Dachsteinkalk
Als Dachsteinkalk wird eine geologische Formation beschrieben, die vor allem in den Alpen vorkommt. Der Name leitet sich von der Region Dachstein in Österreich ab, wo diese Kalksteinschicht besonders gut ausgeprägt ist. Dachsteinkalk stammt aus dem Trias, einer geologischen Periode, die vor etwa 251 bis 199 Millionen Jahren begann. Dieser Kalkstein bildete sich in einer warmen, flachen, marinen Umgebung, oft in Lagunen oder auf karbonatischen Plattformen. Die Ablagerungen stammen von Organismen wie Korallen, Algen und anderen Meereslebewesen, die Kalziumkarbonat produzierten.
Kalkstein ist aufgrund seiner vergleichsweise hohen Löslichkeit in Wasser anfällig für chemische Verwitterung, was zur Bildung spezieller Lösungsformen führt. Das im Wasser gelöste Carbonat kann später wieder ausfallen und Gesteine wie Kalktuff, Kalksinter und Travertin bilden. Diese beiden Prozesse werden unter dem Begriff Verkarstung zusammengefasst. Landschaftsformen, die durch Verkarstung geprägt sind, werden als Karst bezeichnet.

Verwitterung
In der Geologie beschreibt Verwitterung die natürliche Zersetzung von Gestein, die durch dessen Exposition an oder nahe der Erdoberfläche erfolgt. Dieser Prozess umfasst mehrere Mechanismen, die zu einer physikalischen Zerstörung und/oder einer chemischen Veränderung des Gesteins führen können, wobei sowohl abiotische als auch biotische Faktoren eine Rolle spielen. Bei physikalischer Verwitterung bleiben die gesteinsbildenden Minerale erhalten, während sie bei chemischer Verwitterung aufgelöst oder umgewandelt werden.
Wabenverwitterung
Wabenverwitterung bezeichnet eine charakteristische Verwitterungsform in Sedimentgesteinen, bei der durch die Lösung und Wiederverfestigung des Bindemittels (wie Kalk oder Kieselsäure) wabenartige Strukturen entstehen. Im Sand- bzw. Kalkstein wird der Kalk, der als Bindemittel dient, durch Sickerwasser gelöst und bewegt sich durch den Gesteinskörper. Wenn das Wasser an der Oberfläche des Gesteins, oft an Steilwänden oder Überhängen, verdunstet, wird der Kalk wieder abgeschieden und das Gestein in diesen Bereichen verfestigt sich. Während der Verfestigung wird auch leichtlösliches Alaun abgelagert, ein schwefelsaures Salz, das die Sedimentstruktur des Gesteins zerstört und die Wabenbildung fördert. Daher gehört die Wabenverwitterung zu den chemischen Verwitterungsarten. Man spricht bei dieser Verwitterungsform auch von Galerie- und Netzverwitterung oder bezeichnet die Waben als Bröckellöcher.