Das Flurkreuz in den Espen auf dem Scheitelpunkt des Mühlenbergs zwischen den Kirchdörfern Differten und Friedrichweiler, der gemeinsamen Katholischen Pfarrgemeinde Sankt Gangolf Differten ist eine bleibende Erinnerung an das Marianische Jahr 1953/ 1954.
Seine Entstehung verdankt es dem Versprechen der Differter Kriegsheimkehrer Andreas Stark, Johann Herrmann, Michel Bersal und Georg Hirtz, der Gottesmutter Maria zum Dank für die glückliche Überwindung von Krieg, Not und Gefangenschaft ein Denkmal zu setzen auf einem Grundstückszipfel der einst Georg Hirtz gehört hat.
Der kreisrunde Betondeckel, auf dem der Marien-Bildstock errichtet wurde, verdeckt einen der beiden Einmannbunker, die an dieser Stelle während des Zweiten Weltkriegs (1939 - 1945) Soldaten als Splitterschutz dienten.
Der Platz auf einer ehemaligen Bunkeranlage als ein Ort beständiger Mahnung an das Geschenk des Friedens ist bewusst gewähltworden. Pastor Josef Barthel (1946 - 1957) weihte den Bildstock in der Differter Flur „In den Espen" 1954 zum Ausklang des Marianischen Jahres ein und bestimmte das Wege- und Feldkreuz als Treffpunkt der dritten Bittprozession am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt.
Von hier aus begaben sich die Gläubigen aus den beiden Dörfern der Pfarrei Sankt Gangolf singend und betend in einer Prozession zur Dorfkirche Sankt Franziskus Friedrichweiler, um Gottes Segen für die Feldfrüchte zu erbitten.
Das Flurkreuz in den Espen ist einer der vielen schönen Aussichtspunkte des rund um Friedrichweiler führenden Franziskusweges.
Freiwillige und Ehrenamtliche der „Bürgerwerkstatt Differten" haben die Gedenkstätte zwischen 2019 und 2021 restauriert und renoviert.
Diese Aktion wurde mit Mitteln der Europäischen Union zur Förderung kultureller Projekte im ländlichen Raum an der deutsch-französischen Grenze unterstützt.