Hallstätter Kalke
Hallstätter Kalke, auch bekannt als Hallstätter Kalk, ist eine geologische Formation, die nach der Stadt Hallstatt in Österreich benannt ist. Diese Art von Kalkstein ist hauptsächlich in den Nördlichen Kalkalpen zu finden und ist für ihre geologische Bedeutung und ihren Fossiliengehalt bekannt. Die Hallstätter Kalke stammen aus der Triaszeit, genauer gesagt aus der Mittleren bis Oberen Trias (etwa 235 bis 201 Millionen Jahre vor unserer Zeit). Der Hallstätter Kalk besteht hauptsächlich aus Kalkstein, einem Sedimentgestein, das überwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO₃) besteht. Der Kalkstein variiert in der Farbe von hellgrau bis dunkelgrau und sogar schwarz; teilweise auch rötlich. Er kann je nach den spezifischen Bildungsbedingungen fein- bis grobkristallin in der Textur sein.
Innerhalb seiner Normalschichtfolge zeigt der Hallstätter Kalk verschiedene Ausprägungen, wobei wir hier vor Ort den sogenannten Hallstätter Hangendrotkalk vorfinden. Ein plattiger, bis welligschichtiger Mikrit. Dieser im Allgemeinen rote Kalk wird nach oben hin hellgrau bis weißlichgrau.
Zugleich befinden wir uns geologisch hier in der Gollinger Hallstätter Schollenregion. Diese Region ist bekannt für ihre charakteristischen geologischen Strukturen und ihre bedeutende stratigraphische Abfolge. Die Gollinger Hallstätter Schollenregion besteht aus einer Reihe von geologischen Schollen, das heißt, großen, oft gebrochenen und verschobenen Gesteinsblöcken. Diese Schollen enthalten hauptsächlich Hallstätter Kalk, der sich während der Triaszeit abgelagert hat. Besonderes Augenmerk zeigt die Region in Form von deutlichen Anzeichen von tektonischer Aktivität, die zur Bildung der Schollen geführt hat.

Verwerfungen und Störungen
Eine Verwerfung (auch als Sprung, Verschiebung oder Störung im engeren Sinne bezeichnet) ist eine tektonische Bruchstelle im Gestein, an der zwei Gesteinsbereiche oder Krustenteile über Entfernungen von Zentimetern bis hin zu einigen Dutzend oder hundert Kilometern gegeneinander verschoben sind. Diese Bereiche werden Bruchflügel, Blöcke oder Schollen genannt, und die Verschiebung wird als Sprunghöhe bzw. Sprungweite bezeichnet. Während der Überbegriff "Störung" im weiteren Sinne auch verschiedene Arten plastischer Verformung umfassen kann, bezieht sich "Verwerfung" ausschließlich auf das Ergebnis einer bruchhaften Verformung. Diese Art der Tektonik wird als Bruchtektonik bezeichnet. Verwerfungen entstehen daher stets im obersten Teil der Erdkruste. Die Schnittlinie einer Verwerfung mit der Geländeoberfläche oder der Oberfläche des anstehenden Gesteins wird als Störungslinie, Bruchlinie oder Verwerfungslinie bezeichnet.
Aufschluss an der Wallfahrtskirche Dürrnberg
Hinter der Kirche befindet sich ein Aufschluss aus Hallstätter Hangendrotkalk. Vermutlich wurde damals beim Bau der Kirche hier ein Einschnitt in das Gestein vorgenommen, um als Baumaterial der Kirche zu dienen. Geologisch besonders, da durch den Einschnitt die Schichtung und Verwerfungen mit Kleinststörungen sichtbar wurden. Zudem besonders interessant sind die sichtbaren Schichtpakete, die durch Störungen gegeneinander versetzt wurden. Durch unterlagernde Schichten sind dann tektonische Bruchlinien entstanden. Mit einhergehenden Setzungen und Zerbrechen durch den Druck auflastender Blöcke wurde der Kalkstein damit verschoben.