:

<a href="https://coord.info/GCAR3MP"><img border="0"src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/94492058-669c-4557-9ff2-332d69b9c08f.jpg"></a>

 

Wichtige Informationen zu diesem EarthCache

 

Wie logge ich einen EarthCache korrekt?
Der EarthCache kann geloggt werden, wenn die gestellten Aufgaben dem Owner via E-Mail oder MessageCenter vorab zugesendet wurden. Ggf. sind noch Foto's beizufügen, die dann aber in den Logbedingungen erwähnt sind.

Wie logge ich den EarthCache als Team?
Es kann gerne ein Teammitglied die Antworten für alle übersenden. Wichtig ist jedoch, dass alle Cachernamen in der Nachricht erwähnt werden und alle zeitnah (innerhalb von 1 Monat) loggen. Sonst bitte die Antworten nochmal separat schicken, wenn erst später geloggt wird.

Loggen ohne Beantwortung der Aufgaben
Logs ohne Erhalt von Antworten gelten als nicht gefunden und werden von mir gelöscht.

Rückmeldung von mir
Ich versuche möglichst jedem Cacher eine Rückmeldung zu geben. Bei der hohen Anzahl eigener EarthCaches ist dies aber leider nicht immer (zeitnah) möglich.


Quellen & Nachweise

https://geoundnatur.de/felssturz-kleines-muehlsturzhorn.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Mühlsturzhörner

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/ingenieurgeologie/massenbewegungen/steinschlag-bis-felssturzereignisse-stuerzen

https://biberberti.com/fur-kids/themen/steinschlag/felssturz-und-bergsturz/

Eigene Fotos

 

 

Additional Hints (No hints available.)